Kontaktverbot

Menschen öffnen Bars oder verlassen die angeordnete Quarantäne: Polizei zählt etliche Straftaten

Coronavirus - Frankfurt/Main
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Die Polizei zeigt während der Corona-Pandemie deutliche Präsenz in Niedersachsen und Bremen.

Etliche Menschen haben in Niedersachsen und Bremen gegen die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verstoßen. So musste die Polizei in beiden Bundesländern je mehr als 200 Strafanzeigen stellen.

  • Polizei stellt zahlreiche Verstöße gegen Corona-Schutzmaßnahmen fest
  • Corona-Pandemie: Mehr als 200 Straftaten in Niedersachsen
  • Bremen zählt mehr als 300 Straftaten in Bezug auf Schutz vor Corona

Update vom 9. April: In Niedersachsen gibt es mehrere Corona-Regeln, die über Ostern gelten und die üblichen Gewohnheiten der Menschen durcheinanderwirbeln. In einem Überblicksartikel haben wir Erlaubtes und Verbotes zusammengefasst.

Originalartikel vom 7. April: Hannover - Die Polizei hat in Niedersachsen und Bremen bereits zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen festgestellt. In den ersten zwei Wochen seit Beginn der bundesweiten Beschränkungen zählte die niedersächsische Polizei landesweit 236 Straftaten nach dem Infektionsschutzgesetz - etwa das Öffnen von Geschäften und Bars oder die Missachtung der vom Gesundheitsamt angeordneten häuslichen Quarantäne. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hervor.

In Bremen fertigte die Polizei in derselben Zeit bis Sonntagabend 326 Strafanzeigen, wie eine Sprecherin des Innensenators mitteilte. Allein in der vergangenen Woche sind beim Bremer Ordnungsdienst zudem in 33 Fällen Bußgelder in Höhe von 4350 Euro eingegangen. Um was für Verstöße gegen die Allgemeinverfügungen es sich jeweils handelte, teilte die Sprecherin nicht mit.

Corona: Mehr als 2000 Ordnungswidrigkeiten in Niedersachsen

Die Polizei in Niedersachsen zählte neben den Straftaten auch 2230 Ordnungswidrigkeiten. Das Land erarbeitet derzeit einen Bußgeldkatalog, an dem sich die Kommunen orientieren sollen. Nach dem Infektionsschutzgesetz sind bei schweren Verstößen Bußgelder bis zu 25.000 Euro möglich.

Innenminister Boris Pistorius hatte nach dem vergangenen Wochenende noch ein positives Fazit zur Einhaltung der Regeln gezogen. Die meisten Menschen hätten Verständnis für die Beschränkungen, sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend.

Corona-Schutzmaßnahmen: Polizei muss öfter eingreifen

Allerdings musste die Polizei am Wochenende mehrere Treffen auflösen. In Schneverdingen im Landkreis Heidekreis wurden bei einem Einsatz sogar zwei Beamte verletzt. Ein 32-Jähriger wehrte sich gegen die Aufnahme seiner Personalien und griff die Polizisten an. Seine Nachbarn hatten zuvor eine Feier von fünf Männern gemeldet. Ein weiterer Mann versuchte, den gefesselten 32-jährigen Angreifer zu befreien und attackierte ebenfalls die Polizisten. Die verstärkte Präsenz der Polizei zur Durchsetzung der Kontaktverbote soll auch über Ostern andauern.

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