Wetter in Bremen und Niedersachsen

Schon wieder: Amtliche Warnung vor Sturmböen

Der Deutsche Wetterdienst hat für Bremen und Niedersachsen erneut vor Sturmböen gewarnt. Zuvor hatten schon die Orkantiefs „Sabine“ und „Victoria“ für ungemütliches Wetter gesorgt. 

  • In Bremen und Niedersachsen wird es wieder ungemütlich
  • Gewitter und schwere Sturmböen kündigen sich an
  • Nach Orkantief weiterhin Gefahr bei Waldspaziergängen


Update, 29. Februar: Für Niedersachsen und Bremen gilt am Samstag und Sonntag erneut die Unwetterwarnstufe 2 des Deutschen Wetterdienstes. Vor allem im Weser-Ems-Gebiet, im Bergland und an der Küste sollen demnach Sturmböen bis zu 95 Stundenkilometer auftreten können. Am Abend wird eine deutliche Windzunahme erwartet.

Update, Mittwoch, 10.30 Uhr:Der Deutsche Wetterdienst warnt in einer Mitteilung von 10.30 Uhr für Niedersachsen und Bremen vor kräftigeren Schauern teilweise auch Schnee bis ins Flachland mit vorübergehender Glätte, Schwerpunkt in Südniedersachsen. In der kommenden Nacht erneut stellenweise Glättegefahr durch überfrierende Nässe oder einzelnen Schneeschauern.

Update, Dienstag, 7.30 Uhr: Das Wetter in Niedersachsen und Bremen wird am Dienstag ungemütlich. Tagsüber werde es stürmisch, vereinzelt drohten Gewitter, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Die Region liege im Einflussbereich eines Sturmtiefs, das von der Nordsee nach Südschweden ziehe, berichtet kreiszeitung.de*.

Im Norden und im Oberharz sei mit Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 80 Kilometer pro Stunde zu rechnen. An der Küste und teilweise auch weiter im Inland kann es den Angaben zufolge schwere Sturmböen um 95 Kilometer pro Stunde geben. In der Nacht lasse der Sturm nach, dafür bestehe dann Glättegefahr. Die Temperaturen steigen am Tag auf bis zu 10 Grad Celsius, in der Nacht auf Mittwoch sinken sie auf Tiefstwerte um 0 Grad.

Orkantief: Im Harz herrscht „akute Gefahr für Leib und Leben“

Update, Donnerstag, 10.20 Uhr: Weil nach den jüngsten Orkantiefs „Sabine“ und „Victoria“ noch immer Bäume umzustürzen und Äste herabzufallen drohen, warnt der Nationalpark Harz weiterhin vor dem Betreten der Wälder. „Es besteht nach wie vor akute Gefahr für Leib und Leben“, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Im gesamten Nationalpark gebe es noch immer zugefallene Wege und gefährliche Geländesituationen. 

Obwohl die Aufräum- und Reparaturarbeiten in vollem Gange seien, werde sich an der Gefahrenlage auch bis zum Wochenende nichts ändern, zumal bereits die nächsten Stürme angekündigt seien. „Sabine“ und „Victoria“ hatten überall im Harz Bäume entwurzelt und umgeworfen. In den Höhenlagen hatte es Orkanböen mit Geschwindigkeiten von zum Teil mehr als 160 Stundenkilometern gegeben.

Update, Mittwoch, 14.50 Uhr: Das Wetter in Niedersachsen und Bremen lädt am Mittwoch nicht gerade zu Aktivitäten im Freien ein. Immer wieder regnet es und der Wind frischt auf. Im Harz sind die Skigebiete aktuell geschlossen. Rund um den Wurmberg bei Braunlage liegt bei einstelligen Temperaturen im Plusbereich nicht genug Schnee. Die Winterwanderwege sind allerdings präpariert. Wenn es nachts friert, könnten die Pisten wieder beschneit werden, hieß es zuletzt von den Liftbetreibern. (jdw)

Unwetter in Niedersachsen und Bremen: Es bleibt wechselhaft mit Regen

Update, 19.55 Uhr: In Niedersachsen und Bremen geht es auch am Mittwoch wechselhaft weiter. Während am Vormittag noch die Sonne herauskommt, kann es nachmittags und abends regnen. Auch der Wind kann wieder auffrischen, meldet „Wetter Online“ am Dienstagabend. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 80 Prozent, die Temperaturen klettern auf etwa acht Grad in der Spitze, zum Beispiel in Syke. (jdw)

Neue Sturmböen an der Küste in Niedersachsen - wechselhaftes Wetter

Update, Dienstag, 9.30 Uhr:Die Niedersachsen müssen sich am Dienstag auf wechselhaftes Wetter und jede Menge Wind einstellen. Insbesondere an der Küste sei ab dem Vormittag auch mit stürmischen Böen und Sturmböen zu rechnen, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. Im Harz gebe es am frühen Morgen außerdem Schneeregen und leichte Schneefälle. Auch für den restlichen Tag waren die Aussichten eher trüb: Bei Temperaturen von maximal zehn Grad waren nach Angaben des Sprechers immer wieder Schauer und vereinzelte Gewitter zu erwarten.

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Natürschutz (NLWKN) warnte im ostfriesischen Norden für den Dienstagmorgen vor erhöhten Wasserständen an der Küste. Es bestehe Überflutungsgefahr für Strände und Vorländer. Alles in allem sei die Situation aber nicht vergleichbar mit der von vergangener Woche, als es wegen des Orkans „Sabine“ auf der Insel Wangerooge zu einem Strandabbruch kam, sagte ein Sprecher des Landesbetriebs: „Das, was jetzt abgelaufen ist, ist im Vergleich zu dem, was wir in der letzten Woche hatten, nicht so dramatisch.“

Sturm am Wochenende: Harzer Schmalspurbahnen fahren wieder

Update, 13.40 Uhr: Nach dem sturmbedingten Zwangsstopp am Sonntag fahren die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) wieder. „Alles rollt“, sagte Unternehmenssprecher Dirk Bahnsen am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Am frühen Montagmorgen seien zunächst vier Räumtrupps von Wernigerode, Nordhausen und Gernrode aus losgeschickt worden, um die Gleise des HSB-Streckennetzes von möglichen Baumstürzen zu befreien. Ausläufer des Sturmtiefs „Victoria“ hatten am Wochenende zu Behinderungen und Schäden geführt. Unter anderem in Wenigerode hatten Böen Dächer beschädigt.

In Großenkneten wurde das Dach eines Stallgebäudes samt Photovoltaik-Anlage abgedeckt.

