Andre Ceglarek ist Ortsbürgermeister

SIBBESSE  Andre Ceglarek (CDU) ist Ortsbürgermeister von Sibbesse, Ellen Osterode-Meyer (SPD) seine erste Stellvertreterin und Dr. Holger Schütte (Grüne) sein zweiter Stellvertreter. Diese Entscheidungen bei der konstituierenden Sitzung des Ortsrates im Clubhaus fielen einstimmig – und auch im weiteren Sitzungsverlauf herrschte bestes Einvernehmen.

Die Mitglieder des neunköpfigen Gremiums entstammen drei verschiedenen Parteien, verzichteten aber auf Fraktionsbildungen und machten damit deutlich, dass ein Ortsrat nicht Stätte weltanschaulicher Grabenkämpfe, sondern Ansprechpartner für die alltäglichen Probleme der Einwohner ist. Nach der Eröffnung durch „Alterspräsident“ Klaus-Dieter Hoffmann hatte Gemeindebürgermeister Andreas Amft zunächst alle Ratsmitglieder auf ihr Amt verpflichtet. Ortsbürgermeister Ceglarek wurde zudem in das Ehrenbeamtenverhältnis berufen, da er Hilfsfunktionen für die Verwaltung wahrnehmen wird. Diese sind vielfältig, aber auch genau begrenzt, und reichen von repräsentativen Aufgaben bei Besuchen anlässlich hoher Geburtstage oder Ehejubiläen über die Meldung von Gefahrensituationen bis hin zur Verwaltung der Ortsratsmittel. Diese betragen für 2017 laut Verteilungsschlüssel der Gemeinde etwa 7 600 Euro. Ceglarek sprach von einer „komfortablen Situation“, denn davon müssen keine Pflichtaufgaben finanziert werden. Sie gibt dem Ortsrat Gestaltungsspielraum und auch Ansparmöglichkeiten für größere Vorhaben, da nicht verbrauchte Mittel auf das nächste Jahr übertragen werden. Ehrungen

Für 15-jährige Zugehörigkeit zum Rat der ehemaligen (kleinen) Gemeinde Sibbesse als Vorgängergremium wurden Andre Ceglarek, Janine Schneider und Thomas Oelkers geehrt. Diese Auszeichnung erhielten auch Christine Abbetmeier, Klaus-Dieter Bartels, Sabine Hartmann, Karl-Heinz Thielke senior und Manfred Wächter, die dem neu gebildeten Ortsrat nicht mehr angehören. Sie wurden mit Dank verabschiedet, ebenso wie Thomas Oelker, der nach seinem erstmaligen Einzug in den Rat 2006 sogleich zum Bürgermeister gewählt worden war und dieses Amt zehn Jahre lang innehatte. Oelker überreichte dem neuen Ortsbürgermeister die Gemeindeglocke aus Petze, ein Relikt früherer Kommunikationsformen. Der Gemeindediener der damals selbstständigen Ortschaft nutzte sie, um die Aufmerksamkeit der Einwohner zu wecken, als Bekanntmachungen noch durch Ausruf erfolgten. Der „Runde Tisch Asyl“ regt die Aufstellung von „Mitfahrbänken“ an. Sprecherin Sabine Hartmann betonte, diese sollten nicht auf bestimmte Personengruppen beschränkt sein, sondern allen dienen, die Mitfahrgelegenheit etwa zum Einkaufen oder zum Arzt suchen. Angesichts der stetig zurückgehenden Beteiligung an den Veranstaltungen zum Volkstrauertag werden sich auch die Sibbesser Ortsvertreter Gedanken machen, ob man zukünftig eine zentrale Gedenkstunde einrichtet.

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