Nach dem Tod von George Floyd

Tausende Menschen protestieren in Niedersachsen gegen Rassismus

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis bewegt die Menschen auf der ganzen Welt. Auch in Niedersachsen setzen viele ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt.

Osnabrück/Göttingen - Mehrere Tausend Menschen sind am Samstag in Niedersachsen gegen Rassismus auf die Straße gegangen. Am Osnabrücker Schloss beteiligten sich der Polizei zufolge etwa 2000 Personen an einer stillen Kundgebung. Zu der Aktion hatte neben anderen Initiativen das antirassistische Bündnis „Osnabrück ist bunt“ aufgerufen.

Zu einer Kundgebung auf dem Schlossplatz in Oldenburg kamen bis zum Nachmittag rund 1200 Teilnehmer, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte. In Göttingen seien 1750 Menschen durch die Stadt gezogen, sagte eine Polizeisprecherin. Bis auf einige von Demonstranten gezündete Knallkörper habe es keine Zwischenfälle gegeben. Auch die anderen Kundgebungen verliefen den Angaben zufolge friedlich.

„Black Lives Matter“ auf den Straßen der ganzen Welt

Weitere Demonstrationen waren für den späteren Nachmittag in Hannover und Braunschweig angekündigt. Die Aktionen standen unter dem Motto „Black Lives Matter“ („Schwarze Leben Zählen“).

Anlass für die Aktionen war der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem gewaltsamen Polizeieinsatz am 25. Mai in der Stadt Minneapolis. Der Vorfall löste heftige Proteste in den USA und weiteren Teilen der Welt aus. In Niedersachsen hatte sich auch die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf (SPD) hinter die Proteste gestellt. (epd)

Rubriklistenbild: © Peter Gercke/dpa

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