Weihnachtspäckchen-Aktion

Freude hinter Gittern: „Schwarzes Kreuz“ schickt Geschenke an Gefangene

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Freunde und Verwandte dürfen ihren Angehörigen keine Geschenke ins Gefängnis schicken - daher wird das Schwarze Kreuz“ aktiv.

Für Strafgefangene kann Weihnachten trostlos sein. Das „Schwarze Kreuz“ möchte das ändern und ruft dazu auf, Gefängnisinsassen ein kleines Präsent zu schicken. 2018 haben so viele Menschen ein Päckchen verschickt wie nie zuvor.

Celle - Die christliche Straffälligenhilfe „Schwarzes Kreuz“ sammelt bundesweit wieder Weihnachtspakete für Inhaftierte. Bis zum 8. Dezember könnten sich Menschen anmelden, die Gefangenen ein Päckchen zusammenstellen wollten, teilte Ute Passarge von der Straffälligenhilfe mit Sitz in Celle mit. Besonders begehrt seien Dinge wie Kaffee, Schokolade oder auch ein paar nette Worte.

Dabei zähle die Geste für den einzelnen Gefangenen oft weit mehr als ein paar Leckereien, sagte Passarge: „Es ist vor allem das Gefühl, dass ein anderer Mensch an ihn denkt und ihm Gutes wünscht.“ Manchmal könne dies ein Schritt für Inhaftierte sein, das eigene Leben neu auszurichten, sagte Ute Passarge.

„Schwarzes Kreuz“ 2018 mit Rekordbeteiligung

Angehörige und Freunde von Gefangenen dürften wegen Sicherheitsbedenken den Inhaftierten keine Päckchen zu Weihnachten schicken. Gerade an den Festtagen schlügen jedoch Einsamkeit und Verzweiflung bei vielen Inhaftierten heftiger zu.

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Im vergangenen Jahr sei mit 1130 Päckchen ein neuer Rekord erzielt worden, sagte Passarge. Das „Schwarze Kreuz“ hilft nach eigenen Angaben seit 1925 Straffälligen in ganz Deutschland. Seit 1953 verschickt der Verein bundesweit Weihnachtspäckchen in Gefängnisse. Die Geschäftsstelle in Celle begleite und berate darüber hinaus Inhaftierte und rund 500 Ehrenamtliche, die sich unter anderem mit Gesprächskreisen in den Justizvollzugsanstalten engagieren, hieß es.

epd

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