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Schmelz spricht sich für Becker und Bastian aus

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Von: Johannes Götze

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Matthias Schmelz ist Regionalbeauftragter in Kassel und spricht sich im Interview für Torsten Becker als Präsidenten aus.
Matthias Schmelz ist Regionalbeauftragter in Kassel und spricht sich im Interview für Torsten Becker als Präsidenten aus.. © privat

Matthias Schmelz ist seit zwei Jahren Regionalbeauftragter der Region Kassel und gleichzeitig Kassler Kreisfußballlwart. Von Amts wegen sitzt der 36-Jährige daher im Verbandsspielausschuss des Hessischen Fußball-Verbandes und ist Teil des Verbandsvorstands. Im Interview bezieht er zu den jüngsten Entwicklungen im Verband Stellung und spricht sich für Torsten Becker als HFV-Präsident und Thorsten Bastian als sein Vizepräsident aus.

Herr Schmelz, kommt der Fußball im Verband nicht aktuell etwas zu kurz?

Ich bin erst seit zwei Jahren im Verbandsvorstand dabei. Aber tatsächlich dachte ich, dass wir uns in erster Linie über Fußball unterhalten. Dem war nun nicht immer so.

Woran liegt das?

Im Verband ist es nicht erst in den vergangenen Monaten nach den Rücktritten von Stefan Reuß und Ralf Viktora sehr unruhig gewesen. Wir müssen schleunigst in ruhigeres Fahrwasser gelangen und mehr Konstanz in die Personalien bekommen. Deswegen war es auch gut, dass der Außerordentliche Verbandstag abgesagt worden ist.

Sie haben sich für die Absage ausgesprochen?

Unbedingt! Diese Veranstaltung hätte rund 40.000 bis 60.000 Euro gekostet und in der aktuellen Situation mit den gestiegenen Energiekosten wird gerade den Vereinen ein heißer Herbst blühen. Wir lassen dabei rund 400 Menschen aus ganz Hessen anreisen, um dann in wahrscheinlich maximal zwei Stunden drei Ämter neu wählen zu lassen. Dies ist ökonomisch wie ökologisch enorm fragwürdig und unverantwortlich, zumal es satzungstechnisch nicht notwendig war. Im Gegenteil.

Matthias Schmelz ist ein „Frischling“ im Verband: Der 36-Jährige startete 2019 als Pokalspielleiter und C-Liga-Klassenleiter seine Laufbahn im Kreisfußballausschuss, wurde bereits ein Jahr später zum Kreisfußballwart und schließlich zum Regionalbeauftragten gewählt. Er ist zudem Hauptkassierer und Fußball-Abteilungsleiter beim Kassler Gruppenligisten TSV Heiligenrode. Der Vertriebler engagiert sich zudem in der Kommunalpolitik und ist Gemeindevertreter in Niestetal.

Es gab auch rechtliche Zweifel.

Nicht nur das. Vor Ort hätten die Delegierten gegen die Notwendigkeit eines Außerordentlichen Verbandstags stimmen können. Wir wären dann unverrichteter Dinge nach Hause gefahren – und die Lachnummer in ganz Deutschland gewesen.

Nun sollen die Kreisfußballwarte bis zum 9. September ein Stimmungsbild hinsichtlich der Kandidaten Torsten Becker, Thorsten Bastian und Robert Neubauer für die etwaig vakanten Positionen einholen. Wie stehen Sie zu dem Trio?

Ich hätte mich schon auf der Sitzung am Dienstag direkt für die drei ausgesprochen. Torsten Becker und Thorsten Bastian sind gute Freunde – und werden sehr gut miteinander als Präsident und Vizepräsident auskommen, um die anfallende Arbeit erledigen zu können. Wir Kreisfußballwarte zum Beispiel suchen uns schließlich für die Arbeit im Kreis auch ein Team, mit dem wir harmonieren. Ich kann das zweifelsohne mittragen. Ob es dann tatsächlich die richtige Lösung ist, wird sich herausstellen. Wichtig ist ganz einfach, dass wir ein wirklich handlungsfähiges geschäftsführendes Präsidium zusammenbekommen.

Die Faktenlage ist nun so, dass nicht die Delegierten, sondern der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Präsidiums über die Besetzung des Präsidiums entscheidet. Hätten Sie sich mehr Auswahl gewünscht?

Bei unserer Verbandsvorstandssitzung am vergangenen Dienstag hatte jeder die Möglichkeit aufzustehen, um sich zu positionieren. Da war die Möglichkeit für andere Personen, ihren Hut in den Ring zu werfen. Dazu hatte Torsten Becker sogar aufgefordert. Das ist aber nicht passiert. Von daher hoffe ich, dass sich die Kreise am 9. September pro Becker, Bastian und Neubauer aussprechen und der Aufsichtsrat das Trio beruft, damit wir endlich wieder über Fußball sprechen können.

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