Sachkundeunterricht zum Anfassen in der Sibbesser Grundschule

Wer piept denn da?

Fachmann Klaus Stahl erklärt, wie sich aus dem Ei ein Küken entwickelt. Foto: Meyfarth

SIBBESSE Wer piept denn da? Einen etwas anderen Unterricht erleben derzeit die Mädchen und Jungen der Sibbesser Friedrich-Busse-Schule. Nach dem Erfolg des Projektes „Vom Ei zum Huhn“, mit dem Geflügelzüchter Klaus Stahl 2009 zum ersten Mal in der Grundschule war, gibt es in diesem Jahr eine Wiederholung.

Dazu hat sich ein Fachraum in eine Art Hühnerstall verwandelt. In einer ruhigen geschützten Ecke, weit weg von der Zugluft der Tür, steht der Brutapparat.

Unter fachlicher Anleitung des Kreisverbandsjugendwartes legten die Kinder 44 Eier der Hühnerrassen „Ostfriesische Zwergmöwen“ und „Lakenfelder“ in die Brutstation.

Nach zwölf bis 14 Tagen konnten die Schüler mit Hilfe einer Schierlampe bereits Embryonen in den Eiern entdecken. „Da sind ja Adern“, freuen sich die Kinder über den Erfolg. Bei sieben Eiern hat sich nichts getan. Die mussten aussortiert werden. „Für die Schüler ist das spannender Unterricht“, sagt Lehrerin Birte Hermann. Das Thema wird in allen Klassen im Rahmen des Sachkundeunterrichtes durchgenommen. Dabei erleben die Kinder nicht nur, wie sich das Ei in der Brutmaschine entwickelt, sie erfahren von Klaus Stahl auch allerhand Wissenswertes über Geflügel und Eier. Vortrag und Fragen wechseln sich ab.

„Löchert mich ruhig“, ermutigt er. „Wie viele Hühnerrassen gibt es? Was beuten die Ringe?“, wollen die Schüler wissen. Und so erfahren sie auch, warum es braune und weiße Eier gibt, oder was die verschiedenen Fußringe bedeuten. Nach 21 Tagen schlüpfen die Küken schließlich und wuseln in der Kiste umher.

Klaus Stahl ist es wichtig, den Kindern das Thema nah zu bringen. Mit seiner Brutstation ist der Geflügelzuchtexperte ein gefragter Mann und vor und nach Ostern in Schulen und Kindergärten im Landkreis Hildesheim unterwegs. „Auch für nächstes Jahr habe ich schon Anfragen“, freut er sich über die Resonanz auf seinen Anschauungsunterricht.

„Das kommt sehr gut an und ist eindrucksvoller als das Zeigen von Bildern an der Tafel“, sagt Birte Hermann. Und die Kinder freuen sich über ihre flauschigen Schulkameraden auf Zeit. pbm

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