Update, 10 Uhr: Umgestürzte Bäume, Blechschäden: Die Ausläufer des Sturmtiefs „Victoria“ haben in Niedersachsen und Bremen weniger gewütet als zuvor das Orkantief „Sabine“. Auf der Autobahn 29 bei Oldenburg rammten fünf Autos einen auf die Fahrbahn gestürzten Baum. Ein weiterer Wagen prallte beim Ausweichversuch in die Leitplanken. Auf der Autobahn 28 bei Westerstede stieß ein Streifenwagen gegen einen umgestürzten Baum. Die Feuerwehren mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Auch der Bahnverkehr war zwischenzeitlich beeinträchtigt. Für die Nordseeküste und die Elbe drohte Sturmflutgefahr.

Zwischen Bremen-Burg und Bremen-Vegesack wurde eine Bahnstrecke gesperrt, wie die Bahn am Montagmorgen mitteilte. Dort drohe ein Baum auf die Oberleitung zu fallen. Ansonsten rollten die Züge nach Angaben der Bahn am Montagmorgen wieder.

Bis Montagvormittag bestehe die Gefahr einer Sturmflut, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mit. Das Hochwasser an der ostfriesischen Küste und im Wesergebiet werde am Morgen und am Vormittag 1 bis 1,5 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen, im Elbegebiet etwa 1,5 Meter höher und an der Nordseeküste bis zu 2 Meter höher.

Im Landkreis Nienburg (Weser) stürzte am Sonntagabend bei Hoya ein Baum auf ein fahrendes Auto, die 21 Jahre alte Fahrerin blieb unverletzt. Auch der Wagen einer 23-Jährigen wurde beschädigt, sie konnte dem auf der Straße liegenden Baum nicht mehr rechtzeitig ausweichen, wie die Polizei mitteilte. In Edewecht im Landkreis Ammerland traf ein Baum einen vorbeifahrenden Kleintransporter, die drei Insassen blieben unverletzt. Der Kleintransporter wurde schwer beschädigt, das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Für die Bergungs- und Aufräumarbeiten wurde die Straße für etwa eine Stunde gesperrt.

Feuerwehr im Emsland melden umgeworfene Bäume und Zäune

Im Emsland gab es bis zum Sonntagabend rund 28 sturmbedingte Einsätze, wie der Feuerwehrpressesprecher der Samtgemeinde Nordhümmling mitteilte. „Überwiegend galt es, Bäume zu beseitigen. In einigen Fällen waren auch Zäune umgekippt.“ Nach Angaben der Polizei war es vergleichsweise ruhig. Auch in Stade, Hameln und im Kreis Holzminden rückte die Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume aus. Wegen des erwarteten stürmischen Wetters war in Damme im Landkreis Vechta am Sonntag auch die Strecke des Karnevalsumzugs verkürzt worden.

In ganz Niedersachsen meldete die Polizei umgestürzte Bäume. Verletzte gab es kaum, nur in Schneverdingen erlitt eine 33-Jährige schon am Sonntagmorgen leichte Verletzungen. Der Wagen der Frau war bei einer Windböe von der Straße abgekommen, in einen Graben gefahren und mit einem Baum kollidiert. Dennoch schrieb die Feuerwehr des Landkreises Aurich in der Nacht: „Victoria zeigt sich gnädig gegenüber Feuerwehren.“

Update, Montag, 7.45 Uhr: Ausläufer des Orkantiefs „Victoria“ haben am Sonntag in Niedersachsen zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen und zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr geführt - auch am Montagmorgen fielen Züge im Bremer Norden aus.

Auf der Autobahn 29 sind bei Oldenburg am Sonntag fünf Autos mit einem auf die Fahrbahn gestürzten Baum kollidiert. Ein weiterer Wagen prallte bei einem Ausweichversuch in die Leitplanke, wie die Polizei

mitteilte. Auf der Autobahn 28 bei Westerstede prallte ein Streifenwagen gegen einen umgestürzten Baum.

Sturm Victoria sorgte in der Nacht auf Montag auch im Landkreis Diepholz für Feuerwehr-Einsätze, unter anderem in Barnstorf.

Im Landkreis Nienburg (Weser) stürzte am Sonntagabend bei Hoya ein Baum auf ein fahrendes Auto. Auch der Wagen einer 23-Jährigen wurde beschädigt, sie konnte den auf der Straße liegenden Ästen nicht mehr rechtzeitig ausweichen, hieß es von der Polizei. In Edewecht (Landkreis Ammerland) traf ein Baum einen vorbeifahrenden Kleintransporter.

Sturm: Bäume stürzen auf Straßen - keine Verletzten

In ganz Niedersachsen meldeten die Polizeidirektionen und Feuerwehren zahlreiche umgestürzte Bäume, unter anderem in Syke - verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen aber niemand. Der Feuerwehrverband des Landkreises Aurich schrieb in der Nacht: „Victoria zeigt sich gnädig gegenüber Feuerwehren.“

Die Bahn konnte zwischenzeitlich unterbrochene Zugverbindungen am Abend und in der Nacht wiederherstellen.

Update, 14.45 Uhr: Kurzes Ski-Vergnügen im Harz: Die Pisten auf Niedersachsens höchstem Berg, dem Wurmberg bei Braunlage, sind schon wieder geschlossen. Am Samstag hatten dort Tausende Skifahrer und Rodler bei einem kurzem Winter-Gastspiel viel Spaß im Schnee gehabt. Anders als sonst bei gutem Skiwetter blieb ein Verkehrschaos im Ort aber aus.

Am Wurmberg im Harz freuten sich diese Kinder über reichlich Schnee. Die Skigebiete bleiben am Sonntag jedoch geschlossen.

„Jetzt ist der Schnee weg. Die Sonne scheint, es regnet und wir haben fast 10 Grad“, sagte am Sonntag ein Polizeisprecher in Braunlage. Der Betreiber der Seilbahn auf dem Wurmberg teilte mit, wegen eines Sturmtiefs mit milden Temperaturen und Regenschauern bleibe das Skigebiet noch mindestens bis Montag geschlossen. (dpa)

Update, Sonntag 11.25 Uhr: Der Sonntag hat in Niedersachsen und Bremen stürmisch begonnen. Der Grund dafür ist das Sturmtief Victoria. Insbesondere an der Nordseeküste ist es windig. Im Laufe des Tages sind Orkanböen möglich - auch im Binnenland. Dazu kann es immer wieder Regen geben, am Abend könnten vereinzelt Gewitter dazukommen. Die Temperaturen sind dabei sehr mild zwischen 13 und 16 Grad. In Süddeutschland könnte das Thermometer sogar auf 20 Grad klettern. (jdw)

Wochenende in Niedersachsen und Bremen startet mit Sonne

Update, Samstag 12.45 Uhr: Der Samstag ist in weiten Teilen von Niedersachsen und Bremen freundlich und mit Sonnenschein gestartet. Es soll jedoch im Laufe des Tages ungemütlicher werden. Regen ist vielerorts möglich, die Temperaturen können im Lauf des Wochenendes auf bis zu 16 Grad in Hannover steigen. Am Sonntag soll es dann wieder stürmisch werden.

