Mobilheim erdrückt 54-Jährigen

Bienenbüttel - Beim Umsetzen seines Mobilheims ist ein 54-Jähriger im Kreis Uelzen von dem dreimal sechs Meter großen Häuschen erdrückt worden.

Nach Angaben der Polizei vom Freitag war der Mann unter das aufgebockte Heim in einer Wochenendhaussiedlung in Bienenbüttel gekrabbelt, vermutlich um eine Seilwinde anzubringen. Auf dem kiesigen Untergrund rutschten dann aber die Unterstellböcke weg und der Mann wurde unter seinem Mobilheim in Holzhütten-Optik begraben. Die Frau des 54-Jährigen, die sich in der Nähe befand, hatte einen lauten Krach gehört und sofort Hilfe geholt.

Die Rettungskräfte konnten dem Mann aber nicht mehr helfen. Er erlag seinen schweren inneren Verletzungen. Um die Leiche zu bergen, hob die Feuerwehr dasHäuschen mehrfach mit einer Sackkarre an und bockte es auf Holzbalken auf.

Mobilheime sind in der Regel größer als Wohnwagen und ähneln mit Anschlüssen für Gas, Wasser, Abwasser und Strom eher kleinen Häuschen. Größere Varianten besitzen oft auch Einbauküche und ein Duschbad. Mobilheime besitzen aber im Gegensatz zum Wohnwagen kein echtes Fahrgestell für den Transport im Straßenverkehr, sondern nur eine einfache Achse für das Schleppen auf kurzen Strecken. Für lange Strecken werden die Häuschen auf Tieflader gesetzt.

Bei Dauer-Campern sind Mobilheime beliebt, weil sie einem echten Haus in Komfort und Ausstattung nahe kommen. Wegen der theoretischen Mobilität durch die Achse müssen aber nicht die Bauvorschriften für echte Häuser beachtet werden. Nach Angaben der Polizei war der 54-Jährige mit Wohnsitz in der Wochenendhaussiedlung gemeldet.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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