Acht Tore von Kastening bei der 25:29-Niederlage bei RK Nexe

Ärgerliche Auswärtspremiere

NASICE Der erste Auswärtsauftritt im EHF-Cup war für die Recken nicht von Erfolg gekrönt. In Kroatien verlor Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf vor 2000 Zuschauern mit 25:29 (9:14) bei RK Nexe Nasice. Damit hat das Team von Trainer Carlos Ortega nun 2:2-Punkte, während die Kroaten mit zwei Siegen führen.

„Wir haben alles versucht, aber in der Summe zu viele Fehler gemacht“, erklärte Carlos Ortega nach 60 intensiven und teilweise zerfahrenen Minuten.

Auch wenn Nachwuchsmann Vincent Büchner die Recken in Front brachte, mussten sie im gesamten Verlauf der zähen Partie einiges an Lehrgeld zahlen. Teilweise war dies durch eigene Fehler und Unzulänglichkeiten begründet, teilweise aber auch durch die slowakischen Schiedsrichter, die viele unverständliche Entscheidungen gegen die Hannoveraner pfiffen.

Gehandicapt durch die lange Anreise über Budapest fanden vor allem Kapitän Kai Häfner und Weltmeister Morten Olsen nicht zu ihrer gewohnten Leistungsstärke. Häfner wirkte ziemlich platt, Olsen ließ den nötigen Druck vermissen. Dafür fand nach einer Viertelstunde Fabian Böhm gut ins Spiel, der zuletzt in Ludwigshafen nach Knöchelproblemen geschont worden war. Pech hatten die Recken zudem in der Anfangsphase mit fünf Holztreffern.

Nachdem Büchner und Häfner für zwei schnelle Führungen gesorgt hatten, lagen sonst durchweg die Kroaten in Front. Halili Jaganjac erzielte vier seiner fünf Treffer vor der Pause. Nach dem 11:9 setzte sich der RK Nexe bis zur Halbzeit noch auf 14:9 ab.

Drei Treffer in Folge von Rechtsaußen Timo Kastening stellten das Ergebnis nach Wiederbeginn auf 12:16. Nach 44 Minuten löste Martin Ziemer im Tor Urban Lesjak ab – und die Recken hatten in der Folge ihre beste Phase, als sie von 14:20 auf 19:21 (49.) verkürzten. Doch Nasice riss das Match wieder an sich und ließ sich durch eine rote Karte für Mrdenovic (54.) nicht beirren. Coach Ortega brachte erstmals auch wieder Cristian Ugalde als Spitze in der 5-1-Deckung, doch als Olsen nach Kastenings achtem Tor den möglichen 26:27-Anschlusstreffer vergab, war die Partie gelaufen. „Wir haben im Angriff zu statisch gespielt und dadurch hatten wir große Probleme, zu Torerfolgen zu kommen. Zudem haben wir unsere Chancen nicht konsequent genug genutzt“, analysierte Carlos Ortega.

„Nexe ist der verdiente Sieger, auch wenn wir am Ende nochmal die Chance hatten, es ganz spannend zu machen. Man hat uns angesehen, dass uns die körperliche Frische in den entscheidenden Situationen ein Stück weit gefehlt hat“, meinte Sportchef Sven-Sören Christophersen. haz/gsd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare