Razzia in rumänischem Heim

Misshandlungen in rumänischem Heim? Ministerin Giffey fordert schärfere Kontrollen

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Die Jugendhilfe „Wildfang“ hatte Mädchen und Jungen aus mehreren Bundesländern an einen Bauernhof in der rumänischen Region Maramures vermittelt.

Nachdem Vorwürfe von Misshandlungen an Jugendlichen in einem rumänischen Heim laut geworden sind, fordert Bundesfamilienministerin Franziska Giffey nun schärfere Kontrollen bei Auslandsprojekten dieser Art.

Bothel/Bukarest - Nach Misshandlungsvorwürfen in einem Heim für deutsche Jugendliche in Rumänien hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey schärfere Kontrollen derartiger Auslandsprojekte gefordert. „Besonders wichtig ist, dass diese Kontrollen auch direkt im Ausland stattfinden. Die Jugendämter hier in Deutschland müssen sich vor Ort versichern, dass die Träger im Ausland das Wohl der Jugendlichen gewährleisten“, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. 

Razzia in Rumänien: Fünf Menschen festgenommen

Bei einer Razzia in der von Deutschen geführten Einrichtung nahe der Grenze zur Ukraine waren Ende August ein Deutscher und vier Rumänen festgenommen worden. Sie sollen laut Staatsanwaltschaft Teenager „in Bedingungen wahrhafter Sklaverei“ ausgebeutet haben. Ermittelt werde wegen Menschenhandels, Handels mit Minderjährigen und illegaler Freiheitsberaubung im Zeitraum von 2014 bis August 2019, wie kreiszeitung.de* berichtet.

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Nach Medienberichten hatte ein geflohener Jugendlicher die rumänischen Behörden alarmiert. In dem Projekt sind Kinder mit Drogen- und Kriminalitätsproblemen oder psychischen Problemen untergebracht. Für Auslandsmaßnahmen müssten dieselben fachlichen Standards gelten wie im Inland, betonte Ministerin Giffey. „Auf Bundesebene arbeiten wir an einer Reform des Kinder-und Jugendhilferechts. Der Kinderschutz und die Verbesserung der Situation von Heim- und Pflegekindern sind dabei wesentliche Schwerpunkte.“ 

Auslandsprojekt auf Bauernhöfen in Rumänien

Der in Bothel ansässige Jugendhilfeträger Wildfang hatte Mädchen und Jungen aus mehreren Bundesländern an den Bauernhof in der Region Maramures vermittelt. Das Projekt werde durch kontinuierliche Besuche, Beratungen und Supervisionen aus Deutschland begleitet, erklärte der Träger. Die in den Medien zitierten Vorwürfe seien weder von den Behörden noch von Jugendlichen direkt an Wildfang herangetragen worden.

dpa

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*kreiszeitung.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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