Zweiter Streiktag

Lufthansa-Streik: Massive Ausfälle in Bremen, Hannover, Hamburg und Münster

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Der Lufthansa-Streik wird auch die Flughäfen Bremen, Hannover, Hamburg und Münster/Osnabrück treffen.

Der zweite Tag des Lufthansa-Streiks trifft die Flughäfen der Region massiv. Nur wenige Maschinen werden am Freitag nach München und Frankfurt abheben.

  • Bundesweiter Lufthansa-Streik am 7. und 8. November
  • Ausfälle an Flughäfen Bremen, Hannover, Hamburg und Münster/Osnabrück
  • Nur wenige Flüge zu den Drehkreuzen München und Frankfurt

Update, 8. November, 9 Uhr: Der Lufthansa-Streik geht am Freitag in die zweite Runde und wird die Flughäfen in der Region massiv treffen. Nur sehr wenige Flüge zu den Drehkreuzen München und Frankfurt werden starten.

Am Flughafen Bremen startet lediglich eine von zwölf geplanten Maschinen am Freitag, und zwar die Verbindung um 10.10 Uhr nach München. Frankfurt ist gar nicht per Flugzeug erreichbar am Freitag.

Ähnlich ist die Situation am Flughafen Hannover. Von dort sollen am Freitag nur zwei der geplanten 16 Abflüge erfolgen. Gegen 9.30 Uhr startet eine Lufthansa-Maschine nach München. Um 10.30 Uhr geht es nach Frankfurt.

Am Flughafen Hamburg sind aktuell vier Abflüge nach München geplant. Nach Frankfurt soll nach aktuellen Planungen keine Maschine abheben.

Auch am Flughafen Münster/Osnabrück hat der Lufthansa-Streik massive Auswirkungen auf die Flüge zu den Drehkreuzen. Am frühen Morgen ist eine Maschine nach Frankfurt abgeflogen. Insgesamt sollen vier Flüge in Richtung Main abheben. München wird am Freitag gar nicht angeflogen. (jdw)

Erster Streiktag bei der Lufthansa trifft Niedersachsen/Hamburg hart

Update, 7. November, 10.30 Uhr: Der 48-Stunden-Streik des Lufthansa-Kabinenpersonals hat begonnen. An den Flughäfen in der Region sind erste Flüge ausgefallen. 

Am Bremer Flughafen fallen folgende Flüge am 7. November aus: 6 Uhr nach München, 8.20 Uhr nach Frankfurt, 9.15 Uhr nach München, 10.35 Uhr nach Frankfurt, 12.55 Uhr nach München, 14.35 Uhr nach Frankfurt, 17.20 Uhr nach München, 18.40 Uhr nach München, 19 Uhr nach Frankfurt. Am 8. November fallen aus: 6 Uhr nach München, 6.40, 8.20, 10.40 und 14.35 Uhr nach Frankfurt, 17.20, 18.35 Uhr nach München, 19 Uhr nach Frankfurt. Mit den Rückflügen sind insgesamt 31 Verbindungen gestrichen worden.

Am Flughafen Hannover fallen am 7. November 11 von 16 geplanten Abflügen und Ankünften aus. Die Planung für den 8. November stehe noch nicht fest, heißt es am Morgen.

Am Flughafen Münster/Osnabrück fallen am 7. November ebenfalls zahlreiche Flüge aus. Betroffen sind die Verbindungen 6 Uhr nach München, 12.50 Uhr nach München, 17.15 Uhr nach München. Am 8. November fallen aus: 6, 12.50 und 17.15 Uhr nach München. Die Verbindungen nach Frankfurt finden nach aktuellem Stand statt.

Auch am Flughafen Hamburg sind zahlreiche Lufthansa-Verbindungen von und nach München und Frankfurt gestrichen worden. Flugreisende sollen sich bei der Lufthansa über den aktuellen Flugstatus informieren.

Lufthansa-Streik: Bundesweit fallen 1.300 Flüge aus

Update, 6. November, 16.30 Uhr: Die Lufthansa streicht bundesweit am Donnerstag/Freitag etwa 1.300 Flüge, rund 180.000 Passagiere seien davon betroffen, heißt es vom Konzern. Von den 3.000 geplanten Flügen sollen 2.300 am Donnerstag stattfinden. Am Freitag sind 2.400 von 3.000 Starts geplant. Der Sonderflugplan soll am Nachmittag veröffentlicht werden, die Passagiere würden bis zum Abend informiert.

Die Auswirkungen des Streiks auf die Flughäfen Bremen, Hannover, Hamburg und Münster/Osnabrück sind am frühen Nachmittag noch unklar. Die Lufthansa-Webseite war zeitweise nicht erreichbar.

UFO-Streik: Lufthansa-Flüge im Norden fallen aus

Erstmeldung, 5. November: Die Geduld der „Unabhängigen Flugbegleiter Organisation“ UFO ist am Ende. Mehrere Gesprächsversuche mit dem Lufthansa-Konzern seien gescheitert, jetzt soll das Kabinenpersonal bundesweit in den Ausstand treten, heißt es von der UFO. Die Lufthansa will den Streik gerichtlich verbieten lassen. Auch an einem Ersatzflugplan werde gearbeitet, berichtet kreiszeitung.de*.

