Hochwasser sinkt allmählich - Katastrophenalarm besteht weiter

Hitzacker - Der hohe Wasserstand der Elbe sinkt langsam aber stetig. Trotzdem ist in den Kreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg weiterhin der Katastrophenfall wegen des Hochwassers ausgerufen. In Hitzacker können die Menschen inzwischen in ihre Häuser zurückkehren.

Das Elbe-Hochwasser in Niedersachsen geht allmählich zurück, doch Entwarnung gibt es noch nicht. An vielen Pegeln seien die Wasserstände noch ähnlich hoch wie bei den Hochwassern 2002 und 2011, erklärte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Es sei „weiterhin Wachsamkeit geboten“.

Auch ein Sprecher der Stadt Hitzacker (Kreis Lüchow-Dannenberg), wo die Evakuierung der Altstadtinsel am Freitagmorgen aufgehoben wurde, betonte: „Wir haben immer noch ein gefährliches Hochwasser.“ Die Insel sei erst wieder frei zugänglich, wenn der Pegel der Elbe dort unter 7,46 Meter gefallen sei. Am Freitagnachmittag wurde noch ein Wasserstand von 7,66 Metern (14.54 Uhr) gemessen - normal ist ein Stand von 2,67 Meter. Auf dem Höhepunkt der Flut waren 8,18 Meter erreicht worden.

Rund 280 Anwohner der Altstadtinsel, die komplett von Nebengewässern der Elbe umschlossen ist, durften seit dem Morgen in ihre Häuser zurückkehren. Sie hatten ihre Wohnungen am Sonntag wegen des Elbe-Hochwassers vorsorglich räumen müssen, die Stadt blieb jedoch bislang von den Fluten verschont. Für Menschen, die nicht auf der Insel wohnen, war der Zutritt auch am Freitagnachmittag weiter gesperrt, zudem ist der Autoverkehr noch eingeschränkt.

Der Katastrophenstab des Landkreises Lüchow-Dannenberg geht davon aus, dass der Katastrophenalarm bis Anfang nächster Woche für den Kreis bestehen bleibt. Bis einschließlich Dienstag fällt dort auch noch der Schulunterricht in sieben Schulen aus.

Auch im Kreis Lüneburg gilt weiterhin der Katastrophenfall, der Schulbetrieb werde aber bis auf Amt Neuhaus wieder aufgenommen, teilte der Kreis mit. Die Pegelstände sänken zwar weiter, doch die Deiche würden noch permanent überwacht und kontrolliert, sagte eine Sprecherin. „Wir müssen weiterhin alles tun, dass die Deiche halten.“

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Über die Lage in Niedersachsen berichtet laufend "Hochwasser Niedersachsen"

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