Entscheidung im Delmenhorster Drogenprozess: Hauptangeklagter verurteilt / Haftstrafen für Helfer

Drogenhandel führt für sechseinhalb Jahre hinter Gitter

Niedersachsen - DELMENHORST (wz) · Im Prozess vor dem Oldenburger Landgericht gegen die drei Männer aus Delmenhorst, die Rauschgift im zweistelligen Kilogramm-Bereich verkauft hatten, ist der 28-jährige Hauptangeklagte gestern zu einer Gefängnisstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt worden.

Weil er schwerst drogenabhängig ist, wurde darüber hinaus seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet. Die beiden 26 und 30 Jahre alten Mitangeklagten kamen noch mit Gefängnisstrafen von dreieinhalb und zweieinhalb Jahren davon.

Die Angeklagten hatten nach Überzeugung des Gerichtes in Delmenhorst und Schleswig-Holstein einen schwunghaften Handel mit Rauschgift unterhalten. Um über die Mengen an Drogen verfügen zu können und die Preise dafür besser kalkulieren zu können, betrieben sie auch eigene Rauschgift-Plantagen. In Delmenhorst bauten sie das Rauschgift selbst an, von Großplantagen in Schleswig Holstein kauften sie zu.

Kopf der Bande war der 28-Jährige. Er arbeitete eng mit einem 57-jährigen Dealer aus Hamburg zusammen. Das Verfahren gegen ihn wurde abgetrennt. Er hatte sich nicht mit „Absprachen“ unter den Prozessbeteiligten einverstanden erklärt.

Zuständig für Verkauf des Rauschgiftes nach Österreich war der 26-jährige Angeklagte. Als Bote und Fahrer wurde der 30-Jährige eingestuft.

Quelle: kreiszeitung.de

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