Zwei besondere Ehrungen im Samtgemeinderat Sibbesse

Politische Urgesteine werden ausgezeichnet

Der Christdemokrat Hubertus Schneider (links) und der Sozialdemokrat Oswald Jakobi werden für ihre jahrzehntelange Arbeit im Rat der Samtgemeinde Sibbesse geehrt. Foto: Greber

SIBBESSE Für ihre jahrzehntelange Arbeit im Samtgemeinderat Sibbesse wurden während der jüngsten Sitzung des Gremiums Hubertus Schneider (CDU) und Oswald Jakobi (SPD) ausgezeichnet: Schneider gehört dem Rat seit 40 Jahren und Jakobi seit 35 Jahren an.

Die Ehrung Jakobis nahm Hubertus Schneider als Samtgemeindebürgermeister vor. Der Verwaltungschef ließ die Stationen des politischen Wirkens Jakobis Revue passieren und überreichte ihm die entsprechende Urkunde. „35 Jahre im Samtgemeinderat zu arbeiten ist eine stolze Leistung“, zollte Schneider seinen Respekt: „Du hast viele Dinge vorbereitet, begleitet und umgesetzt.“ Seit 28 Jahren ist Jakobi Sprecher der SPD-Fraktion und zudem die „gewichtige Stimme aus Adenstedt“. Schneider habe Jakobi kennen- und schätzen gelernt, obwohl beide nicht immer einer Meinung waren. „Ich bin froh, dass wir letzlich jedoch an einem Strang ziehen“, so Schneider. Auch Ratsvorsitzender Klaus-Peter Schröder (SPD) und CDU-Sprecher Thomas Oelker sowie Dr. Holger Schütte (Grüne) würdigten die Leistungen Jakobis. „Wir bedanken uns für den fairen Umgang und dass wir gemeinsam Kommunalpolitik für die Menschen vor Ort und für die Region gestalten“, erklärte der CDU-Sprecher. Für die Ehrung Hubertus Schneiders reiste der Kreisvorsitzende des Städte- und Gemeindebundes, Wolfgang Moegerle, an. „Heute ehre ich einen ganz besonderen Menschen“, betonte der Algermisser. Hubertus Schneider sei ein Beispiel dafür, dass man politisches Engagement vererben kann: Bereits sein Vater war politisch aktiv und auch seine Tochter engagiert sich heute im Samtgemeinderat. „Du bist ein großer Pragmatiker und deine Stimme hat Gewicht“, stellte Moegerle heraus und überreichte ihm die goldene Ehrennadel des Städte- und Gemeindebundes mit Urkunde. Auch alle Redner der drei Fraktionen waren voll des Lobes. „Sie sind ein Vorbild für andere“, sagte beispielsweise Sabine Hartmann (SPD). „Mit 21 Jahren bin ich auf Anhieb in den Samtgemeinderat gewählt worden“, erinnerte der Jubilar. „Ich wollte immer etwas verändern, musste aber auch meine Lektion lernen. Als ich es damals wagte, meinen Fraktionschef zu kritisieren, bekam ich einen Einlauf nach allen Regeln der Kunst“, berichtete Schneider schmunzelnd. Der Hönzer kletterte die Karriereleiter empor und ist seit dem Jahr 2001 hauptamtlicher Samtgemeindebürgermeister in Sibbesse.

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