Die alljährliche Wanderung der Amphibien zu ihren Laichplätzen beginnt aufgrund der milden Temperaturen und des anhaltenden Regens in Niedersachsen und Bremen früher als gewohnt. Im Landkreis Vechta seien Grasfrösche, Teich- und Bergmolche sowie Erdkröten schon auf Wanderung und auch in weiteren Teilen Niedersachsens machten sich die Tiere nach und nach auf den Weg, sagte Ludger Frye vom Nabu Vechta. (dpa/jdw)

Nach Schneefällen im Oberharz ist Wintersport möglich

Update, Freitag 15.15 Uhr: Nach Schneefällen im Oberharz herrschen auf dem Wurmberg bei Braunlage vergleichsweise gute Wintersportbedingungen - zumindest bis Samstag. Spätestens ab Sonntag wird es dann nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes auch im Harz so wie in ganz Niedersachsen wieder stürmisch.

Im Harz herrschen aktuell gute Wintersportbedingungen. Wenn es zu stürmisch wird, müssten die Skigebiete schließen.

Außerdem gehen die Temperaturen in die Höhe: In Hannover werden für Sonntag bis zu 16 Grad erwartet. Dort blühen auch schon die ersten Krokusse - die Natur ist im Norden deutlich früher am Start als normalerweise zu der Jahreszeit.

Auf dem höchsten Gipfel in Niedersachsen, dem 971 Meter hohen Wurmberg, waren am Freitag nach Angaben des Harzer Tourismusverbands bei Schneehöhen von bis zu 25 Zentimetern mehr als die Hälfte der 15 Pisten befahrbar. Die meisten Lifte werden nach Angaben der Seilbahngesellschaft am Samstag voraussichtlich noch in Betrieb sein.

Sturm kommt nach Niedersachsen: Skigebiete müssen wegen Sturm voraussichtlich schließen

„Sonntag und Montag müssen wir das Skigebiet dann wegen des starken Windes aber wohl schließen“, sagte Seilbahn-Chef Dirk Nüsse. Ab Dienstag werde das Thermometer dann wieder deutlich unter Null Grad fallen. „Dann können wir in den Nächten wieder beschneien“, sagte Nüsse. Er geht davon aus, dass dann zumindest bis Ende Februar auf dem Wurmberg Wintersport möglich sei.

In der laufenden Saison gab es wegen fehlenden Schnees auf dem Wurmberg erst sehr wenige Skitage. In den anderen Skigebieten im Oberharz, die zum größten Teil über keine Anlagen zur künstlichen Beschneiung verfügen, war bisher so gut wie kein Wintersport möglich. (dpa)

Wetter in Niedersachsen und Bremen: Schwere Sturmböen erwartet

Update, Freitag 9.30 Uhr: Trübe Wetter-Aussichten am Wochenende: Es werden teils schwere Sturmböen erwartet, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Freitag mitteilte. Am Samstagmorgen werde es voraussichtlich noch recht freundlich mit sonnigen Abschnitten im Südosten von Niedersachsen. Im Laufe des Mittags verdichten sich jedoch die Wolken, so die Prognose. Bei Temperaturen von 12 Grad in Bremen wird es laut DWD regnerisch und stürmisch. 

Auch am Sonntag müssen Menschen in Niedersachsen und Bremen mit Schmuddelwetter rechnen: Zwar steigen die Temperaturen auf 15 bis 16 Grad in Hannover, doch vor allem an der Küste werden teils orkanartige Böen erwartet. (dpa)

Starke Sturmböen an der Nordsee - Schiff verliert mehrere Container

Update, Donnerstag 14 Uhr: Am Mittwochnachmittag ist es aufgrund der starken Sturmböen an der Nordsee zu einem Schiffsunfall kurz vor Bremerhaven gekommen. Wie die zuständige Wasserschutzpolizei des Landes Bremen mitteilt, befand sich das aus Hamburg kommende Schiff gegen 14 Uhr kurz vor der Einfahrt in die Seeschifffahrtstraße Weser als sich mehrere Container lösten und umfielen.

Aufgrund der Wetterlage und in Verbindung mit dem Kurs und dem Wellenbild kam es an Bord zu starken seitlichen Bewegungen, so die Polizei. Dabei seien die obersten drei Container umgefallen und auf dem Schiff zum Liegen gekommen. Keiner der Container ging jedoch über Bord, heißt es. In ihnen habe sich auch kein Gefahrgut befunden, sodass keinerlei Gefahr für die Schifffahrt oder die Umwelt bestanden habe.

Das Schiff darf Bremerhaven nun erst wieder verlassen, wenn die betroffenen Container entladen worden sind.

Die drei Container sind umgekippt, jedoch nicht über Bord gegangen.

Update, Donnerstag, 12 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt eine Woche nach Orkan Sabine vor einem einem Sturm, der am Wochenende den Norden trifft. Dazu heißt es in einer Warnmeldung: Am Sonntag sollen in der Nordwesthälfte bis ins Flachland stürmische Böen oder Sturmböen auftreten, auf den Bergen und an der See Sturmböen oder schwere Sturmböen, exponiert an der Nordsee sowie auf den Bergen seien auch orkanartige Böen wahrscheinlich.

Frachter verliert wegen Sturmböen drei Container

Update, Mittwoch, 12.30 Uhr: Die Energie, mit der der Sturm im Zuge des Orkantiefs Sabine in den vergangenen Tagen über das Meer geweht sei, sorgt nun dafür, dass das Wasser gegen die Küste gedrückt wird. Dies erklärte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Mittwochmorgen mit Blick auf die Sturmflut an der Nordseeküste. Die Pegelstände lägen nach Messungen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie derzeit rund eineinhalb Meter über dem mittleren Hochwasser, heißt es weiter.

