5 Tipps für den Winter

Wellness von Sylt bis in den Süden

Saunaboot
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Kein gewöhnliches Boot: diese schwimmende Sauna - Finnfloat - fährt auf dem Müggelsee in Berlin. Foto: Sami Bill/Finnfloat Saunafloss/dpa-tmn
Silvaticum
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Teutoburger Wald: Yogis können unweit der Externsteine durch das Silvaticum spazieren - der Kurpark grenzt an das Seminarzentrum an. Foto: Marcel Kusch/dpa/dpa-tmn
Sebastianeum
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Sebastian Kneipp persönlich eröffnete bereits 1891 das prächtige Kneippkurhaus «Sebastianeum» im bayerischen Bad Wörishofen. Foto: Sebastianeum/dpa-tmn
Eissauna
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Bis minus 196 Grad Celsius: Doch durch die trockene Kälte fühlt sich die Eissaune eher wie minus fünf Grad an. Foto: 196GRAD Die Eissauna/dpa-tmn
Der herabschauende Hund
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Der «herabschauende Hund» ist eine bekannte Asana - so heißen im Yoga die Dehnungs- und Kräftigungsübungen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Maike Dohrn
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Maike Dohrn bietet in Blankenese ein außergewöhnliches Wellnesserlebnis an: die Eissauna «196 Grad». Foto: 196GRAD Die Eissauna/dpa-tmn
Wassertreten
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Zur ganzheitlichen Lehre von Sebastian Kneipp gehört mehr nur als Wassertreten und eiskalte Kniegüsse. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Bad Wörishofen
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Bad Wörishofen ist eng mit der traditionellen Lehre von Sebastian Kneipp verbunden - hier eröffnete er das Kneippkurhaus «Sebastianeum». Foto: Kur- und Tourismusbetrieb Bad Wörishofen/dpa-tmn
Terva-Aufguss
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Auf dem Saunafloß Finnfloat in Berlin haben Wellness-Freunde die Wahl: Rauchiger Terva-Aufguss, Wald- oder doch Kelo-Löyly?. Foto: Sami Bill/Finnfloat Saunafloss/dpa-tmn

Den Akku aufladen, den Körper reinigen oder einfach die Seele baumeln lassen: Wer sich im Winter etwas Gutes tun will, findet deutschlandweit verschiedene Kleinode für Wellness und Erholung.

Sylt/Bad Wörishofen (dpa/tmn) - Einfach erholen - mit Yoga, Fastenwandern, im Kneippkurhaus oder in der Eissauna. Dafür gibt es in ganz Deutschland besonders schöne Plätze, sofern die Corona-Regelungen es erlauben. Am besten kurz vorher dazu noch mal beim Anbieter informieren. Tipps für Winter-Wellness im Überblick:

Tipp 1: Weniger ist mehr - Fastenwandern auf Sylt

Sylt mal anders: Wie wäre es mit Gemüsebrühe, Säften und viel Tee, gepaart mit kilometerlangen Winterspaziergängen über die Nordseeinsel? «Beim Fasten können Körper und Geist komplett entrümpeln», erzählt Heike Werner, die in Westerland das Fastenhaus Werner führt.

Sie begleitet das ganze Jahr hindurch Gäste durch Fastenwander-Wochen. «Nach ein paar Tagen schon wird das Wohlbefinden gigantisch verbessert», sagt sie, «und die Gäste wundern sich immer wieder, dass sie dabei keinen Hunger verspüren und dazu zehn bis zwölf Kilometer über die Insel wandern können».

Gerade in unserer Überfluss-Kultur mit Volkskrankheiten wie Diabetes sei Fasten ein Mittel, um Heilungs- und Verjüngungsprozesse in Gang zu bringen. «Am Ende der Fastenwoche blicke ich stets in klare Augen und entspannte, glückliche Gesichter», erzählt die Insulanerin.

Tipp 2: Von der «Kobra» in die «Katze» - Yoga im Teutoburger Wald

Wie verheißungsvoll, einen kühlen Wintermorgen mit einem belebenden «Sonnengruß» starten. Der Sonnengruß ist eine klassische Aktivierungs- und Aufwärmübung einer Jahrtausende alten Praxis: Yoga.

Die Dehnungs- und Kräftigungsübungen, sogenannte Asanas, schulen Körper wie Geist und kurbeln das «Prana» an - also die Lebensenergie. Das Yoga Vidya Seminar- und Ausbildungszentrum in Horn-Bad Meinberg hält Betten für über tausend Gäste bereit.

