Sieg gegen Stuttgart

Frankfurt nimmt Kurs auf die Champions League

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Die Spieler der Eintracht bejubeln das Führungstor gegen Stuttgart. Foto: Thomas Frey

Pokalsieger Frankfurt bleibt im Jahr 2019 ungeschlagen und nimmt Kurs auf die Königsklasse. Gegen Abstiegsanwärter Stuttgart avanciert Filip Kostic zum Matchwinner. Den VfB erwartet eine wichtige Woche.

Frankfurt/Main (dpa) - Eintracht Frankfurt feierte bei der nächsten Fußball-Party den Sprung auf den Champions-League-Platz, für den VfB Stuttgart blieb nur Hohn und Spott übrig.

"Stuttgart, Stuttgart, Zweite Liga. Oh, wie ist das schön, euch nie mehr zu sehen", schallte es nach dem 3:0 (1:0) der Eintracht aus dem Frankfurter Block. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter kletterte damit zum Abschluss des 27. Bundesliga-Spieltags auf den vierten Tabellenplatz. Für die Schwaben, die nach nur einem Sieg aus den vergangenen zwölf Liga-Spielen weiter auf dem Relegationsplatz 16 stehen, wird die Situation dagegen immer brenzliger.

Matchwinner für die Eintracht war Filip Kostic, der die ersten beiden Tore in einer selten hochklassigen Partie (45./64. Minute) erzielte. Torjäger Luka Jovic setzte mit seinem 16. Saisontor vor 51.500 Zuschauern im ausverkauften Frankfurter Stadion den Schlusspunkt.

"In der Mannschaft wird ein überragender Job gemacht", schwärmte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic und verteilte ein Extra-Lob an Matchwinner Kostic: "Wir sind glücklich, dass wir ihn bekommen konnten. Er hat alle Anlagen, die man braucht. Er läuft die Linie rauf und runter. Das macht er sensationell."

Entsprechend gut sind nun die Aussichten. "Es läuft perfekt für uns. So kann es weitergehen. Dass wir auf Platz vier stehen, ist richtig geil. Die drei vorne wollen unbedingt Tore, Tore, Tore machen. Es macht einfach Spaß, das von hinten anzuschauen", sagte Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger und ergänzte: "Es ist aber noch ein weiter Weg. Jetzt kommt ein schweres Spiel auf Schalke."

Für Stuttgart steht damit in der kommenden Woche ein wegweisendes Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg an. Die lange Zeit abgeschlagenen Franken könnten nach dem 3:0 gegen Augsburg mit einem weiteren Dreier im direkten Abstiegsduell bis auf einen Punkt an den VfB heranrücken. "Wir wissen, dass es eine schwierige Saison ist. Wir müssen das Positive aus der ersten Halbzeit sehen. Es geht darum, dass wir 15. werden. Das ist das Ziel", sagte VfB-Coach Markus Weinzierl.

Nach der Niederlage des Tabellen-Rivalen Borussia Mönchengladbach (1:3 bei Fortuna Düsseldorf) setzte Frankfurts Trainer Adi Hütter mit der Aufstellung ein deutliches Zeichen für eine offensive Ausrichtung. Der Österreicher bot erstmals seit Ende Februar wieder das Sturmtrio Sebastien Haller (14 Tore), Jovic und Ante Rebic (8) auf.

Tatsächlich hatte der letzte deutsche Europa-Starter gleich die erste Chance: Nach einer Balleroberung ging es ganz schnell, Jovic tauchte nach einem starken Dribbling frei vor Ron-Robert Zieler auf, verzog aber knapp (3.).

Doch das Team von Trainer Markus Weinzierl sah nicht aus wie ein Abstiegskandidat, sondern beackerte die Eintracht in der ersten halben Stunde auf Augenhöhe. Mit etwas Glück hätte der VfB sogar selbst früh in Führung gehen können. Verteidiger Marc Oliver Kempf (7.) köpfte nach einer Ecke mit Wucht an die Latte, kurze Zeit später scheiterte Steven Zuber mit einem zu laschen Abschluss am deutschen WM-Teilnehmer Kevin Trapp.

Die Eintracht hatte gegen die mutig und offensiv auftretenden Gäste zwar ihre Räume, konnte diese aber lange nicht richtig nutzen. Mehrere Male vertändelten Jovic, Kostic und Haller, der nach 75 Minuten mit einer Baumchmuskelverletzung ausschied, aussichtsreiche Konterchancen. Doch dann schlug das serbische Duo zu: Ein Schuss von Jovic wurde abgeblockt, den zweiten Versuch verwandelte Kostic aus spitzem Winkel. Zieler sah dabei nicht glücklich aus.

"Frankfurt hat eine gute Offensive, keine Frage. Trotzdem hatte ich gehofft, dass wir uns nochmal aufraffen. Das 0:1 kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Mannschaft hat zuletzt stabil gespielt, aber nach dem Gegentor konnten wir nicht mehr anknüpfen", meinte VfB-Keeper Zieler.

Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild. Stuttgart agierte kämpferisch und wehrte sich gegen die drohende Niederlage, Frankfurt konnte die sich bietenden Räume zunächst nicht nutzen. Bis Rebic sehenswert auf Kostic spielte und dieser mit seinem fünften Saisontor alles klar machte. Kurz vor Schluss kam auch noch Jovic zu seinem Tor.

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