Groß und Klein begeistert vom vielfältigen Programm / Großer Festumzug mit bunten Motiven

Sibbesse feiert 1 025. Geburtstag

Auch der Verein „Rettet das Pfarrhaus“ fährt beim Festumzug mit – Fahrer Anton Ceglarek stilecht mit Zylinder. Foto: Neumann

Sibbesse „Es geht doch“, strahlen Thomas Oelker und Hubertus Schneider um die Wette. Was viele Sibbesser im Vorfeld der 1 025-Jahr Feier ihres Ortes nicht für möglich gehalten hatten, entpuppte sich im Laufe des Jahres als eindrucksvolle Demonstration eines echten „Wir-Gefühls“. Sibbesse feiert und alle feiern mit.

Die Idee zu der 1 025-Jahr-Feier kam aus den Reihen des Gemeinderates, der sie weiter an die örtlichen Vereine gab, Die nahmen den Ball sofort auf, riefen einen Festausschuss ins Leben und stellten ein Jahresprogramm auf die Beine. Mit einer Mischung aus Altbewährten und Innovativen, wie unter anderem den erstmals organisierten „Mittelaltermarkt“ trafen sie ins Schwarze. Höhepunkt des Geburtstagsjahres war am vergangenen Wochenende das dreitägige Dorfest mit Festzelt und Fahrgeschäften, Gottesdienst und Disco, Seniorennachmittag, Kommers, Feuerwerk, Vesperfrühstück und Umzug. Dessen Organisation lag vor allem in den bewährten Händen von Hansi Köhler und Martin Plötze vom TSV Sibbesse. Die hatten bereits 2008 zum 100. Geburtstages des Sportvereins ein großes Zeltfest auf die Beine gestellt und entsprechend Erfahrung.

Dennoch waren die Vorbereitungen ein Kraftakt und nicht ohne die helfenden Hände vieler Freiwilliger möglich. So musste etwa das Zelt mit mehreren Treckern und Anhängern aus Oberg (bei Peine) nach Sibbesse transportiert werden und dort in Eigenleistung aufgebaut werden. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Die Besucher waren begeistert. Die Älteren schwelgten in Erinnerung an ihre Jugend, wo Zeltfeste noch beinahe zu jedem Vereinsjubiläum dazugehörten. Die Jüngeren freuten sich über die Abwechslung. „Warum können wir so ein Festes nicht jedes Jahr haben?“, diskutierte eine Gruppe junger Leute. „Die Stimmung ist doch super.“ Die Atmosphäre war sowohl am Freitag beim Discoabend als auch am Sonnabend im voll besetzten Festzelt ausgelassen und fröhlich. Auf Anraten des Zeltwirtes hatten die Organisatoren an beiden Abenden auf Eintritt verzichtet und stattdessen eine Spendentonne aufgestellt.

„Auf dieses neue „Wir-Gefühl sind wir schon stolz“, sagte Samtgemeindebürgermeister Hubertus Schneider. „Nach der 1 000-Jahr-Feier vor 25 Jahren hätten sich die Sibbesser ja auch noch länger ausruhen können“, bemerkte Landrat Reiner Wegner während des Kommerses, der vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Sibbesse stimmungsvoll musikalisch umrahmt wurde. „Aber diese Feier war eine weise Entscheidung.“ Besonders Bürgermeister Thomas Oelker freute sich über den Zusammenhalt der Einwohner und nahm die Gäste mit auf eine kleine Zeitreise. Dabei blickte er zurück auf die Siedlungsgeschichte und schaute auch in die Zukunft.

„An den besten Stellen unseres Dorfes hätten wir heute auch heute gerne ein neues Gesicht“, sagte er in Hinblick auf die schleppende Entwicklung der Realisierung der neuen Dorfmitte und dem „Schandfleck“ Lindenhof. „Doch Sibbesse hat sich entwickelt und wird sich entwickeln“, zeigte er sich optimistisch.

Sein Dank galt besonders Hansi Köhler und seinem Team sowie dem „Phänomen“ Sabine Hartmann. „Wie sie das alles, was sie macht unter einen Hut bekommt, ist mir ein Rätsel.“ Mit dem KulturForum kümmert sich die Samtgemeindeheimatpflegerin unterstützt von ihrer Familie unter anderem auch um den „Fan Shop Sibbesse“, in denen die verschiedenen Artikel unter die Leute gebracht werden. Der Verkauf soll zur Finanzierung des Festes beitragen.

Ihre Verbundenheit mit Sibbesse demonstrierten am Sonntag die Dörfer der Samtgemeinde mit ihrer Beteiligung an dem großen Festumzug. pbm

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