Bund-Länder-Konferenz

Corona-Lockdown: Familienbesuche an Ostern wohl vom Tisch

Trotz steigender Infektionszahlen erhoffen sich die Bundesländer nahe der Küste, dass ein Osterurlaub möglich ist. Vor der Bund-Länder-Konferenz wurde offenbar eine mögliche Sonderregelung bereits gestrichen.

Hannover - Die drei Küstenländer Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen schlagen vor, trotz hoher Corona-Zahlen den Bürgern auch hierzulande einen kontaktarmen Urlaub über Ostern zu ermöglichen. Zulässig sein soll dies aber nur innerhalb des eigenen Bundeslandes und in Selbstversorger-Einrichtungen mit eigenen sanitären Anlagen.

Also etwa in Ferienwohnungen, Ferienhäusern oder Wohnmobilen, wie die Sprecherin der niedersächsischen Landesregierung, Anke Pörksen, am Sonntag mitteilte. Für den Vorschlag wollen die drei Länder bei der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Montag werben. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil schließt einen Osterurlaub nicht aus, hält aber Aussagen darüber derzeit für verfrüht.

Vertreter des Gastgewerbes, des Einzelhandels, Schausteller und Veranstalter protestieren gegen Schließungen und Auflagen im Corona-Lockdown. Gefordert wird ein klarer Öffnungsfahrplan mit verbindlichen und nachvollziehbaren Kriterien.

In Bremerhaven wurden unterdessen neue Corona-Regeln erlassen*. In den vergangenen Tagen hat Hamburg bereits die Notbremse gezogen*. In der Hansestadt ist nun sogar eine Ausgangssperre im Gespräch*.

Ostern 2021: Corona-Sonderregel wohl vom Tisch

Viele Menschen sehnen sich nach einem Kurzurlaub in Deutschland, was nach den bislang geltenden Regelungen nicht möglich ist. Die Entscheidung der Bundesregierung, unter anderem Mallorca für Urlaubsreisen über Ostern zu öffnen, stieß vor diesem Hintergrund bei vielen Bürgern auf Unverständnis.

Eine Sonderregel, die Familienbesuche an Ostern erlaubt hätte, scheint mittlerweile vom Tisch zu sein. Man habe sich in informellen Last-Minute-Beratungen vor den Bund-Länder-Beratungen zum Coronavirus darauf geeinigt, spezielle Familienregelungen für die Ostertage zu streichen, berichtet Business Insider.

Laut einer Beschlussvorlage, die im Vorfeld des Gipfels durchgesickert war, hätte es an Ostern in Bezug auf die aktuellen Kontaktbeschränkungen eine Ausnahmeregelung geben können. Der Vorschlag sah vor, vom 2. bis 5. April Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Familienangehörigen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre zu erlauben. Kreiszeitung.de, 24hamburg.de und nordbuzz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.
mit Material der dpa

Rubriklistenbild: © Michael Sohn

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