Neben Überflutungen sorgt auch der immer wieder auffrischende Wind für Anspannung im Norden Deutschlands. So sei in Cuxhaven laut Polizeibericht ein Ast auf zwei fahrende Autos gefallen. Alle Insassen blieben jedoch unverletzt. In Papenburg knickte durch den Wind ein Baum um und fiel ebenfalls auf ein fahrendes Auto. Auch hier wurde niemand verletzt.

Vor der niederländischen Küste hatte ein Frachter am Dienstag im Sturm fünf Container verloren. Dies meldete die niederländische Küstenwache. In drei der Container sei Papier gewesen. Was sich in den anderen beiden befand, war noch unklar. Als der Frachter „OOCL Rauma“ den Verlust meldete, sei er außerhalb der üblichen Schifffahrtsrouten gefahren.

An der Küste ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) noch den ganzen Mittwoch über mit orkanartigen Sturmböen zu rechnen. Im restlichen Niedersachsen kann es immer wieder schwere Sturmböen mit Regen-, Schnee- und Graupelschauern geben. Erst am Donnerstag nimmt der Wind dann merklich ab.

Bremen: Überschwemmte Straßen nach Sturmflut

Update, Mittwoch, 7.30 Uhr: Eine Sturmflut an der Nordseeküste hat am Mittwoch für Überschwemmungen gesorgt. In Bremerhaven seien mehrere Straßen und Parkplätze betroffen, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Dank rechtzeitiger Warnungen seien jedoch alle Autos rechtzeitig weggefahren worden. Auch in Bremen gab es mehrere überschwemmte Straßen. Verletzt wurde niemand. In Cuxhaven trat das Wasser am Hafen über die Kaimauern und setzte einige Plätze unter Wasser.

Eine Sprecherin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie sagte am Morgen, dass die Pegelstände an der gesamten Nordseeküste rund eineinhalb Meter höher als das mittlere Hochwasser lagen. (dpa)

Nach Sturm Sabine folgt Schneefall in Niedersachsen und Bremen

Update, Dienstag, 7.20 Uhr:Nach dem Wintersturm Sabine beruhigt sich das Wetter in Niedersachsen und Bremen langsam wieder. In der Nacht zum Dienstag sollte der Wind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes  (DWD) nachlassen. Bedingt durch Schneefall kam es in der Region Oldenburg in der Nacht zu mehreren Unfällen - verletzt wurde dabei niemand.

An der Küste und auf den Inseln richteten sich die Menschen auf weitere Sturmfluten ein. Ein Sprecher des Niedersächsischen Landesbetriebs für Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sagte, es würden nach der leichten Sturmflut am Montagmittag noch vier weitere bis Mittwoch erwartet, danach werde man den genauen Schaden begutachten.

Der Bürgermeister von Wangerooge, Marcel Fangohr, sagte nach dem Strandabbruch auf der Insel am Montag bereits: „Wenn das drei Tage so anhält, dann werden wir vielleicht nachher gar keinen Strand mehr haben.“ Zwischen Norderney und dem Festland sollten am Dienstag keine Schiffe fahren, ebenso nach Juist.

Auch in Wilhelmshaven wurde der Schaden noch begutachtet. „Allerdings zeichnet sich bereits ab, dass er durchaus dramatisch ist“, hieß es in einer Mitteilung am Montagnachmittag. Neben Schäden an Gebäuden und Autos seien zahlreiche Bäume entwurzelt worden. Die Aufräumarbeiten sollten bis in die kommende Woche andauern.

Nach Sturmtief Sabine: Auf Wangerooge ist ein Stück Strand abgerissen.

Zugverkehr und Flugverkehr in Niedersachsen und Bremen läuft wieder

Im Zugverkehr in Niedersachsen und Bremen gab es laut Deutscher Bahn bereits am Montagnachmittag „keine größeren Störungen“ mehr. Auch am Flughafen Hannover, wo am Montag rund jeder dritte Flug ausgefallen war, standen für Dienstag zunächst nur zwei Ausfälle im Plan.

Für Spaziergänge in den Wäldern gaben die Landesforsten noch keine Entwarnung. „Durch die aktuell noch stürmische Wetterlage ist auch weiterhin von einem Waldbesuch abzuraten“, sagte Vizepräsident Klaus Jänich am Montagnachmittag. „Auch nach dem Abflauen des Sturmes ist weiter mit Gefahren in unseren Wäldern durch herabfallende Äste und umstürzende Bäume zu rechnen.“ (dpa)

Nach Orkantief Sabine: Wangerooge beklagt Strand-Abriss

Update, 17.30 Uhr:Orkanartige Böen, Sturm, Regen, Hagel - alles hatte Orkantief Sabine im Gepäck. Der heftige Wintersturm richtete aber nach einer ersten Bilanz in Niedersachsen weniger Schäden als befürchtet an. In Bremen gab die Feuerwehr am Montag offiziell Entwarnung. In der Nacht sollte der Wind laut Deutschem Wetterdienst vorübergehend abflauen. Während sich der Verkehr auf Straße und Schiene zunächst weitgehend normalisierte, stellten sich Küsten und Inseln auf Sturmfluten ein.

Küste und Inseln: Auf Wangerooge riss das aufgepeitschte Meer ein riesiges Stück Strand mit. Die Abbruchkante sei teilweise bis zu zwei Meter hoch und erstrecke sich am Hauptstrand über eine Länge von etwa einem Kilometer, sagte der Vize-Ratsvorsitzende der Insel, Peter Kuchenbuch-Hanken (Grüne). Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos) sagte, der Scheitelpunkt der Flut sei höher als vorausberechnet gewesen. „Wenn das drei Tage so anhält, dann werden wir vielleicht nachher gar keinen Strand mehr haben.“

Auf Wangerooge halten sich laut Fangohr derzeit nur wenige Touristen auf, die die Insel auch ohne Fähren verlassen könnten. Während vom Flugplatz Norddeich wegen hoher Windgeschwindigkeiten keine Maschinen mehr nach Juist und Norderney starteten, wurde Wangerooge bis Montagnachmittag beinahe stündlich angesteuert.

Nach Angaben des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz werden nach der leichten Sturmflut am Montagmittag noch vier weitere bis Mittwoch erwartet. Danach werde man den Schaden begutachten, so ein Sprecher. Auch die Häfen bereiteten sich auf leichte Überflutungen der Hafenanlagen vor.

