Nah- und Fernverkehr betroffen

Erneute Störung am Hauptbahnhof Hannover - Verzögerungen dauern an

Hannover - Der Hauptbahnhof Hannover ist ein wichtiger Knotenpunkt für ganz Deutschland. Wenn dort ein Stellwerk ausfällt, ist das folgenreich.

Update, 15. Januar, 9 Uhr:

Eine erneute Störung am Stellwerk hat am Hauptbahnhof in Hannover in der Nacht zu Dienstag und am frühen Morgen Behinderungen im Bahnverkehr verursacht. Fernverkehrszüge konnten bis etwa 4.30 Uhr nicht am Hauptbahnhof halten, wie ein Sprecher der Bahn sagte. Auch der Regionalverkehr sei betroffen gewesen. Insbesondere bei der S-Bahn kam es dem Sprecher zufolge zu mehreren Ausfällen. 

Die Störung sei zwar am Morgen behoben worden, es komme jedoch nach wie vor zu Folgeverspätungen, teilte er gegen 7.30 Uhr weiter mit. Auf Twitter schrieb die Bahn, der Halt Hannover Hauptbahnhof könne entfallen. Zugausfälle seien möglich. Bereits am Sonntag hatte der Ausfall eines Stellwerks den Hauptbahnhof in Hannover stundenlang lahmgelegt.

Update, 14. Januar, 16.48 Uhr:  Ein Wassereinbruch in die Stromversorgung hatte zum Ausfall des zentralen Stellwerks in Hannover geführt und damit am Sonntag ein Verkehrschaos nach sich gezogen. Von 15.30 bis 18.45 Uhr hätten keinerlei Züge über die wichtige Bahndrehscheibe in Norddeutschland fahren können, teilte die Deutsche Bahn am Montag mit. Erst um 23.20 Uhr sei das Stellwerk wieder voll funktionsfähig gewesen.

Update, 14. Januar, 8.12 Uhr: Nachdem der Ausfall eines Stellwerks den Hauptbahnhof in Hannover am Sonntag stundenlang lahmgelegt hatte, rollen die Züge am Montag laut Bahn weitestgehend wieder nach Plan. Reisende müssten morgens aufgrund von Folgeverzögerungen nur vereinzelt mit Verspätungen rechnen, sagte ein Bahnsprecher. Am frühen Sonntagabend war die Stellwerksstörung nach Angaben der Bahn beendet. Der Nah- und Fernverkehr war betroffen. Viele Reisende hatten stundenlang warten müssen.

13. Januar, 19:32 Uhr: Stillstehende Züge, verärgerte Reisende: Der Ausfall eines Stellwerks hat am Sonntag stundenlang den Hauptbahnhof Hannover lahmgelegt. Es gab Behinderungen im Nah- und Fernverkehr. Am frühen Abend war die Stellwerksstörung nach Angaben der Bahn beendet. Die Züge der S-Bahn Hannover und die Regionalexpresszüge der Line RE 1 und 8 könnten wieder den Hauptbahnhof anfahren. Es komme aber noch bis Betriebsschluss zu Verspätungen und Teilausfällen, teilte die Deutsche Bahn am Sonntagabend auf Twitter mit.

Am Hauptbahnhof der Landeshauptstadt - einem wichtigen Knotenpunkt für ganz Deutschland - bildeten sich lange Schlangen vor den Info-Ständen. Viele Fahrgäste machten ihrem Unmut über die sozialen Netzwerke Luft, andere nahmenn es mit Humor oder bedankten sich für Tipps. Passagiere saßen teilweise 1,5 Stunden im ICE vor dem Hauptbahnhof fest, bevor ihr Zug wieder zurückfuhr.

Für den Fernverkehr seien Umleitungen in westlicher Richtung über Wunstorf und östlich über Lehrte eingerichtet worden, sagte eine Bahnsprecherin. Züge aus dem Norden wurden zurück nach Celle, aus dem Süden zum Bahnhof Messe-Laatzen geleitet

Bahnhöfe wie Stadthagen (Landkreis Schaumburg) wurden zum ICE-Halt, damit sich Fahrgäste die Beine vertreten konnten, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung" online in einem Live-Ticker berichtete. Gegen 18.30 Uhr verließ ein erster Regionalzug wieder den Hauptbahnhof Hannover, auch eine S-Bahn fuhr.

Bereits Anfang Dezember hatte ein Kabelbrand den Hauptbahnhof der niedersächsischen Landeshauptstadt für Stunden lahmgelegt und Reisende stranden lassen. Die Ursache der aktuellen Störung sei noch unklar, sagte die DB-Sprecherin.

Björn Gryschka, niedersächsischer Landesvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn, forderte im Gespräch mit der „HAZ" ein neues Konzept für Störungen wie den Stellwerksausfall von Sonntag. Die Ausweichbahnhöfe lägen einfach zu weit auseinander, sagte er.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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