Abschied vom FC Barcelona nach 20 Jahren

Lionel Messi: Ex-Bayern-Trainer wirbt um den Argentinier - 100 Millionen plus drei Stars für Messi?

Lionel Messi vom FC Barcelona.
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Lionel Messi wird den FC Barcelona wohl nach 20 Jahren verlassen.

Lionel Messi wird Barcelona offenbar nach 20 Jahren verlassen. Doch wohin zieht es den 33-Jährigen? Ein Angebot Spitzenklub soll derzeit ein Angebot vorbereiten.

  • Lionel Messi will den FC Barcelona nach 20 Jahren offenbar verlassen
  • Wohin der Superstar geht, steht allerdings noch nicht fest - Optionen gibt es genug
  • Ein Verein aus der Premier League soll ein konkretes Angebot vorbereiten.

Update vom 28. August, 15.55 Uhr: Das Ende der Messi-Ära in Barcelona ist das Gesprächsthema im Weltfußball. Der Argentinier wird von den finanzkräftigen Klubs umworben, dabei soll ein Verein ein Mega-Angebot vorbereiten. Die Fans von Lionel Messis ehemaligem Verein Newell's Old Boys aus dem argentinischen Rosario gingen sogar auf die Straße, um ihren verlorenen Sohn von einem Wechsel in die Heimat zu überzeugen. Doch der mehrfache Weltfußballer sieht seine Zukunft wohl in Europa.

Lionel Messi: Besonders ein Verein ist hinter ihm her - und bereitet einen Mega-Deal vor

Größter Interessent soll Manchester City sein, Pep Guardiola soll bereits vor Messis Abschieds-Ankündigung mit dem 33-Jährigen gesprochen haben. Wie die englische Times schreibt, soll Messi den Ex-FC-Bayern*-Trainer bereits über seinen Plan, Barcelona zu verlassen, informiert haben. Daraufhin soll Guardiola die Klubbosse des Premier-League-Klubs überzeugt haben, tief in die Tasche zu greifen.

Spanischen Medien wie sport.es zufolge, soll der englische Erstligist nicht nur 100 Millionen Euro für Messi hinblättern wollen. Drei City-Stars sollen als Teil des Deals nach Barcelona wechseln. Der 19-jährige Eric Garcia, der ehemalige 50-Millionen-Einkauf Bernardo Silva sowie der Brasilianer Gabriel Jesus könnten dem Bericht zufolge bald in der spanischen Liga auflaufen. Da Barcelona in der Sommerpause angeführt vom neuen Coach Ronald Koeman einen personellen Umbruch vollzieht, könnte das Angebot durchaus verlockend sein.

Zwar soll Messi einem Bericht von Telefoot zufolge mit seinem ehemaligen Mitspieler Neymar telefoniert haben, doch die Pariser werden nicht allzu große Chancen im Werben um den Superstar eingeräumt. Auch Inter Mailand schien interessiert an einem Messi-Transfer, doch der ist wohl nicht sehr wahrscheinlich.

Derweil versucht Barcelona-Präsident Josep Maria Bartomeu, seinen Star zu halten und bot sogar seinen Rücktritt an. Doch Messis Entscheidung, die Blaugrana zu verlassen, soll wohl feststehen. Es gilt nun auch zu klären, ob die Kündigung des Argentiniers rechtlich Bestand hat, zudem soll geprüft werden, ob die festgelegte Ablöse von 700 Millionen Euro noch gilt. Es wird spekuliert, dass Messis prägende Zeit in Barcelona mit 33 Titeln und 633 Toren vor Gericht endet.

Lionel Messi: Wohin wechselt der mehrfache Weltfußballer? Vertragsklausel ermöglicht wohl Kündigung

Erstmeldung vom 27. August:
München - Wenn ein 33-Jähriger seinem Verein mitteilt, dass er diesen verlassen möchte, ist das an und für sich keine große Sache. Beim FC Bayern erlebte man dies kürzlich, als der 29-jährige Thiago Alcantara eine Vertragsverlängerung ablehnte* und stattdessen den Bossen mitteilte, dass er eine neue Herausforderung suche.

Nun ist Thiagos Stellenwert beim FC Bayern durchaus hoch, aber nicht vergleichbar mit dem von Lionel Messi beim FC Barcelona. Das zeigt alleine die Tatsache, dass der Argentinier eine Klausel im Vertrag besitzt, die es ihm erlaubt, den Verein bis zu einem gewissen Datum zu verlassen. Messi kann also seinen Vertrag eigenmächtig verlängern und kündigen - letzteres hat er nun offenbar getan.

Am vergangenen Dienstag teilte Messi den Katalanen wohl mit, dass er von seiner Option Gebrauch mache und Barcelona nach über 20 Jahren verlassen wolle. Wenig überraschend schlug diese Nachricht in der Fußball-Welt ein wie eine Bombe. Wildeste Spekulationen begannen, die abstrusesten Gerüchte machten die Runde. Doch Fakt ist, dass aktuell noch nichts Fakt ist!

Weder hat der FC Barcelona die Absichten des 33-Jährigen offiziell bestätigt, noch hat sich der sechsfache Weltfußballer dazu geäußert. Und dennoch: Ein Abgang von Leo Messi beim FC Barcelona gilt als wahrscheinlich. Fragt sich nur, wohin sein Weg führt.