Der Fährverkehr von und zur Insel Borkum wurde am Sonntagnachmittag eingestellt. Insulanerin Erika Amshoff musste bei einer Freundin auf dem Festland übernachten. „Wir sind das gewohnt. Wir sagen dann immer: So‘n bisschen Wind.“ Die 47-Jährige erinnert sich, wie ihr Vater einst im Sturm raus musste, um den Deich zu reparieren; da seien die Auswirkungen von Orkan Sabine harmlos. Insel-Leuchtturmwärter Hans-Jürgen Clausing nennt Windstärken neun bis zehn wie am Vortag ebenfalls harmlos: „Wir sind andere Stürme gewohnt.“

Zugverkehr in Niedersachsen und Bremen: Der Bahnverkehr lief am Montag wieder im Regionalverkehr langsam wieder an. „Das sieht alles relativ gut aus“, so eine Bahnsprecherin mit Blick auf den Norden. Am Sonntagabend ging dagegen nichts mehr. Die Deutsche Bahn hatte auch am Hauptbahnhof Hannover Übernachtungszüge bereitgestellt, die von 110 gestrandeten Fahrgästen genutzt wurden. Eine von ihnen war Birgit Schiller. „Wirklich geschlafen habe ich nicht“, sagt die Brandenburgerin aus Luckenwalde, die übers Wochenende Freunde in Holzminden im Weserbergland besucht hatte. Die Bahn habe Essenspakete, Zahnbürsten und Decken bereitgestellt. „Der Bahn kann man da keinen Vorwurf machen, die hat ja tagelang vorher gewarnt. Ich dachte einfach, dass ich es vor dem Sturm noch schaffe“, erzählt Schiller.

Autobahnen: Auf der A29 wurde ein Lkw mit Anhänger durch den Wind auf der Brücke über den Fluss Hunte umgerissen. Das Fahrzeug lag quer auf der Fahrbahn, der Fahrer wurde laut Polizei verletzt. Der Lkw habe dem Wind eine zu große Angriffsfläche geboten, so ein Sprecher. Wegen Sturmschäden gesperrt war in der kompletten Nacht und am Morgen die zentrale Nord-Süd-Verbindung, die Autobahn A7, zwischen Hildesheim und dem Dreieck Salzgitter. „Das war schon ein großer Sturm für uns“, sagte Erhard Wien von der Autobahnmeisterei Hildesheim. Mithilfe von Kettensägen entfernten Straßenmeister einige umgestürzte Bäume. Die A1 und A39 mussten zur Räumung kurzfristig gesperrt werden.

Flughäfen: Rund ein Drittel der Flüge wurde am Flughafen Hannover gestrichen. Wahrscheinlich ab Dienstag werde wieder der normale Flugplan gelten, hieß es. In Bremen wurden am Sonntag 10 abgehende und 14 ankommende Flüge gestrichen; am Montag waren es 6 ankommende und 8 abgehende Flüge.

Feuerwehr und Polizei: Viel zu tun hatten die Feuerwehrleute und Polizisten im Land. Insgesamt gab es in Niedersachsen bis zum frühen Montagmorgen rund 1000 Polizeieinsätze. Umgestürzte Bäume führten zu Dauereinsätzen, viele Straßen waren blockiert. Im Harz etwa waren außer Nebenstrecken auch mehrere Bundesstraßen nicht passierbar, wie ein Polizeisprecher in Goslar sagte.

Schulen: In vielen niedersächsischen Landkreisen sowie in Bremen und Bremerhaven blieben die allgemeinen und berufsbildenden Schulen am Montag wegen "Sabine" geschlossen. „Die Lageeinschätzung der Feuerwehr war mehr als deutlich“, begründete eine Sprecherin der Bremer Bildungsbehörde den Schritt.

Harz und Wald: Auf dem Brocken brachte es Tief Sabine in Böen auf Geschwindigkeiten von bis zu 171 Kilometer je Stunde. Der Wert wurde am Montagmorgen um 4.00 Uhr auf dem Gipfel gemessen, wie der DWD in Offenbach mitteilte. Sturm Sabine ist laut DWD ein Winterorkan, wie er etwa alle zwei Jahre vorkommt. So stark wie „Kyrill“ (2007) oder „Lothar“ (1999) sollte Sturm Sabine aber nicht werden. Die Nationalparkverwaltung Harz warnte „dringend“ vor einem Besuch der Wälder. „Es besteht weiterhin eine akute Gefahr für Leib und Leben“, sagte ein Sprecher. (dpa)

Orkan Sabine: Orkanböen in Niedersachsen und Bremen weiter möglich

Update, 9.45 Uhr: Orkan Sabine hat Süddeutschland erreicht. Der Wind erreichte auf den Gipfeln in Deutschland Spitzengeschwindigkeiten, meldet der Deutsche Wetterdienst. So wurden auf dem Brocken im Harz Böen mit bis zu 171 Stundenkilometern gemessen. Der Spitzenwert mit 177 Stundenkilometern wurde auf dem Feldberg im Schwarzwald gemessen.

Auf der Rückseite der Front - unter anderem gerade in Niedersachsen und Bremen - gibt es Schauer und Gewitter mit Windböen von bis zu 100 Stundenkilometern. Stürmisch bleibt es an der Küste und in Norddeutschland wohl bis Mittwoch, auch Orkanböen sind weiterhin möglich, meldet „wetter.com“. Von Waldspaziergängen im Wald ist abzuraten.

Orkantief Sabine: Zugverkehr rollt wieder - Schäden gering

Update, 8.45 Uhr: Mit dem Tageslicht ist das Ausmaß der Schäden durch Orkantief Sabine sichtbar geworden. Nach ersten Angaben der Behörden sind diese geringer als zunächst erwartet ausgefallen. 

In Weyhe (Landkreis Diepholz) stürzte eine Tanne auf ein Wohnhaus. Die Feuerwehr war mehere Stunden im Einsatz. Überall in Niedersachsen und Bremen stürzten Bäume auf Gleise und Straßen, so zum Beispiel in Verden. Dort geriet auch ein Baugerüst in Schieflage, die Feuerwehr entschärfte die Gefahrenlage. Auch die B214 bei Nienburg ist durch Bäume blockiert worden, die Feuerwehr konnte die Fahrbahn wieder zügig abräumen. Im Bereich der Großleitstelle Oldenburg sind bis zum späten Abend 592 Einsätze gezählt worden, allein 311 davon entfielen auf die Feuerwehr.

Nachdem sich die Lage im Zugverkehr in Bremen und Niedersachsen am Morgen deutlich entspannt hat, meldet die Deutsche Bahn wieder Probleme durch Orkan Sabine, unter anderem auf der Strecke der S1 Hannover-Minden. Zwischen Haste und Wunstorf liegt ein Baum im Gleis, die Strecke ist gesperrt. Auf vielen Strecken fahren die Züge aber wieder. Der Fernverkehr soll ab etwa 10 Uhr wieder anrollen. Verspätungen wird es den ganzen Tag über geben.

