Eiswetter beschert weiter Unfälle

Kein ungewöhnliches Bild derzeit in Niedersachsen: Ein Bergungsfahrzeug auf der A7 bei Hannover.

Hannover - Nach dem frostigen Wochenende hat es in Niedersachsen und Bremen am Montag erneut Dutzende Unfälle auf glatten Straßen gegeben, wobei es aber meist bei Blechschäden blieb.

Verunglückte Lastwagen blockierten die Autobahnen von Hannover Richtung Hamburg und Berlin. Der Verkehr staute sich auf der A2 auf 25 Kilometern Länge, auch auf der A7 mussten sich die Autofahrer während der Aufräumarbeiten in Geduld üben. Verzögerungen gab es auch für Bahn- und Flugreisende. Unterdessen musste die Feuerwehr verstärkt wegen geplatzter Heizungsrohre ausrücken, die bei dem strengen Frost am Wochenende eingefroren waren.

„Teilweise haben die Mitarbeiter der Autobahnmeistereien nahezu einen 24-Stunden-Dienst gemacht“, sagte der Verkehrsmanager der Verkehrsleitzentrale Niedersachsen, Ulrich Opel. Auch beim Automobilclub ADAC standen die Telefone nicht mehr still. „Sehr, sehr viele Anrufe sind bei uns eingangen“, so die Sprecherin des ADAC Niedersachsen/Sachsen - Anhalt, Christine Rettig.

Zugreisende in Niedersachsen mussten auch am Montagmorgen noch Geduld mit im Gepäck haben. „Hier und da gab es Verspätungen von bis zu 20 Minuten, aber keine Zugausfälle wie am Samstag“, sagte eine Bahnsprecherin. Dafür gab es aber in den Morgenstunden Ausfälle auf dem Bremer Flughafen. „Zwei Flüge mussten aufgrund von Problemen in Amsterdam und Paris gestrichen werden“, sagte die stellvertretende Sprecherin, Daniela Langenhagen.

Wetterentwarnung gibt es noch keine. Der Deutsche Wetterdienst in Hamburg sagt noch mal Schnee für Niedersachsen voraus. „Ein neues Tief zieht in den kommenden Tagen über uns hinweg, das uns Regen und Schnee bringt“, sagte der Diplom-Meteorologe Robert Hausen. Tagsüber sollen die Temperaturen über Null und nachts knapp darunter liegen. Ob es weiße Weihnachten gibt, ist noch unklar. Die aktuelle Schneedecke könnte bis Heiligabend wegschmelzen. „Da, wo viel Schnee im Moment liegt wie an der niedersächsischen Nordseeküste mit derzeit 15 bis 20 Zentimetern, werden an Heiligabend noch ein paar Zentimeter übrig bleiben.“ Für den Rest des Landes sieht es durchwachsen aus. „Es wird eher matschig weiß“, sagte Hausen.

Was dem einen Leid, ist des anderen Freud - so auch die weiße Winterpracht: Die Hotel- und Skiliftbetreiber im Harz sind begeistert vom ersten Wintersportwochenende. „Das war ein sehr guter Start“, berichtete die Sprecherin des Harzer Verkehrsverbandes, Miriam Fuchs am Montag. Es sei zwar sehr kalt und stürmisch gewesen, aber die hartgesottenen Skifahrer und Rodler habe es nicht von rasanten Schussfahrten abhalten können.

Die meisten Skilifte seien in Betrieb. Wenn es keinen ganz großen Wärmeeinbruch gäbe, sei auch in den höheren Lagen des Harzes mit weißen Weihnachten zu rechnen. Die Quartiere seien jedenfalls schon recht gut gebucht, sagte sie.

Quelle: kreiszeitung.de

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