Ob Anfänger oder Fortgeschrittene: Wer sich in den «herabschauenden Hund» schieben, wie eine «Kobra» recken oder zielstrebig wie ein «Krieger» nach vorn blicken möchte, findet in Deutschlands größtem Yoga-Zentrum die passenden Kurse.

Zudem können Yogis und Yoginis den am Seminarzentrum angrenzenden Kurpark - Silvaticum (lat. «silva» = Wald) - durchstreifen und eine botanische Weltreise unternehmen. Zu Beginn der 1960er Jahren wurden hier Bäume aus 14 Weltregionen angepflanzt. Gäbe es einen besseren Ort, um die Asana «Baum» zu praktizieren? Sie wirkt stabilisierend und hilft, den Stürmen des Lebens zu trotzen. Einatmen. Ausatmen. Om.

Tipp 3: Wasser marsch! - Kneippen in Bad Wörishofen

Sie wurde im Jahr 2015 von der deutschen UNESCO-Kommission ins Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen: die traditionelle Lehre Sebastian Kneipps.

Um Körper und Seele gesund zu halten, entwickelte Kneipp seine 5-Säulen-Philosophie. Sie beinhaltet neben Wasser auch Heilkräuter, Bewegung, gesunde Ernährung und innere Balance.

Kein anderer Ort ist bis heute so stark durch den Pfarrer und Hydrotherapeuten geprägt wie das bayerische Bad Wörishofen. Kneipp höchstpersönlich eröffnete hier 1891 das prächtige Kneippkurhaus «Sebastianeum». So erhielt das schmucke Städtchen - damals noch ein Dorf - vor 100 Jahren den Beinamen «Bad». Wer es nicht nach Bad Wörishofen schafft, kann in ganz Deutschland kneippen. Einen Überblick bietet der Kneippbund.

Tipp 4: Schöner schwitzen - Sauna auf dem Großen Müggelsee

Rebecca Lang und ihr finnischer Ehemann Sami Bill führen ein Leben zwischen Lappland und Berlin. Vor drei Jahren brachten sie das wohl wichtigste Stück finnischer Kultur nach Berlin: eine Sauna.

Genauer: eine schwimmende Sauna auf den Müggelsee. Bei Finnfloat dürfen bis zu acht Gäste mit dem Saunafloß hinaus auf den See schippern - und zwischen Mai und September sogar auf der Dachterrasse unter freiem Himmel übernachten.

Besonders verlockend ist das charmante Wellness-Domizil in den Wintermonaten, wenn sich Berlins größter See in Nebel und Schweigen hüllt und Saunameisterin Rebecca Lang das Holzfeuer anheizt.

Ob rauchiger Terva-Aufguss, Wald- oder Kelo-Löyly - eines darf nicht fehlen: die Vihta. Es ist der berühmte Büschel aus Birkenzweigen, mit dem sich die Finnen gegenseitig von unten bis oben sanft abklopfen.

Tipp 5: Ziemlich cool - Endorphinkick an der Elbe

Wem die rund 5000 Stufen im historischen Treppenviertel Blankenese als Fitnessparcours nicht reichen, der bekommt im Elbvorort Hamburgs einen Endorphinkick. In der Blankeneser Bahnhofstraße bietet Maike Dohrn mit « 196 Grad» ein besonderes Wellnesserlebnis: die Eissauna.

Nicht einmal in der Antarktis wird es so klirrend kalt, wie in ihrer Ein-Personen-Kältekabine: bis minus 196 Grad Celsius! Was unvorstellbar klingt, tut dem Körper gut «und durch die trockene Kälte fühlt es sich nur wie etwa minus fünf Grad an», erzählt Dohrn.

Der Effekt sei enorm: Der Stoffwechsel wird angekurbelt, das Immunsystem gestärkt; Hormone ausgeschüttet und Muskeln regenerieren sich. Damit nicht genug, soll der dreiminütige Kälteschock auch gegen Schmerzen, Schlafstörungen und Depressionen wirken.

Den Wellness-Trend der sogenannten Kryotherapie (Kältetherapie), und damit Eissaunen, gibt es mittlerweile in vielen deutschen Städten - ein schöner Frischekick für die dunkle Jahreszeit.

© dpa-infocom, dpa:201209-99-631365/1

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