Orkan Sabine: Schulausfall in Bremen und Niedersachsen

Update, Montag, 6.45 Uhr: Orkan Sabine ist über Niedersachsen und Bremen gezogen und hat viele Einsäze für Polizei und Feuerwehr verursacht. Es kommt zu zahlreichen Schulausfällen, der Bahnverkehr in Bremen und Niedersachsen läuft langsam wieder an.

Zum Thema Schulausfall: Zuletzt haben der Landkreis Verden und der Landkreis Diepholz mitgeteilt, dass der Unterricht am Montag an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen ausfällt. Auch der Unterricht der Lebenshilfe Verden fällt aus. In der Stadt Oldenburg fällt der Unterricht in der ersten und zweiten Stunde aus, ab der dritten Stunde findet der Unterricht wie gewohnt statt.

Weitere Schulausfälle werden gemeldet aus: Bremen, Osnabrück, Delmenhorst, Hildesheim, Göttingen, Kreis Nienburg, Kreis Oldenburg, Emsland, Harz, Holzminden, Kreis Schaumburg, Kreis Cloppenburg, Wilhelmshaven, Kreis Hameln-Pyrmont, Kreis Region Hannover.

Orkan Sabine: Bahnverkehr rollt in Bremen und Niedersachsen an

Zum Bahnverkehr in Bremen und Niedersachsen: Nachdem der Zugverkehr am Sonntagabend in vielen Regionen zum Erliegen gekommen ist, rollen die Züge am Montagmorgen wieder an. Auf der Linie RE9 Bremen-Osnabrück ist der Betrieb wieder aufgenommen worden, nachdem ein Baum im Gleis für die Einstellung des Zugbetriebs sorgte.

Aktuell - Stand 6.35 Uhr - gibt es noch Behinderungen auf den Strecken RB81 Bodenfelde-Northeim, S5 Hannover-Paderborn und S51 Seelze-Hameln. 

Im Streckennetz des Metronom können die Züge wieder fahren, allerdings mit verminderter Geschwindigkeit, sodass es zu Verspätungen kommt. Nur der Streckenabschnitt RE3 Uelzen-Bienenbüttel kann noch nicht befahren werden. Der Erixx fährt ebenfalls, jedoch nur mit maximal 15 Stundenkilometer. Auf den Zügen befinden sich Sägetrupps, um eventuell Bäume im Gleis zu beseitigen, heißt es in einer Pressemitteilung am Morgen.

Im Netz der Nordwestbahn sind die ersten Züge am Montagmorgen ausgefallen, heißt es auf Twitter. Doch inzwischen läuft der Verkehr auf den Strecken der Regio-S-Bahn in Bremen und umzu wieder. Es kann zu Verspätungen kommen.

Der Fernverkehr der Deutschen Bahn ist am Montagmorgen noch massiv gestört. Ab voraussichtlich 10 Uhr soll der Zugverkehr wieder aufgenommen werden.

Schulausfälle durch Orkan Sabine in Bremen und Niedersachsen

Update, Sonntag, 21.50 Uhr: Auch im Landkreis Diepholz fällt am Montag die Schule aus. Das gab der Landkreis soeben bekannt. Auch hier fällt die Schule aus: Bremen, Osnabrück, Delmenhorst, Hildesheim, Göttingen, Kreis Nienburg, Oldenburg, Emsland, Harz, Holzminden, Kreis Schaumburg, Kreis Cloppenburg, Wilhelmshaven, Kreis Hameln-Pyrmont, Kreis Region Hannover.

Update, Sonntag, 20 Uhr: In den Landkreisen Diepholz, Vechta und Cloppenburg wird am Montag teilweise keine Post ausgeliefert. Betroffen seien alle Bereiche mit den Postleitzahlen 48 und 49.  Die Entscheidung diene dem Schpot.deutz der Mitarbeiter, betonen Postsprecher laut der Oldenburgischen Volkszeitung am Sonntag.

Update, Sonntag, 19.40 Uhr: Dauereinsatz für die Helfer von Polizei und Feuerwehr in Bremen: Der Orkan „Sabine“ gönnte den Einsatzkräften insbesondere seit Sonntagnachmittag kaum Pause. Die Polizei sprach am Abend von mehr als 70 Einsätzen, die bis dahin glimpflich verliefen. Es habe Sachschäden, aber keine Verletzten gegeben. 

Den Angaben zufolge traf es vor allem zahlreiche Baustellen. Absperrungen flogen durch die Gegend. Am Abend wurde es in der Nähe des Aalto-Hochhauses in der Vahr gefährlich, denn dort lösten sich nach Angaben des Polizeisprechers Fassadenteile. Der Bereich um das Gebäude wurde daraufhin abgesperrt. 

An einer Baustelle auf der A1 flog eine Plane von einem Sandhaufen. Die Folge: ein Sandsturm, der die Sicht der Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn behinderte. Das Technische Hilfswerk deckte den Sand wieder ab. Die Feuerwehr hatte es unter anderem mit umgestürzten und entwurzelten Bäumen sowie heruntergefallenen Dachziegeln zu tun.

Im Landkreis Diepholz im Süden Bremens war die Feuerwehr bis zum frühen Abend rund 50-mal im Einsatz, unter anderem war ein Baum auf den Anbau eines Hauses in Kirchweyhe gestürzt. Zum Zeitpunkt des  Vorfalls befanden sich keine Personen in dem Gebäude.

Update, Sonntag, 19.25 Uhr: Ein im Emsland in einem umgestürzten Baum gefahrener Intercity-Zug aus Amsterdam mit 300 Reisenden hat seine Fahrt fortgesetzt - nach zweistündiger Zwangspause auf offener Strecke. Allerdings sind die Passagiere noch lange nicht an ihrem Ziel: Der IC nach Berlin sei bis nach Rheine (NRW) weitergefahren und habe wegen des zunehmenden Sturms „Sabine“ seine Fahrt dort beendet, teilte die Deutsche Bahn am Sonntag mit. Vor Ort kümmere sich die Bahn darum, ob die Reisenden einquartiert werden oder ihr Ziel noch mit einem Regionalzug erreichen können. Wegen des Sturmtiefs „Sabine“ wollte die Bahn den Fernverkehr am Sonntagabend nach und nach einstellen.

