Pele: Maradona ist kein guter Trainer

+
Schenkt Diego Maradona weiterhin Martin Demichelis das Vertrauen?

Johannesburg - Vor dem Viertelfinal-Klassiker gegen Deutschland deuten sich Veränderungen im viermal siegreichen WM-Team von Diego Maradona an.

Laut argentinischen Medien erwägt der Coach vor allem Umstellungen im Defensivbereich. Sogar den von Maradona hoch geschätzten und bislang gesetzten Martin Demichelis könnte es am Samstag gegen das DFB-Team treffen. Zudem soll eine System-Änderung angedacht sein. Beim 1:0-Erfolg im Freundschaftsspiel gegen die deutsche Auswahl in München hatten die Argentinier ein 4-4-2 gespielt, bei der WM in Südafrika laufen sie mit einem 4-3-1-2 auf.

Von All Whites bis Zmajceki - die Spitznamen der WM-Teilnehmer

Von All Whites bis Zmajceki - die Spitznamen der WM-Teilnehmer

Kritisiert wurden in der Heimat nach den jüngsten Auftritten vor allem Mittelfeldakteur Ángel Di María und Innenverteidiger Demichelis. Maradona aber hält große Stücke auf den Bayern-Verteidiger und hat ihn schon nach dessen Schnitzer gegen Südkorea in Schutz genommen. “Er hat vielleicht ein Problem gehabt, aber das kann jedem Spieler der Welt passieren. Es hat uns nur stark gemacht“, hatte der Coach gesagt. Gesetzt bleibt für das Deutschland- Spiel unter anderem natürlich das Offensivtrio Lionel Messi, Carlos Tevez und der in der WM-Torschützenliste mit führende Gonzalo Higuaín.

Unterdessen hat Pele in der Dauerfehde mit Maradona noch einmal Kritik geübt. “Ich habe kein Problem mit Maradona“, sagte er im “Tagesspiegel“. “Ich glaube einfach nur, dass er kein guter Trainer ist. Er hat eine sehr ausgefallene Lebensführung und das kommt bei einer Mannschaft nur sehr selten gut an.“ Die Erfolge seien auf das Team und nicht auf den Coach zurückzuführen. “Da spielen nur Weltstars, die ordnen sich schon ganz gut alleine. Und vorne sorgt Messi für so viel Aufregung, dass viele Mitspieler große Räume frei haben.“

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare