Corona-Pandemie

Niedersachsen: Über 16-Jährige sollen im Juni Impfangebot bekommen

Aktuell gilt die Impfpriorisierung. Laut Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) könnte diese Ende Mai aufgehoben werden.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) kann sich vorstellen, dass eine Aufhebung der Priorisierung bei Corona-Impfungen Ende Mai möglich sein könnte. Beim Impfgipfel am Montag sollen Freiheiten für Geimpfte und Genesene besprochen werden.

Niedersachsen plant möglichst bald allen Bürgern über 16 Jahre ein Impfangebot machen zu können. Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hält das spätestens im Juni für möglich. „Wir befinden uns heute nach wie vor in der Situation, dass wir noch zu wenig Impfstoff haben, um schon allen Niedersächsinnen und Niedersachsen eine Impfung anbieten zu können“, sagte Behrens der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Vom Bund war angekündigt worden, dass die Impfstoffe in den kommenden Wochen in deutlich größeren Mengen kommen. So könne die Situation Ende Mai oder Anfang Juni bereits anders aussehen.

Auch junge Menschen könnten schon ab Juni eine Impfangebot bekommen.

Nach den Aussagen von Staatssekretär Heiger Scholz, Leiter des Landes-Krisenstabs, erwarte Niedersachsen im Mai und Juni die Lieferung von rund 2,1 Millionen Impfdosen - etwa 50 Prozent mehr als bislang. Er vermute deshalb, dass die Impfpriorität Ende Mai aufgehoben werden könne.

Corona-Impfungen: Online-Plattform für kurzfristig freigewordene Termine gestartet

In Niedersachsen stehen über die Online-Plattform zur Buchung von Corona-Schutzimpfungen kurzfristig freigewordene Termine zur sofortigen Buchung zur Verfügung. Die sogenannte Terminbörse richtet sich ausschließlich an derzeit zur Impfung berechtigte Gruppen, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover am Donnerstag mit. Das Ziel ist, die Impfkampagne zu beschleunigen und in den Zentren kurzfristig ungenutzten Impfstoff schneller zu verwenden.

Die aktuellen Fallzahlen in Niedersachsen

Fälle232313 (+765)
Verstorbene5225 (+2)
Genesene204833 (+403)
7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner 124,2

Die Priorisierung werde auch für die kurzfristigen Termine vollständig berücksichtigt, auch für den Impfstoff von Astrazeneca werde an der Impfreihenfolge festgehalten, betonte das Ministerium. Anders als in anderen Bundesländern sei eine Freigabe der Astrazeneca-Dosen für sämtliche Impfwillige im Moment nicht geplant.

CDU-Fraktionschef im Landtag, Dirk Toepffer sprach sich dafür aus, die Priorisierung für den Impfstoff von Astrazeneca wie in anderen Bundesländern komplett aufzuheben. Zudem plädiert Toepffer für mehr Freiheiten für bereits geimpfte Personen. Die Grünen im Landtag fordern von der Landesregierung mehr Klarheit zu den Impfplänen, sonst steige niemand mehr durch. mit Material der dpa

Rubriklistenbild: © Benoit Doppagne/dpa

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