Kein Bedarf für Impfdosen

Niedersachsen gibt über 120.000 Astrazeneca-Impfdosen zurück

Zu Beginn war der Corona-Impfstoff rar, nun ist mittlerweile zu viel Covid-19-Impfstoff vorhanden. Niedersachsen schickt nun tausende Impfdosen an den Bund zurück.

Hannover/Bremen –Vor dem Hintergrund einer nachlassenden Impfnachfrage wird das Land Niedersachsen 120 400 ungenutzte Impfdosen des Herstellers Astrazenca an den Bund zurückgeben. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, reiche der Bestand in den Impfzentren für die noch zu erwartenden Impfungen mit diesem Vakzin aus.

Das in den Verteilerzentren gelagerte Präparat werde «in Kürze an den Bund zur weiteren Verwendung» zurückgegeben. Eine Rückgabe der mRNA-Impfstoffe und des Impfstoffs von Johnson & Johnson sei derzeit hingegen nicht geplant.

In einem der dpa vorliegenden Schreiben hat der Bund den Ländern die Möglichkeit eröffnet, „Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen“, an das zentrale Lager des Bundes zurückzugeben.

Rückgabe von Impfdosen: Durch nachlassende Impfnachfrage will Hamburg 60.000 Impfdosen von Astrazeneca und Johnson & Johnsonzurückgeben

Hamburg wird vor dem Hintergrund einer nachlassenden Impfnachfrage rund 60.000 Impfdosen von Astrazeneca zurückgeben.

Ungenutzte Astrazeneca Impfdosen will das Land Niedersachsen wieder zurückgeben.

Die Möglichkeit zur Rückgabe gelte zunächst nur für die Mittel von Astrazeneca und Johnson & Johnson und auch nur für solche Impfstoffe, die die zentralen Lager der Länder nicht verlassen haben – also nicht zwischenzeitlich an Impfzentren oder Arztpraxen geliefert wurden, heißt es in dem Schreiben.

„Nur so kann die pharmazeutische Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der COVID-19-Impfstoffe unter Einhaltung der erforderlichen Lagerungs- und Transportbedingungen sichergestellt werden.“

Impfdosen-Rückgabe in Bremen: Was passiert mit den 24.000 Dosen von Astrazenca

Das Bundesland Bremen machte keine Angaben zu einer möglichen Rückgabe. In den Impfzentren in Bremen und Bremerhaven lagere ein Vorrat von 24.000 Dosen Astrazeneca, der erst im Oktober verfalle, teilte das Gesundheitsressort mit. Weitere Lieferungen von Astrazeneca seien gestoppt worden. Alle gelieferten Impfdosen von Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson seien verplant. (dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Marcus Brandt

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