Museumsbahnhof: Programm bei Kulturerlebnistagen

„Es geht mal nicht nur um Eisenbahnen“

Programm bei Kulturerlebnistagen in Almstedt
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In besonderer Atmosphäre des Museumsbahnhofs Almstedt-Segeste wird am ersten Oktoberwochenende die Kultur großgeschrieben. Auf dem Bild (von links): Merlin Paßmann, Oliver Schaer und Harald Strube.

Almstedt – Viel mehr als nur Eisenbahn: Unter dem Motto „Stadt-Land-Kuss“ werden bei den Kulturerlebnistagen im Hildesheimer Land bisher noch nie bespielte öffentliche Orte in der Region zur Bühne für viele unterschiedliche Veranstaltungsformate. Auch der Museumsbahnhof Almstedt-Segeste wird am ersten Oktober-Wochenende zum Veranstaltungsort. 

„Wir haben schon länger mit dem Gedanken gespielt, das Gelände auch für solche Formate zu nutzen und kulturelle Veranstaltungen anzubieten. Die Kulturerlebnistage sind jetzt ein toller Auftakt dafür. Es geht mal nicht nur um Eisenbahnen“, freut sich Oliver Schaer als stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Historische Eisenbahn. 
Die Kulturerlebnistage sind ein wichtiges Zeichen für die regionale Kulturszene, die sehr unter der Corona-Pandemie gelitten hat. Das kulturelle Leben in der Region soll auf diese Weise wiederbelebt werden. Vom 1. bis 3. Oktober werden an vielen Orten im Landkreis interessante, außergewöhnliche, inklusive, rasante, leise und laute, kleine und große Veranstaltungen stattfinden. „Wir konnten aus einem Pool verschiedene Künstler auswählen. Die Künstler konnten sich aber auch bei uns bewerben. Die Auswahl war wirklich groß und es bestand auch die Möglichkeit, Künstler außerhalb dieses Pools anzufragen“, erklärt Vorsitzender Harald Strube. 
Damit die Kulturerlebnistage ein echter Erfolg werden, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das vielseitige Programm verteilt sich auf zwei Tage und das Line-up kann sich sehen lassen. Am Sonnabend, 2. Oktober, wird mit dem „Schauspielerischen Kulturerlebnistag“ gestartet. Den Anfang macht um 11 Uhr das Trio Withl mit kurzweiligen Erzählgeschichten und handgemachter Musik im Personenwagen. Ab 13 Uhr ist dann auf der Hauptbühne Zauberkünstler Frank Wessels zu sehen. Für phänomenales Kindertheater in Laut- und Gebärdensprache sorgt um 15 Uhr das Theater Pied de Fou. Das Schauspielprogramm wird schließlich um 17 Uhr mit dem Improvisationstheater von Schmidt’s Katzen abgerundet. 
Mit einem musikalischen Frühschoppen starten am Sonntag, 3. Oktober, um 11 Uhr die „Musikalischen Erlebnisse bei der Almetalbahn“. Die Skiffle Rats stehen in der Tradition der Skiffler. Ihr Markenzeichen sind handgemachte Musik, flotte Rhythmen, die ins Blut gehen und fröhliche Stimmung. Egal welche Stilrichtung, sie „verskiffeln“ jeden Song, der ihnen gefällt. Hauptsache, es bringt Spaß – ihnen selbst und natürlich dem Publikum. Weiter geht es dann ab 13.45 Uhr mit einer Erntedank-Andacht mit Pastor Dr. Claudio Steinert. Steinert wird durch seinen Sohn am Piano und Sabine Launer am Cello begleitet. Nach einem kurzen Umbau geben dann „Swing Gold“ ihre Musik aus den bewegten 1920er und 1940er Jahren zum Besten. „Die Besucherinnen und Besucher werden Klänge aus der Gründungszeit dieses Bahnhofs hören. Es wird also passende Musik zur Location gespielt“, so Oliver Schaer. Den Abschluss macht dann die Big-Band der Feuerwehr Dingelbe mit einem bunten Potpourri mit Gesang und teilweise elektronisch verstärkten Instrumenten. 
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Besucher können sich auf das bewährte kulinarische Angebot und Almetalbahn-typische Leckereien freuen. Darunter Kaffee, Kuchen, Bratwurst und auch die beliebte Bahnhofspizza. Der Eintritt ist an beiden Tagen kostenfrei, die Almetalbahn freut sich aber über Spenden. Zum aktuellen Zeitpunkt kann noch nicht abgesehen werden, welche genauen coronabedingten Einschränkungen gelten werden. Besucher sollten aber von der 3G-Regel ausgehen. Bei einem notwendigen Schnelltest, sollte dieser bereits im Voraus gemacht werden.
Fahrten werden an den Veranstaltungstagen nicht angeboten. „Der Bahnhof wird als besondere Kulisse genutzt. Eine Woche später findet dann aber der Herbstfahrtag statt, sodass wir uns am ersten Wochenende nur auf die Kultur konzentrieren werden“, informiert Harald Strube. 
Auch in Zukunft können sich die Verantwortlichen weitere kulturelle Veranstaltungen vorstellen. Von den Künstlern haben sie mehr Anfragen erhalten als Kapazitäten für die Kulturerlebnistage bestehen. „Auf diese Weise wollen wir nicht nur Eisenbahn-Fans, sondern auch Kulturinteressierte bei uns begrüßen“, so Oliver Schaer. stw

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