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Parkplätze für den Friedhof

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Am Ortsausgang sollen neue Parkplätze für Friedhofsbesucher entstehen. Foto: Meyfarth
Am Ortsausgang sollen neue Parkplätze für Friedhofsbesucher entstehen. Foto: Meyfarth

ADENSTEDT  Am Adenstedter Friedhof sollen Parkplätze entstehen. Das entschied der Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung. Vorangegangen war eine kontroverse Diskussion. Die CDU-Fraktion setzte sich schließlich mit ihren sechs Stimmen durch. Die fünf SPD-Ratsmitglieder stimmten dagegen.

Die Parkplatzsituation am Friedhof beschäftigt das Gremium bereits seit vielen Jahren. Bei Beisetzungen mit vielen Trauernden könne es aufgrund der am Straßenrand abgestellten Autos zu Behinderungen kommen, hatten die Befürworter argumentiert. Busse beispielsweise kämen oft nur mit Mühe vorbei. Zuletzt hatten die Mandatsträger im Frühjahr darüber diskutiert und die Verwaltung beauftragt, die Straßenbauverwaltung zu kontaktieren und die Kosten zu schätzen. Das hatte Baumamtsleiter Stefan Kentzler inzwischen getan. Inklusive Grundstückserwerb und der Aufwendungen für Vermessung, Ausgleichsmaßnahmen und den Bau belaufen sich die geschätzten Gesamtkosten auf 15 500 Euro. Den Kosten stehen fünf bis acht zusätzliche Parkplätze gegenüber. „Das ist zu viel für ein paar Parkplätze“, sagte Rolf Binder (SPD): „Der Aufwand ist nicht gerechtfertigt.“ Die Gefährdung sei nicht so signifikant. „Passt das Geld zu dem, was man damit erreichen kann“, gab auch Petra Dierking (SPD) zu Bedenken. Die Kosten stünden im keinen Verhältnis zum Nutzen, argumentierten die SPD-Ratsmitglieder. Das Geld könne in den drei Dörfern besser eingesetzt werden, zum Beispiel für die Unterhaltung der Bürgersteige.

„Wir sehen nach wie vor die Dringlichkeit“, betonte Karl Schünemann (CDU). Parteikollege Christian Gerves unterstützte das. Die Kosten könne man mit Eigenleistung noch senken. „Mit den paar Stellplätzen ist uns doch sowieso nicht geholfen“, hielt Oswald Jakobi (SPD) dagegen. Die Parkplatzsituation würde dadurch nicht wesentlich entspannt, da nach wie vor auch auf den Seitenraum ausgewichen werden müsse. Bei der Abstimmung setzten sich die Befürworter schließlich durch.

Nach Planungen des Baumamts sollen am Rand des Friedhofes außerhalb Adenstedts in Richtung Irmenseul auf einem 25 Meter langen und sechs Meter breiten Streifen Parkplätze angelegt werden. Die Befestigung erfolgt mit Mineralgemisch. „Je nach Parkweise haben dort zehn bis zwölf Autos Platz“, sagte Kentzler. Vier bis fünf Plätze wiederum fallen durch den Wegfall des Seitenstreifens an dieser Stelle weg, sodass unterm Strich fünf bis acht zusätzliche Parkplätze neu geschaffen würden. Für das Vorhaben muss der Graben verlegt werden und Ausgleichsflächen geschaffen werden.

Bevor Angebote für den Bau eingeholt werden, soll abgeklärt werden, welche Arbeiten in Eigenleistung erledigt werden können.

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