Einzelhandel hat Option auf Verschärfung

2G im Supermarkt: Corona-Verordnung in Niedersachsen macht Regel möglich

Niki-de-Saint-Phalle-Promenade, Bahnhofstraße, Hannover, Niedersachsen.
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Auch in Niedersachsen wäre es theoretisch möglich, dass der Einzelhandel die 2G-Regel einführt. (Symbolbild)

Die 2G-Regel für Einzelhandel und Supermärkte wird diskutiert. Auch in Niedersachsen ist das laut Corona-Verordnung möglich. Einkaufen für Ungeimpfte würde damit komplizierter.

Hannover/Wiesbaden/Hamburg – Supermärkte im Bundesland Niedersachsen haben die Möglichkeit, – wenn sie möchten – nur geimpften und genesenen Menschen Zutritt zu ihren Läden zu gewähren. Das sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Hannover gegenüber der „Neuen Deister-Zeitung“.

2G für Einzelhandel und Supermärkte: Corona-Verordnung in Niedersachsen macht das möglich

Bundesland:Niedersachsen
Fläche:47.709,82 Quadratkilometer
Einwohner:8.003.421 (Stand: 31. Dezember 2020)
Regierungschef:Stephan Weil (SPD)

„Auch in Niedersachsen würde für den Einzelhandel und auch für die Supermärkte die Option bestehen, sich für 2G zu entscheiden“, sagte die Sprecherin am Freitag. Wer die 2G-Regel einführt, kann laut Corona-Landesverordnung auf die Maskenpflicht und das Abstandhalten verzichten. Dies ist bereits in der bestehenden Verordnung geregelt.

2G in Supermärkten und Einzelhandel: Anteil an interessierten Händlern am 2G-Modell ist sehr gering

In dieser Woche hatte Hessen erklärt, dass das 2G-Optionsmodell auf den gesamten Einzelhandel ausgeweitet werde, also auch auf den Lebensmittel-Einzelhandel. „Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden“, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) laut Mitteilung.

Der Handelsverband Niedersachsen-Bremen (HNB) sieht eine solche Option mit großen Hürden im Alltag verbunden, etwa der Kontrolle beim Eingang. Der Anteil an interessierten Händlern am 2G-Modell sei verschwindend gering, sagte der HNB-Hauptgeschäftsführer, Mark Alexander Krack, der dpa am Freitag.

Karl Lauterbach befürwortet 2G im Einzelhandel

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach sich gegen eine 2G-Regelung in Supermärkten aus. „Der Zugang zu Grundnahrungsmitteln und anderen Produkten zur Grundversorgung muss allen Menschen offenstehen, auch Ungeimpften“ sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er halte eine Einschränkung für „äußerst problematisch“. Mit der Maskenpflicht gebe es eine sichere Alternative. Mit Ausnahme der Supermärkte befürwortete er aber 2G im Einzelhandel. „Wenn Einzelhändler 2G durchsetzen, könnten sie Menschen ohne Maske ins Geschäft lassen. Das halte ich für sicher“, sagte Lauterbach.

2G-regel in Hamburger Supermärkten kein Thema

In Hamburg sind solche Überlegungen derzeit überhaupt kein Thema, versicherte der Pressesprecher der Hamburger Sozialbehörde, Martin Helfrich, gegenüber 24hamburg.de*: „Solche Pläne gibt es hier nicht. Wir bleiben dabei: Güter des täglichen Bedarfs müssen erreichbar bleiben. Um dem Infektionsschutz Rechnung zu tragen, gelten Abstands- und Maskenpflicht in Supermärkten. So ist es seit Beginn der Pandemie geregelt.“ * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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