Europa-League-Quali

Eintracht Frankfurt fertigt Vaduz ab: Play-offs fast fix

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Eintracht Frankfurt setzte sich mit 5:0 gegen Vaduz durch.

Das war einfach: Der Schweizer Zweitligist Vaduz ist für die Eintracht keine große Herausforderung. Das Hütter-Team scheint für den Pflichtspiel-Start in Deutschland bestens gerüstet.

Update vom 29. August 2019: Wer trifft in der Europa League 2019/2020 aufeinander? Darüber entscheidet am 30. August das Losglück. Sie können die Europa-League-Auslosung live im TV und Live-Stream verfolgen, wie tz.de* berichtet.

Vaduz - Eintracht Frankfurt kann nach einem deutlichen Sieg in der Idylle Liechtensteins für die Play-offs der Europa League planen. Das Team von Trainer Adi Hütter gewann am Donnerstag ohne Probleme mit 5:0 (3:0) beim völlig unterlegenen FC Vaduz, der im Alltag in der 2. Schweizer Liga kickt. Vor herrlicher Bergkulisse erzielten Filip Kostic (11./27. Minute), Dominik Kohr (41.), Goncalo Paciencia (53.) und Mijat Gacinovic (63.) die Tore für die Hessen, für die das Überstehen der dritten Qualifikationsrunde im Rückspiel am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr/Nitro) nur noch Formsache sein sollte.

Sport-Vorstand Fredi Bobic lobte nach Abpfiff bei Nitro: „Die Nummer ist durch. Wir werden das Rückspiel aber seriös weiter so spielen. Ich freue mich, dass die Jungs das hier so angenommen haben.“ Fast schon rhetorisch fragte er nach dem überdeutlichen Sieg: „Was willst du mehr?“ Auch Torschütze Kohr wirkte zufrieden. „Wir haben zielstrebig die Dinger weggemacht. Mich freut es, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, sagte er.

Eintracht Frankfurt setzt in Europa-League-Quali auf starkes Mittelfeld

Noch ohne Neuverpflichtung Kevin Trapp setzte Coach Hütter auf eine Formation mit sechs Mittelfeldspielern und Paciencia als einziger Spitze. Der Gegner agiere „kompakt, geschlossen und unheimlich fleißig“, hatte Bobic dem Außenseiter im Vorfeld attestiert. Dementsprechend sollte der Riegel über ein agiles und variables Mittelfeld geknackt werden. Rückkehrer Martin Hinteregger stand vor 5908 Zuschauern gleich wieder in der Startelf.

Die Lücken boten sich der Eintracht dann schneller als gedacht: Schon nach weniger als einer Minute köpfte Hinteregger nach einer Ecke freistehend am Tor vorbei, die Unterlegenheit der Gastgeber war in allen Belangen deutlich zu sehen. Auch bei Torwart Benjamin Büchel, der einen flatternden 30-Meter-Fernschuss von Flügelflitzer Kostic trotz freier Sicht nicht entschärfen konnte. „Das war ein Flatterball, aber es war ein beherzter Schuss“, kommentierte Sportdirektor Bruno Hübner. In der Folge boten sich erst recht Räume.

Eintracht so gut wie durch

„Wir werden versuchen, auf Sieg zu spielen und müssen den Grundstein für das Weiterkommen legen“, hatte der Österreicher Hütter, der nur knapp 40 Kilometer von Vaduz entfernt aufgewachsen ist, gefordert. Seine Spieler setzten dies bis auf minimale Unsicherheiten in der Defensive beeindruckend konsequent um.

Nach knapp einer halben Stunde schickte Paciencia Teamkollege Kostic, dieser erzielte von links kommend souverän das 2:0. Spätestens ab diesem Zeitpunkt stellte sich nur noch die Frage nach der Höhe des Sieges. Noch vor der Pause agierte Vaduz nach einer Ecke nachlässig, Neuzugang Kohr, der im Sommer von Bayer Leverkusen gekommen war, nutzte dies aufmerksam für den dritten Treffer.

Die zweite Halbzeit wurde drei Tage vor dem Pokalspiel bei Waldhof Mannheim zum Schaulaufen für die Eintracht. Paciencia und Gacinovic sorgten für den hochverdienten Endstand, der kroatische Vize-Weltmeister Ante Rebic traf noch die Latte (90.+1). In den Play-offs (22. und 29. August) würde es gegen Racing Straßburg oder den bulgarischen Vertreter Lokomotive Plowdiw gehen. Das Hinspiel gewannen die Franzosen auswärts mit 1:0.

Den Ticker des Spiels Eintracht gegen Vaduz finden Sie bei unseren Kollegen von fr.de*.

dpa

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