Lionel Messi: ManCity, Inter Mailand oder beim FC Bayern - wo liegt die Zukunft des Superstars?

Optionen gibt es mehr als genug. So soll Inter bereits ein 260-Millionen-Euro-Paket geschnürt haben, um den Argentinier nach Mailand zu locken. Dort soll sich Messi laut Gazzetta Dello Sport erst kürzlich ein Penthouse gekauft haben. Der Vorteil von Italien ist, dass die Superstars dort weniger Steuern zahlen und somit mehr verdienen.

Außerdem treibt Messis ewiger Rivale dort seit einiger Zeit sein Unwesen. Cristiano Ronaldo spielt seit zwei Jahren für Juventus Turin und strebt dort nach seinem nächsten CL-Titel. Doch will Messi wirklich in die Serie A?

Sportlich viel reizvoller ist da die Premier League. Ausgerechnet dort befindet sich Messis großer Förderer Pep Guardiola mit ManCity in einer Art Sinnkrise. Dem spanischen Super-Coach wird vorgeworfen, sich beim Viertelfinal-Aus in der Champions League gegen Außenseiter Olympique Lyon vercoacht zu haben - und das nicht zum ersten Mal.

Lionel Messi zu Manchester City? Aus sporticher Sicht wäre der Schritt nachvollziehbar

Vorsichtshalber hat sich City-Stürmer Sergio Agüero schon mal die 10 aus seinem Instagram-Account entfernt. Hieß es bis vor kurzem noch @kunaguero10, so postet der Angreifer nun unter dem Namen @kunaguero. Zufall? Oder doch ein erster Hinweis auf einen Wechsel nach Manchester?

Messi hat seit 2015 nicht mehr den Henkelpott geholt, Pep gar letztmals 2011. Wäre die Reunion zwischen den beiden nicht eine absolute win-win-Situation? Konsequenzen vor dem Financial Fairplay haben sie in Manchester eh nicht zu befürchten. Außerdem hätte City dann sogar einen Nachfolger für den zum FC Bayern* gewechselten Leroy Sané* geholt. Zwar fast zehn Jahre älter, aber trotzdem...

Apropos FC Bayern*. Warum zieht es einen der besten Fußballer aller Zeiten nicht zum aktuellen Champions-League-Sieger*? „Ich habe in den letzten Monaten ein, zwei Mal mit unserem Finanzvorstand gesprochen“, verrät Thomas Müller bei einem Presse-Event in München: „Ich glaube, da können wir nichts machen.“

FC Bayern und Lionel Messi? Aus finanzieller Sicht nicht möglich, aber...

Auch Karl-Heinz Rummenigge erklärte, dass ein Wechsel von Messi an die Säbener Straße* auszuschließen ist. „Wir können keinen Spieler dieser Größenordnung bezahlen“, so der Vorstandsvorsitzende in einem Interview mit der italienischen Tuttosport:. „Es ist nicht Teil unserer Politik und Philosophie.“ Allerdings: Messi ist das Adidas-Testimonial - und Adidas ist Ausrüster des FC Bayern. Also am Finanziellen müsste es jetzt nicht unbedingt scheitern.

Auch mit CL-Finalist Paris Saint-Germain wurde La Pulga in Verbindung gebracht. Dort wäre Messi wieder mit Kumpel Neymar zusammen, den er im vergangenen Jahr gerne wieder zurück zum FC Barcelona geholt hätte. Zudem wurde auch Manchester United in den Topf der Interessenten geschmissen, die aber wollen ja eigentlich BVB-Youngster Jadon Sancho holen. Irgendwann.

Eine weitere Option wäre eine Rückkehr zu seinem Heimatverein. Angeblich soll Messi einst angekündigt haben, vor dem Karriereende zu den Newell's Old Boys zurückzukehren. Doch davon scheint er trotz seiner 33 Jahre noch weit entfernt.

Lionel Messi für Thomas Müller der „beste Fußballer auf dem Planeten“

Zu ehrgeizig, zu ambitioniert ist Messi. Das macht alleine die Tatsache deutlich, dass er Barcelona verlassen will, weil er offenbar nicht das Gefühl hat, dass er mit den Katalanen in den kommenden Jahren auf europäischer Ebene konkurrenzfähig sein wird.

Trotz aller Gerüchte und Spekulation: So richtig vorstellbar ist es nicht, dass Messi ein anderes Vereinstrikot als das des FC Barcelona tragen soll. Ähnlich sieht das auch Thomas Müller. „Der Tag, an dem Lionel Messi und der FC Barcelona getrennte Wege gehen, muss irgendwann kommen“, so der frischgebackene Triple-Sieger: „Natürlich dachte man eher, dass es irgendwann durch das Karriereende sein wird. Jetzt ist es scheinbar anders.“

Für Müller ist Messi „der beste Fußballer des Planeten, vielleicht auch rückwirkend auf die letzten 100 Jahre Fußball-Geschichte gesehen.“ Weshalb die kommenden Wochen und Monate für die ganze Fußballwelt spannend werden dürften. „Außer den Barcelona-Fans sieht das wahrscheinlich keiner kritisch, sondern ist eher gespannt, was sich für neue Wege auftun.“ (smk) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks

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