Bayern-Präsident

Hainer versteht Debatte um Fußball-Sonderrolle nicht

Herbert Hainer fürchtet in der Diskussion um eine mögliche Sonderrolle des Fußballs in der Corona-Krise keinen Imageschaden. Foto: Sven Hoppe/dpa
+
Herbert Hainer fürchtet in der Diskussion um eine mögliche Sonderrolle des Fußballs in der Corona-Krise keinen Imageschaden. Foto: Sven Hoppe/dpa

München (dpa) - Bayern Münchens Vereinspräsident Herbert Hainer fürchtet in der Diskussion um eine mögliche Sonderrolle des Fußballs in der Corona-Krise keinen Imageschaden.

"Nein", antwortete er in einem Interview des "Kicker" auf eine entsprechende Frage. "Und ich verstehe ohnehin nicht, wieso in diesem Zusammenhang von einer Sonderstellung gesprochen wird. Die Profifußballer gehen ihrem Beruf nach, wie das in anderen Branchen auch der Fall ist - solange es aus gesundheitlichen Aspekten zu verantworten ist." In allen anderen Bereichen werde es genauso gehandhabt, sagte Hainer.

Eine Fortsetzung des Spielbetriebs müsse "medizinisch abgesichert sein", betonte auch Hainer. Er verwies dabei aber auf das Konzept, das die Deutsche Fußball Liga für einen Neustart erstellt hat. "Sollte die Politik grünes Licht geben, können wir unter diesen Voraussetzungen wieder mit Bundesligaspielen beginnen - natürlich ohne Zuschauer", meinte Hainer.

Die Liga erhofft sich von der Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Ministerpräsidenten der Länder an diesem Donnerstag entsprechende Signale. Ein Wiederbeginn wäre frühestens ab dem 9. Mai mit Geisterspielen denkbar.

"Ich glaube, kein Fan mag ein Spiel ohne Zuschauer, mir ergeht es genauso. Aber man muss klipp und klar festhalten: Wenn wir nicht bald wieder anfangen zu spielen, wird die Bundesliga hinterher nicht mehr so aussehen wie heute", sagte Hainer. "Dann wird ein erheblicher Teil der Vereine aus der 1. und 2. Liga in große wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten oder sogar in die Insolvenz gehen."

Details zu Hainer auf Vereins-Homepage

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare