Nach 20 Jahren Engagement im Klub

Martin Kind besucht DFL: Wird Hannover von der 50+1-Regel ausgenommen?

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96-Klubchef Martin Kind.

Martin Kind, der Clubchef von Hannover 96, hat der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt einen Besuch abgestattet, um über eine Ausnahme der 50+1-Regelung zu diskutieren. 

Frankfurt/Main - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will „zeitnah“ über eine Ausnahme für Hannover 96 von der 50+1-Regelung entscheiden. Das teilte die DFL am Montag nach einem Besuch von 96-Clubchef Martin Kind mit. Kind und sein Anwalt Christoph Schickhardt hatten dabei noch einmal ihre Argumente vorgetragen. „Es war ein konstruktiver Gedankenaustausch in entspannter Atmosphäre“, sagte Kind.

„Es gab und gibt nach wie vor keinerlei Vorfestlegung seitens des DFL-Präsidiums gegenüber Hannover 96 oder Herrn Martin Kind“, hieß es in der DFL-Mitteilung. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung mehrfach berichtet, dass die DFL den Antrag Kinds ablehnen wolle.

Nach 20 Jahre Engagement: Ausnahme von 50+1?

Der 74 Jahre alte Kind hatte seinen Antrag auf eine Ausnahme von der 50+1-Regelung ruhend gestellt. Die Regel besagt, dass Stammvereine in Deutschland die Stimm-Mehrheit bei ausgegliederten Kapitalgesellschaften der Proficlubs behalten müssen. Abweichungen davon werden unter anderem dann gewährt, wenn sich Investoren mindestens 20 Jahre finanziell bei einem Club engagieren. Genau dies macht Kind auch für sich in Hannover geltend.

Da es die von Kind erhoffte Grundsatzdiskussion über die 50+1-Regelung nicht gegeben hatte, aktivierte der Unternehmer seinen Antrag wieder. Kind hat mehrfach angekündigt, vor einem ordentlichen Gericht klagen zu wollen, falls die DFL dem Antrag nicht zustimmt. Experten rechnen damit, dass die 50+1-Regel dann komplett fällt.

dpa

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