Bericht des NDR

Ehepaar soll Mädchen missbraucht haben - über viele Jahre hinweg

In einer Wohngruppe in Gifhorn sollen einem Medienbericht zufolge offenbar über Jahre junge Mädchen missbraucht worden sein.

Gifhorn - Unter Missbrauch-Verdacht steht ein Ehepaar, das die Gruppe über 25 Jahre geleitet hat, wie der NDR berichtet. Im Januar 2019 sei schließlich Anzeige erstattet worden. Bis 2007 sei die Diakonie in Gifhorn Trägerin des Projektes gewesen. Dortige Verantwortliche zeigten sich gegenüber dem Sender entsetzt und bestürzt.

In der Gruppe waren den Angaben zufolge teils schwer traumatisierte Kinder untergebracht. Alle Opfer seien zu den Tatzeiten der Staatsanwaltschaft zufolge zwischen 6 und 16 Jahren alt gewesen. Als Haupttäter gilt den Ermittlern laut Medienbericht der Ehemann. Er habe erniedrigende und quälende Handlungen an den Opfern vorgenommen und stehe im Verdacht des sexuellen Missbrauchs in elf Fällen. Die Frau müsse zumindest von den Taten gewusst, aber nichts unternommen haben. Sie selbst werde in fünf Fällen des Missbrauchs von Schutzbefohlenen verdächtigt. Beide sitzen aktuell in Untersuchungshaft.

Polizei Gifhorn stellt Beweise für Missbrauch sicher

Die Polizei habe viele Beweise sichergestellt. Insgesamt gehe es um Dokumente und Datenträger mit einem Volumen von 90 Terabyte. Die Auswertung könne sich über Monate hinziehen, hieß es. Zudem sollten alle früheren Bewohner ausfindig gemacht und als Zeugen befragt werden. Dabei müsse dem Bericht zufolge allerdings auch auf Daten der Jugendämter zurückgegriffen werden, da Akten von Kindern in Wohngruppen zehn Jahre nach dem Verlassen der Gruppe vernichtet würden.

epd

Quelle: kreiszeitung.de

Rubriklistenbild: © Andreas Rother

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