Auch der Regionalverkehr in Niedersachsen war am Sonntagabend zunehmend beeinträchtigt. Auf immer mehr Verbindungen schränkte die Deutsche Bahn das Angebot ein oder stellte den Verkehr komplett ein. Das Regionalbahnunternehmen Metronom kündigte an, ab 17 Uhr die Züge vorsorglich nur noch mit höchstens Tempo 80 zu fahren, später wurden dann Ausfälle auf den Strecken bekanntgegeben. Auch die Westfalenbahn, die Nordwestbahn und die erixx meldeten Verspätungen.

Update, Sonntag, 19.05 Uhr: Nach der Ankündigung für den Kreis Goslar melden nun auch Bremen, Bremerhaven und Delmenhorst Schulausfälle. In den Schulen der Städte fällt der Unterricht am Montag für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 10 wegen des Sturms „Sabine“ aus. In Stadt und Landkreis Osnabrück fällt der Unterricht am Montag sogar an allen allgemein bildenden Schulen und allen berufsbildenden Schulen aus.

Update, Sonntag, 18.30 Uhr:Die Nordwestbahn hat in allen Netzes den Betrieb wegen des Orkans „Sabine“ eingestellt. Das teilte das Unternehmen gegen 18 Uhr auf Twitter mit. 

Auch im Netz der erixx und des Metronom fallen seit dem frühen Abend alle Linien aus. Züge, die noch auf den Strecken unterwegs waren, sollten ihre Endbahnhöfe noch erreichen, heißt es in einer Pressemeldung. Betroffen von den Auswirkungen des Orkans „Sabine“ sind die Züge auf folgenden Strecken: 

  • RE 10 Hannover – Hildesheim – Bad Harzburg
  • RB 32 Lüneburg – Danneberg
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Update, Sonntag, 17.30 Uhr: Die Deutsche Bahn wird den Fernverkehr in ganz Deutschland nach und nach einstellen. In seinem Presse-Blog teilte der Konzern mit: „Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und zunehmender Windstärken hat sich die DB dazu entschieden, beginnend in NRW nach und nach alle Züge des Fernverkehrs bundesweit an größeren Bahnhöfen enden zu lassen.“

Update, Sonntag, 17.20 Uhr: In Niedersachsen werden die ersten Schulausfälle gemeldet: In den Schulen im Landkreis Goslar, einschließlich der Stadt Goslar, fällt der Unterricht am Montag an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen wegen der extremen Witterung aus, geht aus einer Meldung hervor.

Update, Sonntag, 17.05 Uhr: „Sabine“ sorgt auf dem Brocken für extreme Orkanböen im Harz. Bis zum frühen Sonntagabend wurden Spitzengeschwindigkeiten von 156 Kilometer pro Stunde gemessen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig sagte. Laut Prognosen könnte es der Orkan auf dem Brocken-Plateau im Laufe der Nacht auch noch auf Tempo 180 bringen. Die Harzer Schmalspurbahnen hatten schon am Sonntagmittag vorsorglich ihre Fahrten zum Brocken eingestellt - die Einschränkungen sollen bis Dienstagnachmittag dauern.

Orkantief „Sabine“ tobt an Niedersachsens Küste.

Update, Sonntag, 16.30 Uhr: Ein Intercity-Zug ist im Emsland während des aufziehenden Sturmtiefs „Sabine“ in einen umgestürzten Baum gefahren und steckt auf offener Strecke fest. In dem IC von Amsterdam nach Berlin sitzen etwa 300 Reisende, teilte die Deutsche Bahn am Sonntag mit. Ein Notfallmanager sei unterwegs zu dem Unfallort bei Salzbergen zwischen dem Grenzbahnhof Bad Bentheim und Rheine. Bislang erwartet die Bahn, dass der Zug mit einer Verspätung von zwei Stunden seine Fahrt fortsetzen kann. Die Regionalzüge werden über das Gegengleis umgeleitet, verspäten sich und halten nicht in Schüttorf und Salzbergen.

Update, Sonntag, 15.35 Uhr: Vom heranziehenden Sturmtief „Sabine“ umgerissene Bäume blockieren an mehreren Orten in Niedersachsen erste Verkehrsverbindungen - unter anderem eine Bundesstraße im Harz. Die B498 sei zwischen Goslar/Oker und Clausthal/Altenau in beide Richtungen gesperrt worden, teilte die Polizei in Goslar am Sonntag per Twitter mit. Die Feuerwehren, Straßenmeistereien sowie der Landkreis seien im Einsatz. Im weiteren Verlauf wurde die B498 auch zwischen Altenau und Romkerhalle gesperrt. Auch aus den Orten Osterode und Herzberg wurden Sturmschäden und Behinderungen gemeldet.

Am Nachmittag werde der Sturm richtig in Fahrt kommen, warnte die Polizei. „Wer nicht unterwegs sein muss, bleibt am besten im Haus und macht es sich gemütlich“, rieten die Beamten. „Für den Rest: Fahrt vorsichtig, umsichtig und beachtet die Sperrungen.“

Unterdessen mussten die Hilfsdienste auch in vielen anderen Landesteilen ausrücken. Meist ging es um umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten. Im gesamten Emsland liefen die Sturmeinsätze an, teilte die Feuerwehr mit.

Auch auf den Autobahnen in Niedersachsen kam es zu sturmbedingten Behinderungen. Auf der A28 zwischen Westerstede und Bad Zwischenahn stürzte ein Baum auf die Fahrbahn, wie die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen mitteilte. Auf der A30 zwischen Bad Bentheim und Schüttorf wehte ein Ast auf den linken Fahrstreifen.

Update, Sonntag, 15.20 Uhr: Nach dem Fernverkehr schränkt die Deutsche Bahn in Niedersachsen wegen des Sturmtiefs „Sabine“ nun auch den Regionalverkehr ein. Die Fahrten der Regionalexpress-Züge zwischen Bremen und Norddeich wurden eingestellt, teilte die Deutsche Bahn mit. 

Eingestellt wurden im Weserbergland die Linie zwischen Bodenfelde und Northeim sowie die S-Bahnlinien von Hannover ins westfälische Minden sowie nach Nienburg. Keine Einschränkungen meldeten unterdessen zunächst die Westfalenbahn, der Metronom, die Eurobahn und die Nordwestbahn, die andere der Regionalstrecken quer durch Niedersachsen betreiben.

Update, Sonntag, 14.15 Uhr: „Sabine“ lässt in Niedersachsen Züge und Fähren an der Küste ausfallen, mancher kann dem aber auch etwas Positives abgewinnen. „Endlich mal ein langes Wochenende! Dank Orkan Sabine!“, schrieb die auf Borkum lebende Grünen-Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz am Sonntag per Twitter. 

