Vereinbarung zwischen Rat und „Schutzgemeinschaft Wald und Flur“

Rettung für die Segester Eiche

Die Eiche wird gerettet. Foto: Meyfarth

SEGESTE Die Segester wollen ihre Eiche retten: Dafür verabschiedete der Gemeinderat während der jüngsten Sitzung eine Vereinbarung mit der „Schutzgemeinschaft Wald und Flur“. Darin wird unter anderem der nachhaltige Erhalt des Baumes als Ziel formuliert. Zuvor mussten die Ratsmitglieder ihren im April 2013 gefassten Beschluss, den Baum zu fällen, aufheben. Bereits seit 2011 befasst sich das Gremium mit dem Baum im Einmündungsbereich „Vor der Brücke“ / „Am hohen Felde“ in Segeste. Nach mehrfacher Beratung hatten die Ratsmitglieder im vergangenen Jahr beschlossen, die 100 Jahre alte Traubeneiche zu fällen und durch einen Ginkgo-Baum zu ersetzten. Das wiederum rief die Segester und allen voran die „Schutzgemeinschaft Wald und Flur“ auf den Plan, die ihr „Wahrzeichen“ retten wollten.

Der Verein erklärte sich bereit, Lösungen zum Erhalt des Baumes zu erarbeiten und führte in einem Maßnahmen-Katalog mehrere Punkte auf. Dazu gehören unter anderem die Vergrößerung der Pflanzscheibe, eine Tiefenbelüftung sowie die Einleitung des Oberflächenwassers mit Hilfe von Rohren. Die Schutzgemeinschaft Wald und Flur bietet auch an, sich an den praktischen Arbeiten zu beteiligen. Ein Fachbetrieb soll das Vorhaben begleiten. Rund 4 000 Euro soll der Erhalt des Baumes kosten. Der Verein will 50 Prozent davon übernehmen.

Auch die Gemeinde will einen Teil dazu beisteuern. Darauf einigten sich die Ratsmitglieder nach kurzer Diskussion. Anlass, das Thema erneut zu besprechen, waren die Fragen von Ratsfrau Gerda Otto, die das Vorhaben in Frage stellte und auf die Folgekosten für die Gemeinde hinwies. „Die Unterhaltung ist sowieso Aufgabe der Gemeinde“, entgegnete Ratskollege Jochen Deicke: „Warum sollten wir das Angebot des Vereines nicht annehmen!?“

Auch Bürgermeisterin Claudia Tönnies, der eine Liste mit mehr als 90 Unterschriften für den Erhalt des Baumes vorlag, wollte das Thema nicht erneut zur Diskussion stellen, und lenkte die Debatte in Richtung Höhe des Zuschusses der Gemeinde. Das Gremium einigte sich bei zwei Gegenstimmen darauf, das Vorhaben ebenfalls mit 50 Prozent – jedoch höchstens 2 500 Euro – zu unterstützen. pbm

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