Der Hintergrund des 48-Stunden-Streiks ist eine andauernde Auseinandersetzung zwischen Lufthansa und UFO. Der Konzern erkennt die UFO nicht als vertretungsberechtigte Gewerkschaft für das Kabinenpersonal an. Nun folgt der bundesweite Streik von Donnerstag, 7. November, 0 Uhr bis Freitag, 8. November, 24 Uhr.

Bundesweiter Lufthansa-Streik: Frankfurt und München massiv betroffen

Bestreikt werden Flüge der Lufthansa, die in und aus Deutschland starten. Streikaufrufe für die Lufthansa-Tochtergesellschaften Lufthansa CityLine, Germanwings, Eurowings und Sun Express könnten laut Gewerkschaft jederzeit folgen.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hat vor dem Streik ein Gesprächsangebot der Lufthansa abgelehnt.

Der 48-Stunden-Ausstand wird auch massive Auswirkungen auf die Flughäfen in der Region haben. Wir geben einen Überblick über die Lufthansa-Flüge an den Flughäfen Bremen, Hannover, Hamburg und Münster/Osnabrück.

Lufthansa-Streik am Flughafen Bremen

Vom Flughafen Bremen fliegt Lufthansa die beiden Drehkreuze München und Frankfurt an. Nach Frankfurt und zurück sind täglich zehn Verbindungen betroffen - insgesamt 20 Flüge an diesen Tagen. Von und nach München sind täglich 14 Flüge eingeplant - also 28 Verbindungen. Insgesamt können bis zu 48 Flüge von/nach Bremen gestrichen werden. Die Eurowings-Verbindung zwischen Bremen und Stuttgart wird aktuell nicht vom Streik betroffen sein.

Lufthansa-Streik am Flughafen Hannover

Vom Flughafen Hannover fliegt die Lufthansa ebenfalls die Drehkreuze Frankfurt und München an. Nach Frankfurt und zurück sind zwölf Flüge täglich geplant - also 24 Verbindungen an Donnerstag und Freitag. Von und nach München könnten bis zu 40 Verbindungen am 7. und 8. November ausfallen. Die Eurowings-Verbindungen nach Stuttgart, Wien und Palma de Mallorca sind vom Streik ausgenommen.

Lufthansa-Streik am Flughafen Hamburg

Vom Flughafen Hamburg bedient die Lufthansa München und Frankfurt. Die Eurowings-Verbindungen am 7. und 8. Oktober finden statt. Von und nach Frankfurt sind an den beiden Tagen 32 Starts und Landungen im Flugplan vorgesehen. Von und nach München sind 48 Starts und Landungen vorgesehen. So könnten bis zu 80 Verbindungen vom Streik betroffen sein.

Lufthansa-Streik am Flughafen Münster/Osnabrück

Auch vom Flughafen Münster/Osnabrück bedient Lufthansa die Drehkreuze Frankfurt und München. Von und nach Frankfurt sind am Donnerstag und Freitag insgesamt 16 Verbindungen geplant. Von und nach München sollen 20 Flüge gehen. Welche der insgesamt 36 Verbindungen stattfinden, ist noch unklar. Die Eurowings-Maschine nach Palma de Mallorca soll am Donnerstag, 7. Oktober, wie geplant abheben.

Lufthansa geht auf Gewerkschaft UFO zu

Lufthansa-Chef Carsten Spohr lud die Vertreter von UFO, der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie der Industriegewerkschaft Luftverkehr (IGL) für Mittwochabend zu einem Spitzengespräch ein, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Doch die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO lehnte das Angebot ab, war am Mittwoch zu erfahren.

Unterdessen hat das Arbeitsgericht Frankfurt einen Eilantrag der Lufthansa abgelehnt und den Streik der Flugbegleiter für rechtens erklärt. Das wurde am Mittwoch bekannt. Nun rief der Konzern in zweiter Instanz das hessische Landesarbeitsgericht an, das noch am Mittwochabend urteilen wollte.

Lufthansa-Streik: Infos für Fluggäste

Wer am Donnerstag und Freitag, 7. und 8. Oktober, mit der Lufthansa fliegen will, sollte sich auf der Webseite der Lufthansa informieren. Die Airline arbeite an einem Ersatzflugplan, heißt es. Betroffene Kunden der Lufthansa können ihre Flüge kostenlos umbuchen oder im Inland kostenlos mit der Deutschen Bahn fahren. Das Ticket muss vor dem 4. November ausgestellt worden sein. Der alternative Flug muss spätestens am 15. November starten.

Zuletzt sind die Lufthansa-Tochtergesellschaften im Oktober 2019 bestreikt worden. Doch die Auswirkungen auf die Flughäfen Hannover und Bremen blieben gering.

Mit Material der dpa

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