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Energie sparen: Niedersachsen will im Sommer Klimaanlage ausschalten

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Von: Fabian Raddatz

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Am Sonntag (12.09.2021) finden die Kommunalwahlen Niedersachsen statt - auch in Osnabrück werden neue kommunale Vertretungen gewählt. (Symbolbild)
Die Landesregierung will den Energieverbrauch in Niedersachsen drastisch senken. © Christian Ohde/Imago

Angesichts der Gasknappheit will Niedersachsens Landesregierung den Energieverbrauch in den rund 2800 Gebäuden für den Herbst und Winter deutlich senken.

Hannover – Die Landesregierung in Niedersachsen will den Energieverbrauch im Bundesland deutlich senken. Das kündigte Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) an und legte einen Vier-Punkte-Plan vor, mit dem während des Herbsts und Winters in den rund 2800 Gebäuden des Landes in Niedersachsen deutlich Energie gespart werden soll.

Der Ministeriumssprecher gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“: „Darin sind Maßnahmen benannt, die nicht nur das Klima schützen sollen, sondern die auch geeignet sind, mittelfristig den Energieverbrauch der Landesliegenschaften zu reduzieren.“ Dazu gehöre die energetische Sanierung von Gebäuden und eine bessere Nutzung von Flächen.

Gaskrise in Deutschland: So will Niedersachsen Energie sparen

Beispiele seien Sanierungsmaßnahmen bei der Justizvollzugsanstalt Hannover und der Polizeidirektion Hannover. Das zum Teil erneuerte Dach des Gefängnisses spare voraussichtlich pro Jahr knapp 470.000 Kilowattstunden Energie und 146 Tonnen des Klimagases CO2. Bei der Polizeidirektion sollen sanierte Fenster pro Jahr 202.000 Kilowattstunden Energie und 63 Tonnen CO2 sparen.

Mit einem Leitfaden für Landesbeschäftigte sollen Hinweisen zum Energiesparen am Arbeitsplatz gegeben werden. Auch der Landtag will Energie bei Kühlung, Heizung und Beleuchtung sparen – so wird etwa während der parlamentarischen Sommerpause die Klimaanlage ausgeschaltet.

Energie sparen: Auch Städte rüsten sich für Gasnotstand

Auch die Städte in Deutschland haben angekündigt, sich für den möglichen Ernstfall eines Gasnotstands zu rüsten. Niemand soll frieren, hieß es. „Falls Deutschland der Gashahn abgedreht wird, gehören Privathaushalte zu den besonders geschützten Kunden – bei ihnen würde also erst als Letztes Energie rationiert“, sagte Verena Göppert vom Deutschen Städtetag. Noch besser wäre es, wenn die Gas-Vorräte reichen und Einschränkungen überhaupt nicht notwendig würden.

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Energie einzusparen sei in der aktuellen Situation eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Die Städte prüften daher aktuell viele kurzfristige Einsparmaßnahmen. Sie „lassen etwa Beleuchtungen aus, verzichten auf warmes Wasser in öffentlichen Gebäuden, schalten Brunnen ab, temperieren Klimaanlagen und Badewasser anders“.

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