Protest für mehr Klimaschutz

„Fridays for Future“: Tausende Schüler demonstrieren in Niedersachsen und Bremen

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In mehr als 100 Ländern wird am Freitag für besseren Klimaschutz demonstriert.

„Fridays for Future“ ist zu einer weltweiten Protestbewegung von Schülern und anderen Klimaschützern geworden. An diesem Freitag gehen wieder in Bremen und verschiedenen Städten in Niedersachsen Klimaschützer auf die Straße.

Update, Freitag, 15. März, 13.59 Uhr: Tausende Schüler haben in Niedersachsen und Bremen am Freitag im Rahmen der „Fridays for Future"-Kampagne für mehr Klimaschutz demonstriert. In Hannover und Bremen waren jeweils rund 5000 Menschen auf der Straße, wie die Polizei mitteilte. In Braunschweig gingen die Beamten von 2000 Teilnehmern aus. Landesweit setzten sich die Protestzüge am Vormittag und Mittag in Bewegung.

„Es wird nicht genug für den Planeten getan", sagte die 17 Jahre alte Marlena in Hannover. Die 16-jährige Marie forderte: "Wir müssen jetzt handeln, sonst ist es zu spät." Auch Eltern und Lehrer beteiligten sich.

Unterstützung von Lehrergewerkschaft GEW

Unterstützung kam von der Lehrergewerkschaft GEW. „Alle, die für die Klimapolitik verantwortlich sind, täten gut daran, das Belächeln oder Kleinreden der Protestierenden endlich zu beenden", sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth. Zugleich forderte sie, dass Politiker nicht nur die Proteste unterstützen, sondern auch Taten folgen lassen sollten.

Der Philologenverband Niedersachsen hatte die Demonstrationen während der Unterrichtszeiten hingegen scharf kritisiert. Die Umsetzung der Schulpflicht werde auf die Lehrkräfte abgewälzt, während die Politiker auf einer Sympathie-Welle mitsurften, sagte der Vorsitzende des Philologenverbandes Niedersachsen, Horst Audritz.

Ursprüngliche Meldung: In Niedersachsen und Bremen wollen am Freitag erneut Schüler für mehr Klimaschutz auf die Straßen gehen. Nach Angaben der Organisatoren sind in Braunschweig, Bremen, Celle, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück, Stade und Wolfsburg Demonstrationen geplant.

„Fridays for Future“: 3000 Teilnehmer in Hannover erwartet

In Hannover rechnet die Polizei mit 3000 Teilnehmern. Das wären rund 300 Menschen mehr als bei einer Demonstration vor einem Monat. Am Freitag sind Proteste in rund 100 Ländern geplant. 

Der Philologenverband Niedersachsen hatte die Demonstrationen während der Unterrichtszeiten am Donnerstag scharf kritisiert.

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Schüler demonstrieren während der Unterrichtszeit 

Die geplanten Protestmärsche sind Teil der Kampagne „Fridays for Future“ und gehen auf die 15 Jahre alte schwedische Aktivistin Greta Thunberg zurück. Nach ihrem Vorbild demonstrieren Schüler in Deutschland während der regulären Unterrichtszeit gegen die aktuelle Klimapolitik.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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