Für anspruchsvolle Hobby-Knipser

Großer Sensor, kleine Kamera: Systemkameras bis 800 Euro im Test

Systemkamera mit Gimbal im Selfie-Modus.
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Für anspruchsvolle Fotografen bieten sich Systemkameras an.

Für die Urlaubsfotos kommt heutzutage in den meisten Fällen die Smartphone-Kamera zum Einsatz. Wer aber nicht nur zwischendurch ein paar Bilder machen will, sondern seiner Kreativität mit Wechsel-Objektiven und dem Spiel mit der Schärfentiefe freien Lauf lassen will, der braucht eine vollwertige Kamera. 

Systemkameras stellen einen gelungenen Kompromiss zwischen kompakter Bauform und hervorragender Bildqualität dar. Ihre Bildsensoren im APS-C-Format sind dieselben, die auch in vielen Spiegelreflexkameras zum Einsatz kommen und ihr Sucherbild ist zwar digital erzeugt, in der Regel aber so hoch aufgelöst, dass sie selbst in dieser Disziplin mühelos mit ihren größeren Schwestermodellen mithalten können.

Dabei haben Systemkameras nicht nur den Vorteil der kompakten Bauform auf ihrer Seite, der durch den Wegfall des Spiegel-Prismas entsteht, sondern sind zudem auch in der Lage, ihr elektronisches Sucherbild mit zahlreichen, für den Fotografen nützlichen Informationen, aufzuwerten. 

Bevor man sich eine Systemkamera anschafft, sollte man sich im Vorfeld genau überlegen, für welchen Hersteller man sich entscheidet. Der Grund: Wer das Hobby Fotografie in der Folge ernsthaft betreibt, wird um die Anschaffung von Wechselobjektiven nicht herumkommen. Weil die Optiken der Hersteller untereinander nicht kompatibel sind, ist man an das jeweilige Produktportfolio (inklusive Dritthersteller) gebunden. Ein Wechsel nach einigen Jahren der Objektiv-Anschaffung ist so nicht ohne Weiteres möglich.

Für 800 Euro kann man auf dem Kameramarkt durchaus etwas erwarten: Mindestens 20 Megapixel, Videoaufzeichnung in 4K-Auflösung und 30 Bildern pro Sekunde sollten das untere Ende der Leistungsskala markieren. Ebenso sollte ein elektronischer Sucher verbaut sein, da ein Display alleine vor allem in hellen Aufnahmesituationen Nachteile haben kann. Ob die Kamera einen Touchscreen verbaut haben muss, ist letzten Endes Geschmackssache.

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Systemkameras bis 800 Euro im Test: Sony Alpha A 6100 ist die beste

Das Testportal AllesBeste hat 19 Systemkameras bis 800 Euro getestet. Testsieger wurde die Sony Alpha A 6100. Die Kamera hat einen Sensor im APS-C-Format verbaut, der mit 24 Millionen Bildpunkten auflöst. Der Sensor stammt ursprünglich aus der deutlich teureren A 9 und sorgt nun auch im Mittelklasse-Segment für hervorragende, knackscharfe Fotos. Ebenso von der deutlich teureren Schwester hat die A6100 den Autofokus mit 425 Kontrast-AF-Sensoren geerbt. 

Wie es sich für eine moderne Systemkamera gehört, kann die Sony auch in 4K mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde Filmen und verfügt mit Bluetooth und WLAN über die wichtigsten kabellosen Schnittstellen.

Mehr Informationen und weitere empfehlenswerte Alternativen finden Sie im ausführlichen Systemkamera-Test von AllesBeste. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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