Abrechnung im Drogenmilieu

Schüsse aus vorbeifahrendem Auto: Prozess startet neu

Im April 2018 wurden in Lüneburg mehrere Schüsse auf eine Gruppe von sieben Männern abgegeben. Hintergrund soll ein Streit um Drogengeschäfte gewesen sein. Nun wird der Prozess neu gestartet.

Update, 8. August 2019: Prozess startet neu

Aus einem fahrenden Auto heraus sollen zwei Männer in Lüneburg auf eine Gruppe von Menschen geschossen haben - nun kommen die beiden Männer erneut vor Gericht. 

Wie das Landgericht Lüneburg am Donnerstag mitteilte, beginnt der neue Prozess am kommenden Montag. Das erste Verfahren musste im Herbst vergangenen Jahres ausgesetzt werden, weil ein Richter länger erkrankte. 

Die beiden 23 und 26 Jahre alten Angeklagten, ein Türke und ein staatenloser Mann, kommen wegen siebenfachen versuchten Mordes vor Gericht. Sie sollen im April 2018 nachts mehrfach aus einem fahrenden Auto auf eine Gruppe von sieben Männern geschossen haben. Ein 20-Jähriger wurde dabei an Schulter und Bein getroffen. 

Hintergrund soll ein Streit um Drogengeschäfte gewesen sein. Der Prozess findet unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt.

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Sie hatte mit Hochdruck nach dem 21-Jährigen gefahndet und auch mehrere Wohnungen durchsucht. Der Mann steht im Verdacht, durch mehrere Schüsse in der Nacht zum vergangenen Mittwoch einen 20 Jahre alten Mann schwer verletzt zu haben. Der Täter war nach den Schüssen in einem schwarzen Wagen geflüchtet. Das Fahrzeug wurde am Freitag in Hamburg sichergestellt. Die Polizei ging von einer Abrechnung im Drogenmilieu aus und ermittelt wegen versuchten Totschlags. Der Verdächtige soll nach der Vorführung bei einem Richter in Haft kommen.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) begrüßte, dass sich der Verdächtige der Polizei gestellt hat. Er wünsche eine genaue Aufklärung der Hintergründe, damit Spekulationen aufhörten, teilte Mädge am Abend mit. Die Polizei hatte zuvor bereits erklärt, dass der Angriff nichts mit Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Familienclans zu tun habe.

dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa-avis

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