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LNG-Terminal in Wilhelmshaven hat erste Druckprüfung bestanden

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Von: Andree Wächter

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Das LNG-Terminal in Wilhelmshaven ist auf der Zielgeraden. Das Verlegen der Rohre ist abgeschlossen und liegt vor dem Zeitplan.

Wilhelmshaven – Mit den LNG-Importterminals will Deutschland Ersatzlieferungen für fehlendes Pipeline-Gas aus Russland ermöglichen. Nun sind die Erdarbeiten für die neue Pipeline des Importterminals für Flüssigerdgas (LNG) in Wilhelmshaven nahezu abgeschlossen. „Alle Rohre der Wilhelmshavener Anbindungsleitung (WAL) liegen im Boden, die Gräben sind zu 99 Prozent mit Erde verfüllt“, teilte der Gasnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE) mit.

LNG-Terminal Wilhelmshaven: Spezialschiff für Mitte Dezember erwartet

In den kommenden Wochen sollen nun noch Restarbeiten erledigt werden, bevor dann die 26 Kilometer lange Leitung für die Inbetriebnahme mit Gas gefüllt werden wird. Bis Mitte Dezember sollen auch die Anlagen zur Regelung und Messung des Gasdrucks an den beiden Enden der Leitung fertiggestellt werden. Damit lägen die Bauarbeiten noch vor dem anvisierten Zeitplan, teilte das Unternehmen mit. Mitte Dezember soll ein schwimmendes LNG-Terminal, ein Spezialschiff für den Import von Flüssigerdgas vor Wilhelmshaven anlegen, an dem dann LNG-Tanker andocken können.

Bau des LNG-Terminals vor Wilhelmshaven. Deutschland hat sich mit Katar über die langfristige Lieferung von Flüssiggas geeinigt.
Bau des LNG-Terminals vor Wilhelmshaven. Noch im Dezember soll alles fertig sein. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die unterirdische Leitung ist notwendig, um das schwimmende LNG-Terminal mit dem nächsten Anschluss an das Gas-Fernleitungsnetz im ostfriesischen Etzel (Landkreis Wittmund) zu verbinden. Das Spezialschiff zur Regasifizierung wird laut Betreiber Uniper voll beladen Mitte Dezember in Wilhelmshaven erwartet und soll dann ab Januar 2023 Gas in das System einspeisen können.

LNG-Terminal in Niedersachsen: Bau der Pipeline im Sommer 2022 genehmigt

Der Pipeline-Bau wurde am 19. August von den Behörden genehmigt. Für einen Teil der Baumaßnahmen gab es bereits Ende Juni einen vorzeitigen Baubeginn. Der zügige Baustart wurde durch das LNG-Beschleunigungsgesetz des Bundes ermöglicht. Binnen zwölf Wochen wurden die Rohre laut OGE verlegt. Auch eine erste Druckprüfung hat die Pipeline demnach bereits bestanden. Dabei wurde die Leitung mit Wasser gefüllt und musste etwa dem Doppelten des späteren Betriebsdrucks standhalten.

Über die Leitung soll das angelieferte Flüssigerdgas nach seiner Umwandlung in gasförmigen Zustand ins deutsche Netz eingespeist werden. Falls das in Wilhelmshaven angelandete LNG nicht umgehend am Gasmarkt benötigt wird, soll es laut OGE mithilfe der Pipeline in Gasspeichern zwischengespeichert werden. Am Endpunkt der Leitung in Etzel liegt eines der größten Kavernenfelder in Nordwesteuropa.

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