Niedersachsen wollen Weihnachtsbaum selbst schlagen

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Selbstgefällt ist besser: Die Niedersachsen sägen ihre Bäume zunehmend selbst.

Hannover - Immer mehr Niedersachsen wollen ihren Weihnachtsbaum selbst aussuchen und schlagen. „Das Selbersägen wird immer beliebter. Die Zuwächse sind wirklich zu spüren“, sagte Bernd Oelkers, Vorsitzender des Verbandes der Weihnachtsbaumerzeuger Niedersachsen, am Mittwoch in Hannover.

Der Verband ist mit dem Baumverkauf in diesem Jahr sehr zufrieden. „Der vierte Advent war sehr erfolgreich. Die Nachfrage ist explosionsartig angestiegen.“ Die Umsätze seien im Vergleich zum Vorjahr insgesamt stabil geblieben. Ein Grund dafür ist Oelkers zufolge die Wirtschaftskrise. „Wir profitieren von der Krise. Wenn die Stimmung im Ganzen nicht so super ist, wird Weihnachten wichtiger. Damit wird auch der Weihnachtsbaum wichtiger“, sagte der Verbandschef. Mit der Nordmanntanne, der Blau- oder der Rotfichte machten es sich die Menschen in den eigenen vier Wänden gemütlich. Dass die Absatzzahlen seit Jahren nicht zurückgehen, sondern teilweise sogar leicht steigen, liege auch daran, dass es in Deutschland immer mehr Single-Haushalte gibt.

Niedersachsen ist ein wichtiges Land für den Anbau von Weihnachtsbäumen. Rund 25 bis 30 Prozent aller in Deutschland verkauften Bäume wachsen in diesem Bundesland. Außerdem gibt es in Schleswig-Holstein, im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) und im Spessart (Hessen und Bayern) Weihnachtsbaumplantagen. Deutschlandweit werden etwa 27 Millionen Tannen und Fichten verkauft.

Oelkers beobachtete in diesem Jahr zwei neue Tendenzen: Es wurden vermehrt kleinere und dafür hochwertigere Bäume gekauft. „Die Leute achten mehr auf Qualität und kaufen lieber beim Fachhändler“, sagte Oelkers. Zudem gebe es den Trend zum Zweitbaum. „Es werden zunehmend auch Zweitbäume für Balkon und Terrasse gekauft,“ sagte er.

Quelle: kreiszeitung.de

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