Erfolgreicher Kleiderbasar in der Friedrich-Busse-Schule / Überwältigende Resonanz

„Runder Tisch Asyl“ arbeitet Hand in Hand

Belly Sofianu (29) aus dem Sudan ist glücklich. „Der Pullover passt“. Darüber freuen sich auch Heidemarie Scheffel und der Pastor Claudio Steinert. Der „Runde Tisch Asyl“ bedankt sich bei allen Spendern für die Kleidung und für die Kaffee-, Tee- und Kuchenspenden. Foto: Neumann

SIBBESSE  „Den Flüchtlingen in ihrer Not helfen, die in unserem Land Zuflucht suchen“, heißt das Motto für das ehrenamtliche Engagement des „Runden Tisches Asyl“, der im Pfarrsaal der St. Nicolai-Kirchengemeinde vor einigen Wochen ins Leben gerufen wurde. Der Plan war auch eine gute Vernetzung der über 20 Mitglieder in der Arbeitsgruppe, die sich kürzlich zum zweiten Mal trafen, um über Maßnahmen der Flüchtlingshilfe in der Samtgemeinde zu beraten. Oberste Priorität hatte die Durchführung eines Kleiderbasars mit einem Angebot von Spielsachen.

Mit einem überaus positiven Echo hatte der Helferstab nicht gerechnet. Der Aufruf an die Familien der Samtgemeinde Sibbesse für Kleiderspenden und Spielzeug für den Basar war überwältigend. Schon vor dem angegebenen Zeitpunkt stapelten sich die Kleidersäcke in der Pausenhalle der Friedrich-Busse-Schule.

Dagmar Milobenski und Inka Schulz-Becker hatten alle Hände voll zu tun und waren beeindruckt über den guten Zustand der Kleidungsstücke, die auch der aktuellen Wetterlage mit Minustemperaturen angepasst waren. Spontan kam Elfriede Bindermann hinzu und half mit, die Kleidung nach Männern, Frauen und Kindern zu ordnen.

Beim Anblick der vielen Wäsche, Textilien, Oberbekleidung und Schuhe fanden die Flüchtlingsfamilien zunächst keine Worte. Aber Minuten später kam Freude in ihre Gesichter. Sie suchten und fanden auch das, was am Nötigsten gebraucht wurde. Hilfestellung beim Anprobieren gab auch der Pastor Claudio Steinert und Heidemarie Scheffel aus Sellenstedt. Die Kinder bekamen leuchtende Augen beim Anblick des gut erhaltenen Spielzeugs und der Kinderbücher. Julia Heuer-Dikty hatte den Nachwuchs in einer Spielecke in ihre Obhut genommen, mit ihnen einige Bücher durchgestöbert oder Spiele ausprobiert.

Wer wollte, konnte eine Pause einlegen und in der entspannten Atmosphäre bei Kaffee, Tee und einem Kuchenbüfett durchatmen. Es wurde alles gespendet.

Für den Fahrdienst hatten sich Martin Hartmann und der Jugendpfleger Johannes Frommer bereiterklärt. Sie brachten die Familien mit ihrer Kleidungsauswahl wieder in ihr neues Zuhause nach Adenstedt, Grafelde und Sibbesse. Nach Angaben Frommers wurden bereits viele Fahrräder im Jugendzentrum Laderampe abgegeben. Hier wird noch ein „Fahrrad-Spezi“ gesucht, der verschiedene Mängel an den Fahrrädern repariert.

Die Arbeitsgruppe des „Runden Tisches Asyl“ kommt erneut zusammen am Donnerstag, 19. Februar, um 18 Uhr, im Gemeindesaal, Kirchstraße 2, Sibbesse. Hierzu sind alle Interessierten eingeladen. bn

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