Wohnmobil-Tourismus in der Pandemie

Corona-Notbremse: Darf ich an Pfingsten auf den Campingplatz?

Die Hoffnung vieler Tourismusbetriebe liegt auf Pfingsten, nachdem der Osterurlaub bereits ausgefallen ist. Bei Campingplätzen ist die Lage kompliziert. Dauercamper dürfen sich allerdings freuen.

Hannover - Urlaub zu Pfingsten, darauf hoffen sowohl Tourismusbetriebe als auch Reisende*. Nun ist die Corona-Notbremse in Kraft*, ein direktes Reiseverbot ist darin nicht vorgesehen. Jedoch scheinen die Aussichten auf Tourismus zu Pfingsten eher trübe, denn Hotels, Gasthöfe, Pensionen und andere touristische Betriebe in Niedersachsen bleiben für touristische Zwecke geschlossen.

Anders sieht es zum Beispiel in Schleswig-Holstein aus. Hier werden in einigen Modellregionen vorsichtige Lockerungen getestet, wie zum Beispiel in der Schleiregion. Auch Sylt öffnet im Rahmen eines Tourismus-Modellprojekts* ab 1. Mai 2021 für Urlauber. Wie sieht allerdings die Lage für Camper aus?

Campen in Niedersachsen: Das sieht die Corona-Verordnung vor

Laut der niedersächsischen Corona-Verordnung ist das Übernachten in Wohnmobilen und Fahrzeugen zu touristischen Zwecken auf allen öffentlichen Flächen verboten. Die Maßnahme wurde eingeführt, weil solche Übernachtungen zunahmen, nachdem den Betreibern von Camping- und Wohnmobilstellplätzen verboten wurde, touristische Übernachtungen zu ermöglichen.

Erst vor wenigen Tagen hat die Polizei in Braunlage (Landkreis Goslar) mehrere Camper kontrolliert, die gegen das Übernachtungsverbot gestoßen hatten. Das Übernachtungsverbot ist auch in der neuen Corona-Verordnung enthalten, die am 24. April in Kraft getreten ist.

Bei Dauercampern greift allerdings eine besondere Regel: Ausgenommen vom Verbot sind Übernachtungen auf Parzellen auf Campingplätzen oder auf Bootsliegeplätzen, die ganzjährig oder für die Dauer einer Saison vermietet sind. Bereits Ende März hatten die Campingplätze an der Nordseeküste ihre Tore für die ersten Dauercamper geöffnet*.

In den Modellregionen in Niedersachsen könnte auch Camping bald wieder möglich sein.

Schleswig-Holstein: Hoffnung für Dauercamper

Auch in Schleswig-Holstein dürfen zurzeit auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen keine Gäste zu touristischen und anderen privaten Zwecken beherbergt werden.

Ausnahmen gelten auch hier für Dauercamper. Das Beherbergungsverbot gilt nämlich bei Dauermietverhältnissen von mindestens fünf Monaten nicht.

Dauercamping in Mecklenburg-Vorpommern verboten

Mecklenburg-Vorpommern hat die landesweiten Corona-Regeln verschärft – und das Dauercamping verboten. Dauercamper und Zweitwohnungsbesitzer mussten bis zum ab 24. April ausreisen*.

Die Verschärfung trifft selbst Dauercamper mit Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern. Für sie gilt: Tagsüber ist der Aufenthalt auf einem Campingplatz erlaubt, das Übernachten hingegen ist verboten. * kreiszeitung.de, merkur.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Frank Molter

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