Meinungsstarker Auftritt

FC Bayern zeigt ungeahnte Schwächen - Hoeneß bleibt ganz gelassen: „Ich bin einer, der ...“

FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß
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FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat sich zu Wort gemeldet.

Das Präsidentenamt beim FC Bayern hat Uli Hoeneß abgegeben. Kein Grund für den Ehrenpräsidenten der Münchner, sich nicht trotzdem lautstark zu Wort zu melden.

  • Beim FC Bayern ist die Ära Uli Hoeneß vorüber.
  • Der Ehrenpräsident hält sich dennoch mit Meinungsäußerungen nicht zurück.
  • Zum Thema DFB und Thomas Müller bezieht Hoeneß Stellung.

München - Seit seinem Abschied als Präsident des FC Bayern* Ende 2019 hält sich Uli Hoeneß mit öffentlichen Auftritten zurück. Der letzte TV-Auftritt von Uli Hoeneß ist eine ganze Weile her - und der hatte es in sich. Genervt vom Transfer-Hickhack um David Alaba teilte er im Sport1-Doppelpass gegen dessen Berater Pini Zahavi aus. Der sei „ein geldgieriger Piranha“.

Am Sonntag war Hoeneß erneut im Fernsehen zu sehen, als Gast in der BR-Sendung Blickpunkt Sport. Als Ehrenpräsident liegt ihm das Wohl seines FC Bayern, den er über Jahrzehnte maßgeblich prägte, nach wie vor am Herzen. Und wenn er es für nötig hält, spricht Hoeneß nach wie vor Klartext.

FC Bayern: Uli Hoeneß glaubt fest an DFB-Comeback - „Löw wird nicht auf Müller verzichten“

Zwar bereitet die Bayern-Abwehr derzeit Sorgen, in der Offensive wird dagegen gezaubert. Einer der überragenden Akteure der letzten Wochen ist Ex-Nationalspieler Thomas Müller. Mit zwei Toren gehörte der Weltmeister* von 2014 auch gegen Leipzig zu den Aktivposten seiner Mannschaft.

Die konstant starken Leistungen des FCB-Urgesteins lassen die schwelende Diskussion um die Rückkehr Müllers in die DFB*-Elf nicht enden. „Thomas ist für mich in der Form, in der er jetzt ist, für jede Mannschaft ein Gewinn“, sagte Hoeneß über ein mögliches Comeback Müllers. „Ich bin überzeugt, dass er – bei den Diskussionen, die wir da derzeit haben – sicherlich einer derjenigen ist, auf die Jogi Löw im Frühjahr nicht verzichten wird“, sieht Hoeneß für Müller eine gute Chance, 2021 bei der EM dabei zu sein.

Nach der 0:6-Klatsche in Spanien geriet Bundestrainer* Joachim Löw in die Kritik. Auch, weil er weiterhin auf das formstarke Trio Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels verzichtet. Alle drei hatte Löw nach der WM 2018 aussortiert. Der DFB sprach dem Bundestrainer nun das Vertrauen aus und hält an ihm fest.

FC Bayern: Hoeneß lobt Entwicklung des Klubs unter Hansi Flick

Mit der jüngsten sportlichen Vergangenheit des FC Bayern ist Hoeneß im Reinen. Die Truppe von FCB-Trainer* Hansi Flick* holte das Triple* aus Champions League*, Meisterschaft* und DFB-Pokalsieg*. Mehr geht nicht.

Und auch in dieser Spielzeit grüßt der FC Bayern wieder von der Tabellenspitze und erreichte vorzeitig die K.o.-Runde der europäischen Königsklasse. „Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung“, meinte Hoeneß. Auch die personelle Lage werde sich bei den Bayern schon bald entspannen, ist Hoeneß sicher: „Nach der Winterpause werden wir wieder zu Kräften kommen.“

Video: Hoeneß über seine Zeit nach der FCB-Präsidentschaft

FC Bayern: Uli Hoeneß sieht aktuelle Defensivschwäche gelassen

Während es offensiv wie am Schnürchen läuft, offenbarten die Münchner in dieser Spielzeit ungewohnte Defensivschwächen. Auch beim spektakulären 3:3 gegen RB Leipzig am Samstagabend im Spitzenspiel der Bundesliga* waren die Roten hinten anfällig. Hoeneß beunruhigt das aber nicht.

„Es war ein super Fußballspiel von beiden Seiten“, konstatierte er. „Ich bin einer, der das große Ganze sieht und nicht einzelne Sachen herauspickt“, sieht er die aktuelle Abwehrmisere gelassen. „Ich bin mir sicher, wir werden am Ende oben stehen.“ *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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