Vor seinem Abschied als Präsident

Neues Amt für „Brazzo“: Hoeneß will seine Beförderung durchboxen

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Hoeneß will Salihamidzic zum Sportvorstand befördern.

Bevor Uli Hoeneß sein Amt als Präsident des FC Bayern niederlegt, will er noch eine bedeutende Entscheidung durchboxen und Brazzo ein neues Amt vermachen.

München - Der FC Bayern München ohne Uli Hoeneß als Präsident? - Was sich viele gar nicht vorstellen können, wird in wenigen Wochen zur Realität. Um die Verabschiedung gebührend zu feiern, zieht der FC Bayern sogar extra um. Nicht wie sonst wird die Jahreshauptversammlung im Audi Dome stattfinden, sondern in die Münchner Olympiahalle verlegt. Rund 5000 Besucher mehr können dort an der JHV 2019 teilnehmen. Während die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, wird Uli Hoeneß Informationen der Sport Bild (Mittwochsausgabe) zufolge vier Tage vor seinem Abschied seine letzte Aufsichtsratssitzung leiten und eine bedeutende Entscheidung durchboxen wollen. 

FC Bayern München: Letzte Aufsichtsratssitzung von Uli Hoeneß

Vier Tage vor seinem Abschied als Präsident des FC Bayern München will Uli Hoeneß Sportdirektor Hasan Salihamidzic zum S portvorstand befördern. Der Sport Bild zufolge könnte diese Personalie am 11. November vom Aufsichtsrat beschlossen werden, um anschließend auf der Jahreshauptversammlung verkündet zu werden. Hoeneß, der die Tagung des Gremiums dann zum letzten Mal leitet, gelte als großer Befürworter der Beförderung von Salihamidzic, dessen Vertrag als Sportdirektor noch bis zum 30. Juni 2020 läuft.

Auch Karl Heinz-Rummenigge äußerte sich bereits zur Personalie Salihamidzic: „Hasan macht seinen Job gut und ich wünsche mir, dass sein im nächsten Sommer auslaufender Vertrag verlängert wird. Ob als Sportvorstand, muss der Aufsichtsrat entscheiden. Ich würde es begrüßen.“

Begrüßen würde es wohl auch Niko Kovac, der mit dem Präsidenten auch seinen größten Befürworter verliert. Nach dem äußerst knappen Sieg im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum wackelt sein Stuhl aktuell wieder gewaltig. Wie die Sport Bild berichtete, wurde dem FC Bayern Ralf Rangnick als Nachfolger bereits im Frühling angeboten. Mit Uli Hoeneß als Präsident scheint das allerdings nicht vorstellbar. Für Hoeneß und auch Kovac ist es also umso wichtiger, die Personalie Salihamidzic erfolgreich durchzusetzen. So hätte Brazzo auch in der Trainerfrage noch mehr Gewicht. 

Am Pokal-Abend nach dem Fast-Aus in Bochum sorgte Brazzo mit einem Kurios-Auftritt für Schlagzeilen.

FC Bayern München: Hoeneß will nicht erneut als Präsident kandidieren

Hoeneß wird am 15. November auf der Mitgliederversammlung des deutschen Fußball-Rekordmeisters nicht mehr als Präsident kandidieren. Designierter Nachfolger des 67-Jährigen ist der langjährige Adidas-Chef Herbert Hainer. Hoeneß will an den 65-Jährigen auch den Posten des Aufsichtsratschefs abgeben. Dem Kontrollgremium will er aber weiterhin angehören. Ab dem 1. Januar 2020 wird Oliver Kahn beim FC Bayern Vorstand. Ende 2021 soll er dann der neue Vorsitzende werden.

dpa/mbr

Hasan Salihamidzic hat sich zur Trennung von Niko Kovac geäußert. Eines fiel dabei auf: Brazzo benutzte genau die gleichen Worte wie schon Karl-Heinz Rummenigge vor zwei Jahren bei Ancelotti.

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