Geocaching im Heimatkrimi begeistert die Szene

Lesung vor Geocashing-Gemeinde

HILDESHEIM / SIBBESSE Früher war es die Schnitzeljagd, bei der sich Jugendgruppen, Kinder und Familien mit Sack und Pack auf in die Natur machten, um aufregende Schätze zu finden. Heute erfreut sich dieses naturnahe Erlebnis einer neuen Beliebtheit und nennt sich Geocaching. Die Schatzsucher sind ausgestattet mit GPS-Empfängern, mancherlei Werkzeug und finden, meist in bunten Brotdosen versteckte Kleinigkeiten.

In dem neuen Heimatroman von Sabine Hartmann macht eine Kindergeburtstagsgruppe beim Geocaching in Nähe der Ruine Winzenburg einen allerdings weniger erfreulichen Fund. Ein abgetrennter echter Finger ist der Cash. Dieses Körperteil liefert den Auftakt des spannenden Krimis „Sech, Sieben, Cache!“ der in der Region rund um Alfeld spielt. Abermals machen sich die aus vorherigen Heimatkrimis bekannten Polizeikollegen der Dienststelle Alfeld, Lisa Grundberg und Markus Heitkämper, an die Arbeit einen kniffeligen Fall zu lösen. Wie immer haben sie es mit einem gewitzten Täter zu tun, der ihnen stets eine Nasenlänge voraus zu sein scheint. Der Autorin gelang es mit diesem Roman auch das Interesse der regionalen Geocaching-Gemeinde zu wecken. So auch bei Frauke Wolf, die sich schon seit Jahren den Koordinaten versteckter Caches auf der Spur ist. Doch es ist nicht nur das Suchen und Finden selbst, was die Geocacher reizt, sondern auch der Austausch im Internet über die Abenteuer auf den oft schwierigen Wegen. Über eine weltweite Community sind sämtliche Koordinaten der versteckten Caches zu finden, sowie Tipps und Tricks. Es herrscht ein reger Austausch über das moderne Hobby, das schon tausendfach Anhänger gefunden hat. Nachdem Frauke Wolf eine Lesung von Sabine Hartmann besucht hatte, war sie vom Buch und den Recherchen begeistert. Sie vereinbarte mit der Autorin eine Lesung vor aktiven Geocachern aus der Region. Über die Community verbreiteten sich der Veranstaltungsort und der Termin rasend schnell, sodass im Nu alle 70 Plätze im Vereinshaus des Blau-Weiß Neuhof reserviert waren. „Leider musste ich viele Leute auf eine Warteliste setzen“, berichtete Frauke Wolf. Im Vereinshaus hörten die Gäste aufmerksam zu, vereinzelt war auch zustimmendes Nicken und Schmunzeln zu beobachten. Besonders dann, wenn es um besondere Schwierigkeiten und Ticks beim Aufspüren von Caches ging. Großen Gefallen bereitete dabei, dass alle Orte und so manche Koordinaten für Fundstellen tatsächlich hier in der Region zu finden sind. „Es ist so, als könnte man direkt hinterherlaufen“ schilderte Frauke Wolf ihren Eindruck über das Buch. Nach der Lesung, für die die Sibbesser Autorin für ihre sauberen Recherchen und die charakterstarke Kriminalgeschichte reichlich Applaus erntete, gab es noch genug Gelegenheit über das gemeinsame Hobby für Jung und Alt zu reden. ckb

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