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Wetter im Herbst 2022: Viel Sonne in Niedersachsen

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Von: Andree Wächter

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Im Herbst war es warm und hat es mehr geregnet als im Durchschnitt. Mit Beginn des meteorologischen Winters am 1. Dezember wird das Wetter frostig in Niedersachsen.

Offenbach/Hannover – Sommer mit Rekordhitze, Tropennacht und ganz wenig Regen. Meldungen mit diesen Inhalten waren in den vergangenen Jahren die Regel statt die Ausnahme. Nun könnte man meinen: „Der Sommer war zu warm und zu trocken, doch im Herbst war das Wetter eigentlich wie immer in Niedersachsen.“ Weit gefehlt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Bilanz der drei Herbstmonate September, Oktober und November veröffentlicht. Laut den bislang vorliegenden Daten war der Herbst 2022 im Vergleich zum langjährigen Mittelwert deutlich zu mild in Deutschland, so der DWD. Basis für die Erhebung waren Daten von insgesamt 2000 Messstationen.

Wetter 2022 in Niedersachsen: Erstmals 40 Grad gemessen im Nordwesten – Herbst 2 Grad zu warm

Im Juli war die Temperatur in Niedersachsen nach den vorläufigen Daten des DWD erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnung auf 40 Grad Celsius gestiegen. Der in Barsinghausen-Hohenbostel (Region Hannover) gemessene Wert übertrumpfte den bisherigen Rekord des Bundeslandes um 0,4 Grad. Im Norden wurde mehrmals die 30-Grad-Marke geknackt – im August. Uwe Kirsche, Pressesprecher des DWD sagte: „Noch nie seit 1881 war der Zeitraum Januar bis November in Deutschland so warm wie 2022.“ 1881 begannen die Wetteraufzeichnungen.

Herbstliches Blatt im Regen
Bunte Blätter, zum warm und Regen – so lässt sich der Herbst 2022 in Niedersachsen zusammenfassen. © Patrick Pleul/dpa/Symbolfoto

Der Mittelwert für die ersten elf Monate lag bei 11,3 Grad Celsius. Den bisherigen Höchststand gab es 2020 mit 11,1 Grad für diesen Zeitraum. 2022 war also um 0,2 Grad wärmer. Das Temperaturmittel nur für den Herbst 2022 lag mit 10,8 Grad um 2,0 Grad über dem Wert der international Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 1,5 Grad.

Die ausgeprägte Trockenheit des Sommers wurde im Herbst beendet. Die dritte Jahreszeit 2022 war laut DWD „leicht überdurchschnittlich nass“. Es fielen deutschlandweit im Mittel rund 205 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das waren etwa zwölf Prozent mehr als in der Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 betrug das Plus etwa acht Prozent.

Wetter 2022 in Niedersachsen und Bremen: Schnee und Schneeregen zum Ende der Woche erwartet

Allerdings war der Regen ungleich verteilt. Während im Süden der Republik bis 500 Liter pro Quadratmeter fielen, waren es in Niedersachsen nur 167. Immerhin schien die Sonne 385 Stunden. Das sind über 100 Stunden mehr als im Mittelwert vergangener Jahre.

Pünktlich zum Start in den meteorologischen Winter am 1. Dezember gehen die Temperaturen deutlich zurück. Richtung Wochenende werden die Nächte zunehmend frostig. Die Feuchtigkeit schlägt sich zum Ende der Woche zunehmend in Schnee oder Schneegriesel nieder. Die Glättegefahr nimmt zu. Schneemassen werden aber noch keine erwartet, so der DWD. Im Harz gab es schon am 20. November knackige minus 11,6 Grad.

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