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Hertha BSC mit Trainer-Sensation: Felix Magath übernimmt Chaos-Investorenklub

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Von: Antonio José Riether

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Trainer Felix Magath ballt die Fäuste
Meldet sich in der Bundesliga zurück: Felix Magath soll Hertha BSC vor dem Abstieg bewahren. © Kay Nietfeld/dpa

Acht Spieltage vor Saisonende teilte Bundesligist Hertha BSC die Trennung von seinem Cheftrainer mit. Und das mitten im Abstiegskampf. Der Nachfolger bringt viel Erfahrung mit.

Update vom 17. März, 22.15 Uhr: Felix Magath, neuer Trainer von Hertha BSC, wird positiv auf das Coronavirus getestet und verpasst damit sein Bundesliga-Comeback am Spielfeldrand gegen Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr).

Felix Magath ist neuer Trainer von Hertha BSC

Update vom 13. März, 20.46 Uhr: Sensation bei Hertha BSC! Kurz nach der Entlassung von Trainer Tayfun Korkut hat der Berliner Investorenklub einen Nachfolger präsentiert. Felix Magath übernimmt den Verein bis zum Saisonende. Das gab der Hauptstadt-Verein am Sonntagabend offiziell bekannt.

„Die Vita von Felix Magath spricht für sich. Er hat schon vielfach bewiesen, dass er mit seiner Erfahrung in jeglicher sportlichen Situation an den richtigen Stellschrauben drehen kann, um uns aus unserer sportlich herausfordernden Lage herauszuführen“, wird Geschäftsführer Sport Fredi Bobic zur Verpflichtung zitiert.

Magath selbst sagte demnach: „Ich hatte sehr klare Gespräche mit Fredi Bobic. Uns ist die sportliche Lage bewusst. Ich bin bereit mit all meiner Erfahrung dabei zu helfen, den Klassenerhalt zu erreichen. Wichtig ist jetzt die volle Fokussierung von allen auf die verbleibenden Spiele.“ Der 68-Jährige kehrt damit nach fast zehn Jahren in die Bundesliga zurück, am 25. Oktober 2012 war er beim VfL Wolfsburg als Trainer und als Geschäftsführer Sport entlassen worden.

Magath übernimmt bei Hertha BSC: Als Trainer schon beim HSV und beim FC Bayern

Im deutschen Profifußball arbeitete der Ex-Profi auch beim Hamburger SV, beim 1. FC Nürnberg, bei Werder Bremen, bei Eintracht Frankfurt, beim VfB Stuttgart, beim FC Bayern und beim FC Schalke 04. Als Trainer gewann Magath drei deutsche Meisterschaften und zweimal den DFB-Pokal.

2014 war er für den FC Fulham zuständig, stieg mit den Londonern aber aus der Premier League ab und hielt sich lediglich sieben Monate. Von Sommer 2016 bis Ende 2017 folgte ein Engagement bei SD Luneng in China. Später firmierte der gebürtige Aschaffenburger bei Admira Wacker und den Würzburger Kickers als Global Sports Director.

Magath wird am Montag ab 13 Uhr auf einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt.

Erstmeldung: Berlin - Nach nicht einmal vier Monaten ist das Kapitel Tayfun Korkut bei Hertha BSC* beendet. Der abstiegsbedrohte Erstligist gab am Sonntagmittag die Trennung von seinem Cheftrainer bekannt, am Tag zuvor hatten die Berliner noch mit 0:2 bei Borussia Mönchengladbach* verloren. Es war die neunte Niederlage im vierzehnten Pflichtspiel unter Korkut, der mit seiner Mannschaft im laufenden Jahr keinen Sieg holen konnte.

Hertha BSC: Hauptstadt-Klub trennt sich von Trainer Tayfun Korkut - „Offen und klar die Entwicklung analysiert“

Dies spiegelt sich auch in der Tabelle wider, Hertha BSC* belegt aktuell punktgleich mit dem Tabellensechzehnten VfB Stuttgart* den vorletzten 17. Rang. Die Abstiegssorgen sind beim Hauptstadt-Klub größer denn je, mit Korkut musste bereits der zweite Übungsleiter in der laufenden Saison seinen Posten räumen. Wie der Verein bestätigte, verlässt neben dem Chefcoach auch dessen Assistent Ilija Aracic den Verein.

Herthas Geschäftsführer Sport Fredi Bobic begründete die Entscheidung ausführlich in einer Vereinsmitteilung und bedankte sich bei den beiden Trainern für deren Engagement. „Nach verheißungsvollem Start mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen und positivem Trend, haben wir nun offen und klar die Entwicklung der Leistungen und Ergebnisse der neun Rückrundenspiele analysiert und sind zu dem Entschluss gekommen, eine nochmalige Veränderung auf der Trainerposition vorzunehmen“, so der Ex-Nationalspieler*.

Hertha BSC: Abstieg trotz Investitionen von über 375 Millionen Euro - gelingt noch der Klassenerhalt?

Bobic, der erst seit Sommer in Berlin arbeitet, fasste die sportlich gesehen bedrohliche Lage zusammen und gab ein Minimalziel für das Team aus. „Es bleiben noch acht Partien, um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Dafür werden wir alles tun und wollen mit dieser Entscheidung unterstützen, dass alle Beteiligten nochmal intensiver für die Situation sensibilisiert sind“. Einen neuen Trainer präsentierte die Hertha zwar nicht, laut Bobic setze man jedoch „auf die positiven Effekte eines Neuanfangs“. Eine dritte Amtsperiode von Pal Dardai kann somit wohl ausgeschlossen werden, ein konkreter Nachfolger wurde noch nicht genannt.

Auch aufgrund der umfangreichen Investitionen in den vergangenen Jahren ist die sportliche und wirtschaftliche Situation der Hertha alles andere als beruhigend. Über 375 Millionen Euro verprasste Investor Lars Windhorst bereit für teure Neuzugänge, allerdings ohne jeglichen Ertrag und ohne eine spürbare Entwicklung. Zuletzt stand der Bundesligist* im Mittelpunkt, da er während der Pandemie Corona-Hilfen vom Bund entgegengenommen hatte. Nun folgte die nächste unrühmliche Nachricht. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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