Samtgemeinden Sibbesse und Lamspringe wollen sich zu neuer Kommune zusammenschließen

Startschuss für Fusionsgespräche

Hubertus Schneider (links) und sein Amtskollege Wolfgang Pletz freuen sich sichtlich, dass nun die Fusionsgespräche aufgenommen werden können. Am 20. Mai soll das erste Gespräch zwischen den Verwaltungsspitzen (Bürgermeister und Fachbereichsleiter) stattfinden. Foto: Greber

SIBBESSE / LAMSPRINGE Die Sondierungsgespräche mit den Nachbarkommunen sind für die Samtgemeinden Sibbesse und Lamspringe beendet: Die beiden Kommunen haben sich füreinander entschieden und treten nun in Fusionsgespräche ein, um möglichst zum 1. November 2016 eine neue Verwaltungseinheit zu bilden. Ob es sich dabei dann um eine Einheitsgemeinde oder eine Samtgemeinde handelt, ist noch völlig offen – ebenso wie der neue Name der Kommune.

Gestern traten die Samtgemeindebürgermeister Hubertus Schneider (Sibbesse) und Wolfgang Pletz (Lamspringe) im Sibbesser Rathaus vor die Presse, um den Startschuss für die Fusionsgespräche zu verkünden. Bereits im Juli vergangenen Jahr saßen sie im Lamspringer Rathaus mit dem damaligen Fredener Samtgemeindebürgermeister Helmut Wecke an einem Tisch, um über das Aus der einst angedachten Konstellation Si-La-Fre (Sibbesse-Lamspringe-Freden) zu informieren. Doch dadurch verloren sich Sibbesse und Lamspringe nicht aus den Augen.

Vergangene Woche fielen die Beschlüsse der Lenkungsgruppen, mit wem die Verhandlungen aufgenommen werden sollen, „mit übergroßer Mehrheit“, freute sich Hubertus Schneider über das Sibbesser Ergebnis. Hier hatte der Fusionsausschuss der eingerichteten Lenkungsgruppe die Gespräche mit den Nachbarkommunen geführt, so wie mit Gronau, Bad Salzdetfurth – und eben Lamspringe.

„Wir wollen es miteinander versuchen, noch ist aber keine Fusion beschlossen“, betonte Wolfgang Pletz: „Doch jetzt geht es ernsthaft ans Eingemachte. Wir prüfen, wie die bisherigen Samtgemeinden zusammengeführt werden können.“

Noch in diesem Jahr soll von den entsprechenden Gremien beschlossen werden, dass die beiden Samtgemeinden jeweils in eine Einheitsgemeinde umgewandelt werden. Denn nur als Einheitsgemeinden können sie fusionieren.

Die beiden Verwaltungschefs hoben die enge Nachbarschaft hervor – und dass bereits gute nachbarschaftliche Beziehungen gepflegt werden. Zudem gibt es viele gewachsene Strukturen. Als Beispiele der Zusammenarbeit wurden der Abwasserverband Alme-Riehe und die Leader-Region Leinebergland genannt. Wolfgang Pletz: „Wir unterhalten uns auf Augenhöhe!“

Etwa 12 000 Menschen werden in der neuen Kommune leben. „Damit bewegen wir uns im kreisweiten Mittel, was die Einwohnerzahl betrifft“, erklärte Hubertus Schneider: „Es ist eine größere Einheit nonnöten, um in Zukunft die Infrastruktur aufrechthalten zu können. Doch Größe allein ist nicht alles!“

Die neue Kommune würde sich aus 25 Ortschaften zusammensetzen, die entweder durch Ortsvorsteher oder Ortsräte mit Ortsbürgermeistern vertreten werden. „Keine Ortschaft verliert ihre Identität“, stellte Wolfgang Pletz klar und fügte hinzu: „Auf die Bürger kommt nichts Schlimmes zu.“ Die Menschen müssen aber auch emotional mitgenommen werden, hob der Lamspringer Verwaltungschef hervor.

Viele Vorteile würde es vor allem für die Verwaltungsarbeit geben, die wesentlich effektiver gestaltet werden könnte. Auch soll auf keinen Verwaltungssitz verzichtet werden. Es sollen beide Rathäuser weiterbestehen. Hier gilt es zu klären, welche Fachbereiche wo angesiedelt sind.

Noch am Ende diesen Jahres soll feststehen, ob ein Fusionsvertrag geschlossen wird. Die jeweiligen Samtgemeinde- und Gemeinderäte haben dann darüber zu beschließen. gre

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