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Dr. Kroll: „Asterix und Obelix“

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Dr Kroll in der Uslarer Brauerei
Dr. Andreas Kroll (M.) hat die beiden Brauereien in seinem Wahlkreis besucht. © CDU

Region - Der CDU-Landtagskandidat in Wahlkreis 18 (Bodenfelde, Uslar, Dassel, Einbeck, Bad Gandersheim, Seesen), Dr. Andreas Kroll, hat die beiden Brauereien in seinem Wahlkreis besucht - die Einbecker Brauhaus AG und die Bergbräu GmbH & CoKG in Uslar.

Unterschiedlicher können sie nicht sein und doch wollen sie letztlich nur das eine: den Verkauf von Bier und zwar auch noch in Zukunft. Die Einbecker Brauerei mit dem Gründungsjahr 1378, 570.000 Hektolitern Bierproduktion pro Jahr, 200 Mitarbeitenden und Vorstand  Martin Deutsch, ist Uslar um einiges voraus. Ist die Brauerei in Uslar doch erst 1868 durch die ursprünglich österreichische Familie Haffner gegründet worden. Seit 2014 sind die Familien Sauer und Papp die neuen Eigentümer. Seither sind sie mit neuem Schwung und Elan angetreten, das Sortiment zu erweitern und als kleine Privatbrauerei rund um den Schornstein große und kleine Kund*innen zu gewinnen. Von dem Umsatz gehen 20 Prozent an die Gastronomie und 80 Prozent an den Einzel- und Großhandel.
In der Einbecker Brauerei wird nicht nur um den Schornstein herum verkauft, dort wird der edle Trunk inzwischen bis in die USA und Italien exportiert, nachdem das Auslandsgeschäft längere Zeit brach gelegen hatte.
Beide Brauereien investieren kräftig, um wettbewerbsfähig zu bleiben und um die explosionsartig gestiegenen Kosten in den Griff zu bekommen. So sind allein die Preise für Kronkorken um 70 Prozent und die Preise für Etiketten und Flaschen um 50 Prozent gestiegen. Dazu kommen die gestiegenen Gas- und Strompreise, die beide Unternehmen versuchen, in den Griff zu bekommen. Die Einbecker haben nun eine große Anlage zur Abwasseraufbereitung von der Firma Flexbio aus Einbeck installiert. Das entstehende Methan wird in einem Blockheizkraftwerk zu Strom und Wärme weiterverarbeitet und für die Brauerei wieder nutzbar gemacht. Damit erzeugt die Brauhaus AG circa 25 Prozent an Strom selber. Die erzeugte Wärme wird einen  Teil Gas einsparen. Die Anlage wird sich nach circa vier Betriebsjahren bereits amortisiert haben. Uslar liebäugelt ebenfalls mit einer solchen Anlage. Beide Brauereien sind so genannte Rampenbrauereien. Das bedeutet, dass die Kunden die Erzeugnisse von der Brauerei abholen und somit für die Brauereien selbst sehr geringe Transportkosten anfallen.  Auch die Mangelware Kohlensäure wird für 75 Prozent des abgefüllten Bieres in Einbeck selbst erzeugt. Dabei wird das sowieso entstehende Kohlendioxid, das im Gärprozess freigesetzt wird, aufgefangen und später zur Carbonisierung der Flaschenbiere, wiederverwendet.
Mit diesen Prozessen ist die kleine Privatbrauerei noch überfordert. Aber dennoch wird auch hier kräftig investiert und wenn nun endlich die letzten Komponenten geliefert werden, soll am 22. Dezember die neue Braustätte eingeweiht werden. Bisher wurden im Jahr 1 Mio m^3 Gas verbrannt. Mit der neuen Anlage reduziert sich der Anteil bei steigender Produktionsmenge auf die Hälfte. In Uslar steht ein großes Projekt an, so Geschäftsführer Tietz. Er möchte gern mit den umliegenden Brauereien aus Einbeck, Allersheimer in Holzminden, Schinkel in Witzenhausen, Heimatliebe in Duderstadt, der Klosterbrauerei in Eschwege usw., heimische, biologisch angebaute Braugerste in Uslar mälzen. Dazu soll in Uslar eine Mälzerei entstehen. Nach dem Motto “ aus der Region, für die Region“. Das ist aus seiner Sicht gelebte Nachhaltigkeit und führt zu echten regionalen Produkten. Um die Investitionskosten überhaupt stemmen zu können, hofft die Uslarer Brauerei auf die Unterstützung der NBank aus Hannover und auf die Unterstützung durch Dr. Kroll. Er hat seine Unterstützung auch bereits zugesagt, wenn er den Einzug in den Landtag am Sonntag schafft.

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