Gemeinderat Sibbesse gibt grünes Licht für Sanierung

2,4 Millionen Euro für Schwimmhalle

Die Schwimmhalle Sibbesse wird nächstes Jahr technisch und energetisch auf Vordermann gebracht. Schwimmerbecken und Außenbereich bleiben allerdings unverändert. „Wir machen die Halle fit für die nächsten 30 Jahre“, sagt Bauamtsleiter Stefan Kentzler.

Sibbesse – Die Sibbesser Schwimmhalle gibt es seit 45 Jahren. Doch der Zahn der Zeit nagte an technischen Anlagen und Leitungen. Im Januar wurde die Halle unter die Lupe genommen und es wurden mehrere Reparatur- und Modernisierungsmaßnahmen festgelegt.

„Doch eine Arbeit zieht eine andere nach sich“, erklärte Bürgermeister Andreas Amft bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates, bei der es ausschließlich um dieses Thema ging. Sollte die Klima- und Lüftungstechnik erneuert werden, seien auch die Unterdecken – in denen die Lüftungskanäle verlegt sind – zu erneuern. Das wiederum verursache die Erneuerung der Elektrik und Beleuchtung. Ähnlich verhalte es sich mit der Erneuerung der Dusch- und WC-Räume, da damit auch die Wasserleitungen gewechselt werden müssten – aufgrund von Hygienevorschriften alle Wasserleitungen. Daher soll eine vernünftige und langfristige Lösung her. „Kein Schnickschnack, nur das Nötigste“, hob der Bürgermeister hervor. „Auch aus energetischen Gründen ist eine Modernisierung sinnvoll“, fügte Bauamtsleiter Stefan Kentzler hinzu. Mit 2,38 Millionen Euro schlägt das Ganze zu Buche, wird jedoch mit einer Million Euro aus dem Sportstättenförderprogramm des Landes Niedersachsen gefördert. „Das ist die höchste Fördersumme, die aus dem Topf vergeben werden kann. Dafür verpflichten wir uns, die Schwimmhalle mindestens die nächsten 20 Jahre zu betreiben. Wir machen sie aber für die nächsten 30 Jahre fit“, erklärte Stefan Kentzler. Trotz dem großen Schluck aus der Förder-Pulle bleiben noch 1,38 Millionen Euro, die die Gemeinde aufzubringen hat. „Wir gehen dabei vom schlechtesten Fall aus, dass keine weiteren Zuschüsse bewilligt werden“, erläuterte Amft. Denn mehrere weiterer Förderanträge wurden von der Verwaltung gestellt, unter anderem beim Landkreis Hildesheim. Die entsprechenden Entscheidungen stehen allerdings noch aus. Das Hallenbad wurde im Jahr 1975 als Lehrschwimmbecken in direkte, baulich verbundener Nachbarschaft zur Friedrich-Busse-Grundschule errichtet. „Ein Neubau ist – auch aufgrund fehlender Grundstücke – nicht möglich. Darüber hinaus übersteigen die Kosten eines Neubaus die Kosten der geplante Sanierung. Die Förderung wird nur für Sanierungen von Sportstätten gewährt. Insofern besteht zur vorgesehenen Sanierung keine Alternative“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Täglich wird die Schwimmhalle während der Woche von morgens bis abends genutzt. Vor der Corona-Pandemie nutzten zahlreiche Grundschulen die Halle – nicht nur die Sibbesser, auch die Schulen aus Diekholzen, Barienrode, Söhre, Bodenburg. Außerdem die Heimstatt Röderhof aus Egenstedt und die Lindenhof-AG aus Alfeld sowie die TSV-Schwimmsparte, der Sibbesser Stützpunkt der DLRG Alfeld, die Kanuten aus Adenstedt und Gronau. Außerdem gibt es hier regelmäßig Kurse im Anfängerschwimmen. Seit der Öffnung in Corona-Zeiten schwimmen hier allerdings nur die Sibbesser Schüler. „Nach dem Schwimmunterricht wird alles gründlich gereinigt. Zeitlich und personell wäre es derzeit ein großer Aufwand, mehreren Schulen das Schwimmen zu ermöglichen“, erklärte Andreas Amft. Doch schon jetzt muss an die Zeit nach Corona gedacht werden. Alle Ratsmitglieder stimmten für die Sanierung. Nun werden die Ingenieur-Leitungen ausgeschrieben. Nach derzeitigem Stand wird davon ausgegangen, dass im Frühjahr 2021 mit den Arbeiten begonnen werden kann. Es wird mit einer Bauzeit von sechs Monaten gerechnet. 

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