Bußgelder, Anzeigen und Verwarnungen

Hundedreck und Leinenpflicht: Mehr Verstöße in Bremen - Niedersachsen konstant

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In Bremen kümmert sich ein Ordnungsdienst um Hundehalter, die sich nicht um die Hinterlassenschaft ihrer Vierbeiner kümmern oder die Leinenpflicht missachten.

Hundehalter, die sich nicht um die Hinterlassenschaft ihrer Vierbeiner kümmern, sind ein Ärgernis für viele Fußgänger. In Bremen kümmert sich ein neu geschaffener Ordnungsdienst seit einem Jahr darum.

Bremen/Hannover - Hundedreck auf dem Bürgersteig, freilaufende Vierbeiner auf dem Spielplatz: In Bremen sind im vergangenen Jahr mehr Verstöße von Hundehaltern registriert worden als in den Vorjahren. 

In Niedersachsen sind die Zahlen in den meisten großen Städten hingegen konstant geblieben, wie eine Umfrage ergab. Der Grund für den Anstieg in Bremen: Seit knapp einem Jahr kontrolliert dort ein neu geschaffener Ordnungsdienst auch das Verhalten von Hundebesitzern. 

Bußgeld bis zu 100 Euro für Hundedreck

Wer die Hinterlassenschaften seines Tieres auf der Straße liegen lässt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 100 Euro rechnen, wenn er ertappt wird. Auch wer seinen Hund nicht an die Leine nimmt, obwohl das an der Stelle vorgeschrieben ist, muss dafür in die Tasche greifen, wenn er erwischt wird. 

Bremen: Mehr Verstöße werden registriert

Seit Oktober 2018 kontrolliert in der Hansestadt ein neu gegründeter Ordnungsdienst unter anderem auch das Verhalten von Hundebesitzern. „Natürlich fallen seitdem mehr Verstöße auf“, sagt die Sprecherin des Bremer Innenressorts, Karen Stroink. „Gerade die Verunreinigung durch Hundekot oder missachtete Leinenpflicht werden durch die dauerhafte Präsenz einfach vermehrt wahrgenommen.“ 

Verstöße in Parkanlagen und um Badeseen

Tendenziell werden Verstöße vermehrt in den großen Parkanlagen oder rund um Badeseen festgestellt. Der Ordnungsdienst hat Spielraum, wenn ein Hundehalter auffällig wird: Mal reicht eine mündliche Ansage, mal gibt es eine 35 Euro-Verwarnung, mal auch eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeit. Viel mehr Bußgeldbescheide wurden trotz des neuen Ordnungsdienstes nicht ausgestellt: In diesem Jahr waren es bislang 24, im Vorjahr unter dem Strich 20. 

Ein deutlicher Anstieg ist in Bremen hingegen zu verzeichnen, wenn es um die unerlaubte oder falsche Haltung von gefährlichen Hunden geht. 2019 wurden bereits 17 Fälle bekannt, im ganzen Jahr 2018 waren es nur 2. 

Hannover: City ist Schwerpunkt

In Hannover wird in der City schwerpunktmäßig die Einhaltung der Leinenpflicht kontrolliert. Von April bis Ende August wurden 93 Fälle vermerkt. Routinemäßig gibt es auch zwei bis dreimal pro Woche Überprüfungen in den anderen Stadtteilen. 

Gerade in der Brut- und Setzzeit geht die Stadt nach Angabe von Sprecher Udo Möller außerdem häufig Hinweisen von Bürgern nach, die sich darüber beschweren, dass Hunde nicht angeleint sind - vor allem im Stadtwald Eilenriede oder am Kronsberg. 

Braunschweig: Zahl der Verstöße konstant

In Braunschweig sind die Zahlen der Verstöße von Hundehaltern konstant. Nach Worten von Pressesprecherin Juliane Meinecke haben sich Beschwerden in den vergangenen Jahren nur marginal erhöht. 

Der zentrale Ordnungsdienst kontrolliert regelmäßig unter anderem Parkanlagen, Spielplätze und Friedhöfe. Verstöße gegen das niedersächsische Hundegesetz wurden im vergangenen Jahr 21 Mal geahndet, 2019 bislang 15 Mal. Wegen Hundedreck gab es in diesem Jahr bisher nur fünf Verfahren, 2018 waren es neun. 

Osnabrück: Weniger Bußgeldverfahren

Dort ist die Zahl der Bußgeldverfahren in den vergangenen Jahren sogar zurückgegangen. Während 2014 noch 66 Verfahren eröffnet wurden, waren es im vergangenen Jahr nur noch 42, in diesem Jahr bisher 18. 

Ein Grund dafür könnte auch sein, dass in Osnabrück die Anzahl der Kontrollen von Hundebesitzern ausgeweitet wurden. Der Außendienst des Ordnungsamtes ist vor allem dort unterwegs, wo Leinenpflicht gilt. 

Göttingen: Keine schwerpunktmäßigen Kontrollen

Schwerpunktmäßige Kontrollen von Hundehaltern gibt es in der Unistadt nicht. Die meisten Verstöße werden nach Anzeigen von Privatpersonen oder bei Routinestreifengängen von Polizei und Ordnungsamt festgestellt, sagt Cordula Dankert von der Stadtverwaltung. 

So gab es 2018 gab es etwa 44 Fälle, in denen der Leinenzwang nicht eingehalten wurde. Die Zahlen unterscheiden sich nur marginal vom Vorjahr.

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