Sie reagierte damit auf einen Tweet der Emder Zeitung, die darüber informierte, dass die Nordseeinsel vom Fährverkehr abgeschnitten sei. Der Orkan lasse keine sicheren Überfahrten zur Insel zu. Auch für Montag und Dienstag wurden Behinderungen im Verkehr nach Borkum erwartet. Janssen-Kucz ist im Landtag unter anderem Sprecherin der Grünen für Häfen und Schifffahrt.

Update, Sonntag, 13.30 Uhr: Das Orkantief Sabine hat im ostfriesischen Leer für erste Schäden gesorgt. Die Fußgängerzone sei großräumig gesperrt worden, weil sich diverse Dachelemente und Dachplatten von Gebäuden gelöst hätten und auf die Straße zu fallen drohten, teilte die Leitstelle der Polizei Ostfriesland mit. 

Update, Sonntag, 11 Uhr: Erste Ausläufer von Orkantief Sabine sollten an der Nordsee laut Deutschem Wetterdienst (DWD) schon am Vormittag zu spüren sein. Im Laufe des Tages breitet sich der Sturm dann wohl mit einzelnen Orkanböen auf Niedersachsen und Bremen und die Mitte des Landes aus. Dort werde der Höhepunkt in der Nacht zum Montag erreicht, im Süden am frühen Montagmorgen. Die Deutsche Bahn kündigte am Sonntagvormittag den Ausfall zahlreicher Zugverbindungen an. Gefährdete Regionen wie Emden, Norddeich, Kiel und Westerland seien ab der Mittagszeit nicht mehr mit Fernverkehrszügen zu erreichen. Etliche Fährverbindungen zu den Nordseeinseln wurden bereits eingestellt.

Die ersten Ausläufer des Sturmtiefs "Sabine" haben die Nordsee erreicht.

Der Tierpark Petermoor im Landkreis Diepholz schließt vorsorglich um 12 Uhr.

Update Sonntag, 8.30 Uhr: Am Sonntag finden wegen des erwarteten Sturms Sabine keine Fahrten zur Nordseeinsel Wangerooge statt.

Update, Sonntag, 8 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat mittlerweile eine amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen in der Zeit von Sonntag 15 Uhr bis Montag 2 Uhr herausgegeben.

Wegen Sturmtief Sabine ist nun das Fußball-Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Sonntagnachmittag abgesagt worden.

Erste Ausläufer des Orkantiefs werden die Menschen in Niedersachsen und Bremen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) voraussichtlich am Sonntagvormittag zu spüren bekommen. Im Laufe des Tages breitet sich "Sabine" demnach mit schweren Sturmböen und einzelnen Orkanböen auf den gesamten Norden und die Mitte Deutschlands aus, wie der DWD am Samstag mitteilte.

Holzheizmesse im Landkreis Oldenburg abgesagt

Wegen des anrückenden Orkantiefs Sabine ist die Holzheizmesse in Harpstedt (Landkreis Oldenburg) für Sonntag abgesagt worden. Das Forstamt Ahlhorn habe entschieden, die Veranstaltung auszusetzen, um Besucher und Aussteller vor der Gefahr durch Sturmböen zu schützen, teilten die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) am Samstag mit. Bei gutem Wetter hatten die Organisatoren für die beiden Veranstaltungstage am Wochenende mit insgesamt bis zu 10.000 Besuchern gerechnet.

Orkan aktuell: Wie heftig wird Tief Sabine?

In einer Vorabinformation für Unwetter heißt es auf der Website: Ab Sonntagnachmittag erfasst das Sturmfeld eines Orkantiefs über der Nordsee Deutschland. Verbreitet werden Sturmböen und schwere Sturmböen bis 100 Stundenkilometer erwartet. Mit Kaltfrontpassage und in Verbindung mit Gewittern sind in der Nacht zum Montag Orkanböen um 120 Stundenkilometer wahrscheinlich. 

Orkantief Sabine ist laut DWD ein Winterorkan wie er etwa alle zwei Jahre vorkommt. So stark wie Kyrill (2007) oder Lothar (1999) werde Sabine nicht. Der DWD warnte am Sonntagmorgen vor Unwetter unter anderem in Teilen von Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Schulausfall aufgrund Sturmwarnung?

Viele große Städte in Nordrhein-Westfalen - darunter Köln, Düsseldorf, Essen, Aachen und Gelsenkirchen - lassen den Unterricht an städtischen Schulen am Montag ausfallen, wie sie am Freitag und Samstag mitteilten. Über aktuelle Schulausfälle in Bremen und Niedersachsen informieren wir an dieser Stelle laufend. Bis Sonnntag, 10 Uhr, wurden noch keine Schulausfälle gemeldet.

Ob die Schule ausfällt, wird bei extremem Wetter am frühen Morgen entschieden. Ein Unterrichtsausfall wird so schnell wie möglich von der Senatorin für Kinder und Bildung bekannt gegeben.

Zugausfall: Diese Rechte haben Bahnreisende

Zugausfälle und Verspätungen: Wenn ein Sturm den Bahnverkehr in Bremen und Niedersachsen durcheinanderwirbelt, sorgt das bei Fahrgästen für Frust. Auch in diesem Fall greifen die Fahrgastrechte. Aber dürfen Berufstätige wegen eines Sturms zu Hause bleiben? Wie sind die Regeln?

Angesichts des Orkans Sabine zeigt sich die Deutsche Bahn kulant bei bereits gekauften Tickets. Das Unternehmen empfiehlt Reisenden, geplante Zugfahrten im Zeitraum von Sonntag bis Dienstag zu verschieben.

Alle Tickets im Fernverkehr, die an den kritischen Tagen vom 9. bis einschließlich 11. Februar betroffen sind, behalten demnach ihre Gültigkeit - und können bereits am Samstag und bis mindestens Dienstag, den 18. Februar, genutzt werden. Das gelte auch für zuggebundene Tickets. Alternativ lassen sich die Fahrkarten kostenlos stornieren. Fahrgäste bekommen dann ihr Geld zurück. Die Erstattung können Reisende in den Reisezentren der Bahn, DB-Agenturen und im Internet mit dem Fahrgastrechte-Formular beantragen.

Erreichen Bahnreisende ihr Ziel mit erheblicher Verspätung, erstattet die Bahn generell einen Teil des Ticketpreises. Ab 60 Minuten Verspätung gibt es 25 Prozent des Fahrpreises zurück, ab 120 Minuten 50 Prozent. Entscheidend ist dafür die Ankunftszeit am Zielort.

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Mit Material von dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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