Emotionalen 96-Mitgliederversammlung

Kind-Vorstand bei Hannover nicht entlastet - Aber keine Satzungsänderung

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Vorstandsmitglied Ralf Waßmann (l) und Präsident Martin Kind bei der Mitgliederversammlung von Hannover 96.

Bei Hannover 96 kriselt es nicht nur auf dem Spielfeld. Auch im Vorstand ist nicht alles zum Besten. Bei der Mitgliederversammlung wird Präsident Kind nicht entlastet.

Hannover - Hannover-96-Präsident Martin Kind hat bei der Mitgliederversammlung des Muttervereins heftigen Gegenwind bekommen, ein Antrag auf Satzungsänderung zur Eindämmung von Kinds Einfluss erhielt aber nicht die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit. Mit dieser Änderung wollten einige Mitglieder erreichen, dass Kind und seine Vorstandskollegen an Beschlüsse der Mitgliederversammlung gebunden sind. Dies hätte dann auch für das in Hannover hoch umstrittene Thema 50+1 gegolten. 576 Mitglieder stimmten am Donnerstag für den Antrag, 544 dagegen.

Allerdings wurde der Vorstand des Muttervereins von Hannover 96 um den Vorsitzenden Kind nicht entlastet. 543 Mitglieder stimmten für eine Entlastung, 548 dagegen. Damit verhärten sich die Fronten im e.V. des Fußball-Bundesligisten weiter. Seit Monaten liefern sich Kind und eine Opposition einen erbitterten Kampf, der auch zu einem Stimmungsboykott bei den Heimspielen des Erstligisten geführt hat.

Die Vorstände und Aufsichtsräte der Mitgliederversammlung von Hannover 96 sitzen auf der Bühne.

In der sehr emotionalen Versammlung warfen sich beide Seiten immer wieder gegenseitige Lügen vor. Während sich Kind mit Wortbeiträgen mit Ausnahme seines kurzen Vorstandsberichtes zunächst zurückhielt, griff Uwe Krause, stellvertretender Vorsitzender, die Kind-Gegner heftig an. Zu einer Befriedung der angespannten Stimmung im Verein trug Krause damit nicht bei. Neben dem Vorstand verweigerten die Mitglieder auch dem Aufsichtsrat die Entlastung.

dpa

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